F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

Transkript

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00:00:06: Einen wunderschönen guten Abend hier in der Frankfurter Festhalle.

00:00:10: Wir senden heute Fastlife von der Frankfürter Automechaniker!

00:00:16: Die Automecha, das ist eine Messe die sich mit dem ganzen Autoleben beschäftigt also alles was passiert wenn das Auto das neue Auto den Händler verlassen hat.

00:00:32: und so ein Auto Leben dauert ja ziemlich lange.

00:00:36: Das Durchschnittsalter eines deutschen Autos beträgt ungefähr elf Jahre, mittlerweile steigt so jedes Jahr so um ein zwei Monate.

00:00:46: Vielleicht sind die Autos so viel besser geworden?

00:00:49: Jedenfalls die Dinge, die man dafür braucht, die findet man hier auf der Messe.

00:00:53: Was man aber auch hier sieht und insbesondere auf der Ambition ist der Versuch auch die Zukunft des Automobils, die ja sehr stark durch Digitalisierung, durch Software – manche sprechen vom Software-defined-Wegel!

00:01:07: Ich habe nie genau verstanden was das sein soll.

00:01:09: Aber jedenfalls all diese Themen kommen natürlich und treffen auf dieses älterwährende Auto.

00:01:16: Und genau das ist unser Diskussionsthema heute.

00:01:20: Software statt Schraubenschüssel, wohin steuert die Autobranche danach?

00:01:25: Wollen wir fragen.

00:01:26: Und dafür haben wir zwei Gäste eingeladen, die das Auto wirklich von der Pieke auf gelernt und gelebt haben.

00:01:37: Als erstes möchte ich Herrn Philipp Kupferspitt von ExCenture auf die Bühne bitten.

00:01:43: Herr Kupfer-Schmidt!

00:01:46: Herzlich willkommen!

00:01:47: Danke schön!

00:01:49: Ja, Herr Kumpverspitz, ExCenter... Das ist ja ein Unternehmen, da denkt man so schnell.

00:01:54: Beratung und Wirklichkeit.

00:01:56: Entwickeln Sie auch sehr viel Software für das Automobil, für das moderne Automobil.

00:02:02: Accenture ist riesig.

00:02:03: Achthunderttausend Mitarbeiter – so viele Einwohner wie die Stadt Frankfurt!

00:02:08: Und sie verantworten das Automobilgeschäft in dem nicht ganz unwichtigen Sprachraumdach, wie man es so sagt.

00:02:15: Also Deutschland, Österreich... Die Schweizer sitzen ja so ein paar Hersteller die dazu was zu sagen haben.

00:02:22: Herr Gumperschwitz, jetzt wenn wir über Software sprechen, dann sprechen wir auch heute ja immer über künstliche Intelligenz.

00:02:28: Brauchen wir sie auch im Auto?

00:02:31: Ja

00:02:32: oder reicht die Desfarras?

00:02:34: Die Desfarrass wäre schon mal eine wichtige Vorauswänzung.

00:02:37: Ich glaube die künstlichen Intelligenzen werden mir zunehmend auch im Fahrzeug sehen.

00:02:41: Das Software Define Wekel das Sie angesprochen haben wird die Grundlage auch dafür sein.

00:02:45: es wird zunehnend auch etwas Artificial Intelligence Defined Vehicle nennen.

00:02:53: Da würde es also deutlich einen Einfluss von KI geben.

00:02:56: zukünftig,

00:02:57: ja?

00:02:57: Ja dann schauen wir doch mal gleich was das bedeutet.

00:02:59: Ich rufe schon mit wenn Sie ganz außen den Sitz nehmen bitte!

00:03:03: Ja und als nächstes war sich aus einer anderen Perspektive aufs gleiche kemerblickend.

00:03:08: Bitte Herrn Bochert Weller auf die Bühne.

00:03:14: Es

00:03:15: ist schön, dass Sie bei uns sind.

00:03:17: Herr Weller hat in den ersten Autos einen Toyota Quorolla verkauft und damals mit zwei Mitarbeitern ganz kleinen in Osterbrück angefangen.

