Meta und die Verlage: Wem gehören journalistische Inhalte?
Der hinter Facebook, Instagram und Whatsapp stehende Konzern Meta will die Nutzungsbedingungen ändern für kommerzielle Konten. Mit gravierenden Folgen: Meta möchte auf Inhalte zugreifen, die sich hinter dort geposteten Links befinden – und dies formal erlaubt bekommen. Erst begründete Meta dies damit, mit diesen Inhalten seine Künstliche Intelligenz trainieren zu wollen. Qualitativ hochwertige journalistische Erzeugnisse sind für alle KI-Unternehmen wertvoll, weil sie aktuelle Inhalte darstellen und außerdem nach journalistischen Kriterien recherchiert und geprüft sind; für viele andere Inhalte im Internet gilt das nicht.
Nach unmittelbar erfolgter Kritik der Medienbranche zog Meta dieses Ansinnen zurück und will die Inhalte nun "nur" noch auswerten können, um Werbung noch gezielter und effektiver ausspielen zu können. Und eben nicht mehr für das Training der KI-Modelle. Doch die Medien wehren sich weiterhin gegen diesen angestrebten Zugriff, der den bisherigen "Deal" zwischen der Internet-Plattform und ihnen verschöbe – zugunsten von Meta. Bislang nutzen sie Metas Apps, um ihre Angebote zu verbreiten und die Apps werden dadurch attraktiver, weil diese Inhalte dort eben zu finden sind.
Die Medienverbände nicht nur in Deutschland gehen gegen die neuen AGB-Ideen aus Kalifornien vor. Wie reagiert die Politik? Worum geht es über diesen Fall hinaus? Und wie nutzt eigentlich die F.A.Z. die Plattform? Über all das sprechen wir in dieser Episode.
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