00:03:27: Heute Geschäftsführung der Gesellschaft, eine der größten Auto Handelsgruppen der Wellergruppe in Deutschland.

00:03:33: Und außerdem Präsident eines relativ jungen Verbandes des VAD nicht zu wirken wie dem VDA, dem Herstellerverband sondern VAD-Stift der Verband der Automobilhändler Deutschlands.

00:03:47: Wer will er?

00:03:48: Ihr Vater hatte glaube ich mal Simcas verkauft.

00:03:51: Ja, ist da

00:03:53: ganz durchdurchlich lange her.

00:03:54: Stimmt!

00:03:55: Mein Vater war eigentlich Opelverkäufer und hat sich dann selbst nicht gemacht mit einem kleinen Simkerladen.

00:04:00: Das ist aber nicht von langer Dauer gewesen...

00:04:03: Auch weil die Marke ist ja in Deutschland nie fertig gestartet.

00:04:05: Die Marke

00:04:06: hat sich aufgelöst und er dann auch mit seiner kleinen Werkstatt hinterher.

00:04:09: Er hat mich aber nicht los gelassen.

00:04:14: Kauft man Gehilfe gelernt, so hieß es damals.

00:04:18: In einem Opelhaus in Bielefeld und danach war ich bei Schraubenschräubchenwirt.

00:04:25: Da lernt

00:04:27: man verkaufen ganz genau!

00:04:28: Und das hat mich eigentlich unheimlich, aber mich hat das Auto nie losgelassen.

00:04:31: Mit dem KFZ-Meister habe ich mich dann selbst schon nicht gemacht mit einer Halbtagskraft.

00:04:37: Wunderbar, eine tolle Erfolgsgeschichte.

00:04:39: Es wäre schön, dass Sie bei uns sind.

00:04:41: Jetzt habe ich Sie mit Panne von meiner Seite aus auf den falschen Sessel.

00:04:44: Darf ich Sie nach hinten umzusetzen?

00:04:47: Sollte passen die Farben der Rakette nichts an.

00:04:51: Das ist der Grund.

00:04:54: Wir freuen uns, dass wir doch relativ viele Menschen hier haben und draußen hören uns noch einige mehr zu.

00:05:02: Ich würde gerne einsteigen mit der Situation in der Auto-Branche.

00:05:07: Und zwar nicht bei den Herstellern, da schreiben wir ja jeden Tag Volkswagen Mercedes Werks Schließungen drohen und so weiter.

00:05:13: also da ist offensichtlich ein bisschen Krise.

00:05:16: Den Händlern ging es in den letzten Jahren nicht so schlecht wie ich gehört habe.

00:05:20: aber trotzdem haben wir natürlich eine Konsolidierung.

00:05:24: Ich hab mir mal Zahlen rausgepickt von BMW von zweitausend bis zweitausendfünfundzwanzig Vertriebspartner in Deutschland halbiert, VW von fast zweitausend auf sechstundetvier und achtzig im letzten Jahr.

00:05:36: Also da passiert ja auch irgendetwas ganz offensichtlich.

00:05:40: Herr Weller wie geht's dem Autohandel wirklich?

00:05:43: Dem Autohandeln geht es an sich ganz gut über.

00:05:45: man darf das nicht vergleichen mit den letzten fünf Jahren.

00:05:47: die letzten fünf Jahre war er wirklich eine Sahnezeit nicht nur für den Handel sondern auch für die Industrie.

00:05:54: Wie gesagt, man muss das trennen.

00:05:55: Die Industrie leidet im Moment weil halt China am Boden ist jedenfalls für deutsche Autos und Nordamerika über die Zölle auch ausgebremst ist.

00:06:04: Dadurch gibt es Stückzahl Druck ohne Zweifel auf den europäischen, auf dem deutschen Markt.

00:06:09: Und Stück Zahl Druck vom Hersteller her ist auch für den Handel nicht gut, weil's immer auf die Preise geht.

00:06:15: Wenn man also in den Markt drücken will was der Markt nicht unbedingt aufnehmen will dann gehts halt nur über einen Preis Und darum ist es im Handel nicht schlecht, aber auch nicht gut.

00:06:25: Prof.

00:06:25: Schmidt jetzt ist es ja so dass unsere Wahrnehmung ich sage das auch schon die von uns Journalisten aufgeprägt ist durch die Hersteller.

00:06:32: können Sie mal unseren Gefühl dafür geben wenn man den Automobilhandel über diese lange Lebensdauer mit dem Service einschließen sieht?

00:06:41: wie steht der da als Wirtschaftsfaktor?

00:06:43: Wie relevant ist er überhaupt?

00:06:46: Das macht natürlich schon einen sehr großen Teil der Automobilwirtschaft aus und vor allem ist es natürlich ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für die OEM.

00:06:56: Wir sehen das jetzt gerade zum Beispiel bei den chinesischen Marken, die versuchen in dem Markt reinzukommen, die sehr schnell merken ohne vernünftige Partner im Handel, im Verkauf

00:07:07: sowie

00:07:08: welchen die auch einen Service-Netz bereitstellen.

00:07:10: Für sie haben Sie eigentlich keine Chance hier wirklich Fuß zu fassen.

00:07:14: also die Bedeutung ist sicherlich für die Hersteller auch nicht zu unterschätzen.

00:07:18: Den Ball würde ich gerne.

00:07:19: Wir kommen leider aufs Thema Digitalisierung, aber Sie haben ja persönliche Erfahrungen mit einem chinesischen Hersteller.

00:07:26: Sie vertreten BYD seit einiger Zeit Herr Weller.

00:07:31: Wie sind die Unterschiede?

00:07:33: Was machen die vielleicht anders?

00:07:35: Was kann man vielleicht sogar lernen von dem Chinesen?

00:07:38: oder sind sie noch in der Phase wo die von uns lernen?

00:07:41: Also ich glaube nicht unbedingt dass man von BYB in Deutschland was lernen kann wie man Vertrieb macht.

00:07:48: Wissen wir, er hat das erste Versuch über einen Großhändler über hier dienen in den deutschen Markt zugekommen.

00:07:53: Das war ein Bauchklatscher und es hat nicht funktioniert.

00:07:56: Und jetzt haben sie eine eigene Vertriebsorganisation aufgebaut wie recht gut funktioniert.

00:08:02: aber auch das muss man ja relativieren.

00:08:04: warum funktioniert das gut?

00:08:05: Und warum hat BYD diesen Erfolg in Deutschland?

00:08:09: weil die Autos natürlich unschlagbar preiswert sind.

00:08:12: Sie sind gut!

00:08:12: Sie sind nicht besser als ein deutsches Auto oder ein japanisches Auto Aber sie sind eben genau so gut, aber sie sind in der Regel acht bis zwölftausend Euro günstiger.

00:08:22: Und das ist nun schon mal eine ordentliche Nummer.

00:08:25: Das heißt ein Familienauto von BWD oder auch von anderen Chinesen bekommen Sie eben für oneinundachtzig Euro im Monat und dafür muss man bei allen anderen drei Hundert Plus bezahlen.

00:08:37: Also da wiederholt sich ja so ein bisschen die Geschichte auch?

00:08:39: Wieso sind die Koreaner an den Markt gekommen?

00:08:42: Ja, so die Japaner ja auch.

00:08:43: So sind

00:08:43: wir vor siebenvierzig Jahren mit Toyota gestartet.

00:08:46: da war Toyota eben preiswert und dann wie Sie sagen, dann kamen die Koreaner und jetzt kommen eben nicht Chinesen.

00:08:54: Ich muss auch dazu sagen es wird ja im Moment überall kann man lesen Die Chinesien fressen unseren Bickervee-Markt auf.

00:09:02: das ist ja nicht so.

00:09:03: Also in diesem Jahr werden hunderttausend chinesische Autos in Deutschland verkauft.

00:09:08: Das macht Skoda in fünf Monaten.

00:09:11: Das muss man alles relativieren.

00:09:12: Das werden vielleicht noch ein paar mehr, aber die Japaner sind vor fünfzig Jahren angetreten und da kann ich mich vor sieben vierzehn Jahre selbstständig machen.

00:09:21: Da gab es eine Sternentitelseite.

00:09:23: Da waren ja ein japanisches Gesicht drauf was mit Stäbchen deutscher Autos aß.

00:09:28: Und wenn wir heute die Marktanteile von allen Japanern zusammen erst mal sind gar nicht mehr alle da sind nur noch zwei oder drei Maßgebliche da.

00:09:35: Alle anderen sind wieder geflüchtet Und alle zusammen machen achtundhalb Prozent Markternteil.

00:09:41: Also auch da muss man mal warten, wie weit die Chinesen kommen?

00:09:44: Alle mal wenn sie mal versuchen auch die Preise durchzusetzen, die sie gerne hätten.

00:09:50: Mit Stäbchen essen die ja nun auch.

00:09:53: was wir gesehen haben ist schon dass einige chinesische Markten doch relativ weit oben im Segment in Europa starten.

00:10:01: also das diese klassische Strategie bringen erstmal kleine und Kompaktwagen zumindest nicht bei allen marken greift.

00:10:08: Haben wir da wirklich, wie Herr Weller sagt nicht zu befürchten Hörgruppverschnitt?

00:10:12: Naja also auf der einen Seite stimm ich dem auf jeden Fall zu.

00:10:17: Das verläuft nach einem ähnlichen Muster, wie wir das schon mal in der Vergangenheit gesehen haben.

00:10:22: die chinesischen OEM, die hierher kommen, kommen ja nicht hierher alleine weil sie es in Deutschland oder Europa so schön finden sondern weil sie zu Hause einen Markt haben, in dem Sie ein Ruinösenpreis-Wettbewerb erleben wo kaum ein Hersteller überhaupt noch Geld verdient.

00:10:41: Wo die Nachfrage auch gerade sich nicht positiv entwickelt.

00:10:45: Ein Markt USA oder Nordamerika ist für sie gerade genauso schwierig wie das auch für uns ist und somit steht Europa natürlich ganz vorne an als Exportmarkt.

00:10:57: In diesem Exportmarkt wollen die natürlich vor allem auch sicherstellen, dass sie also das was Sie alles produzieren.

00:11:03: Sie haben eine irre Produktionsvolumen inzwischen auch damit sie natürlich auch diese Fahrzeuge entsprechend kostengünstig dann in den Markt geben können, dass Sie diese Produktion überhaupt loswerden zum anderen aber eben auch zu einem Preispunkt los werden der es ihnen möglich auf Gesamtunternehmen sich dann tatsächlich auch ein wirtschaftlich vernünftiges Ergebnis zu erzielen.

00:11:25: dafür können sie aber nicht mit den Preisen herkommen, die Sie in China haben.

00:11:29: Abgesehen von den Importzöllen, die dann auch anfallen wenn es jetzt rein Elektrofahrzeuge sind zum Beispiel.

00:11:37: Das heißt also sie begeben sich da schon in einen Wettbewerb.

00:11:41: In der Situation wo der deutsche Markt die deutschen Hersteller europäischen selber keine wirklich konkurrenzfähigen Produkte hatten habe ich das für ein größeres Risiko gehalten als jetzt.

00:11:51: Ich glaube, wir haben in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung gesehen auch welche Produkte heimische Hersteller auf den Markt bringen sowohl was die Software angeht als auch was Elektromobilität angeht.

00:12:01: Wir haben aber nach wie vor einen Risiko und das Risiko liegt einfach in der Verfügbarkeit von Batteriezellen.

00:12:08: Da liegt der Markt inzwischen sehr deutlich fokussiert Für viele der erforderlichen Rohstoffe Und eben auch für die Batterien selber in China.

00:12:17: Das heißt, das kann für uns tatsächlich die Situation ein bisschen unangenehmer machen als es mit den japanischen und koreanischen Wettbewerbern war.

00:12:26: Jetzt ist es ja so – da waren wir am Anfang schon – dass das Auto stärker in seiner Funktionalität über Software definiert wird.

00:12:38: Das ist ja erstmal etwas was der Hersteller einbaut ab Werk und was er dann je nach Hersteler- und Modell updated gelegentlich.

00:12:48: Was spielt das für eine Rolle, wenn wir auf das Automechaniker-Thema also das ganze Fahrzeugleben zurückkommen?

00:12:59: Wer möchte anfangen?

00:13:00: von Ihnen?

00:13:02: Herr

00:13:03: Weller.

00:13:04: Wenn wir mal da auf den Service anspielen und sagen dass Auto meldet praktisch den Service, den es demnächst braucht, dann steckt vielleicht hinter der Frage Dann verändert uns das natürlich im Handel und in den Werkstätten schon ganz tüchtig.

00:13:21: Weil heute bringt der Verbraucher, der Autofahrer alle zehn, also fünfzehn oder zwanzig tausend je nach Modell sein Auto zu Inspektionen und wir können hinterher eine Rechnung schreiben über sechshundert Euro und haben sicherlich an dem Auto ordentlich gearbeitet, aber vielleicht auch das eine oder andere was nicht nötig gewesen wäre.

00:13:40: Weil wir es ja gar nicht wissen.

00:13:42: jetzt sagt das Auto natürlich ganz klar.

00:13:43: ich brauche dass das und zwar da in den nächsten fünf tausend Kilometern der nächste schritt wird hier sein dass dann auf dem display noch steht was es kostet.

00:13:52: es wird doch der hersteller noch vorgeben nochmal ganz weit nach vorne schauen.

00:13:57: dann kommt darauf im display bei welchem händler ich das machen werde machen will.

00:14:04: Und wenn ich Pech habe, steht dann noch eine Niederlassung drauf?

00:14:06: Dann ist es wieder beim Hersteller.

00:14:08: also da kommt schon was auf uns zu definitiv.

00:14:12: Aber das ist ja auch eigentlich logisch dass ein Hersteler versucht so gerade wenn er und das haben wir fast alle Autohersteller Margen-Druck hat möglichst viel in der Wertschöpfungskette Geld an sich zu ziehen.

00:14:25: Ist das Leben!

00:14:26: Da müssen wir uns miteinander setzen und müssen sehen dass wir andere Felder rein holen.

00:14:31: Wir haben bei den Elektroautos jetzt wieder Gott sei Dank mehr Reifenverschleiß.

00:14:35: Wir müssen sehen, dass Glasreparaturen und viel mehr Reparaturen, die vielleicht irgendwo am Rande gemacht werden, wieder ins Haus holen und unsere Werkstätten ausfüllen.

00:14:45: Das heißt wir müssen dieses rundum sorglos Paket dem Kunden rüberbringen.

00:14:49: Denn auch mit der Elektrifizierung kommen vielleicht noch drauf kommt immer weniger in die Werkstatt pocht.

00:14:56: Herr Koffer-Schmied, was würden Sie denn, wenn sie Sicht des Paratester drauf schauen.

00:15:01: Jetzt kommen dann die Elektro auch, dass sie von den Reifen abgesehen deutlich weniger Wartung erfordern.

00:15:07: Dann macht der Hersteller diese Software Updates direkt ohne Werkstatt und so was.

00:15:13: Was würden Sie raten?

00:15:14: Was soll die Branche tun um sich attraktiv zu halten, um den Kunden nach dem Verkauf zu halten?

00:15:21: Ja, ich glaube man wird natürlich über alternative Ertragsgrällen nachdenken müssen und wir haben es schon im Gespräch ja auch mal ganz kurz gehabt.

00:15:29: Wenn wir uns die Erfahrungen von Märkten angucken wo die Elektrifizierung schon sehr viel weiter fortgeschritten ist.

00:15:34: Es gibt Zahlen des norwegischen Volkswagenimporteurs Möller zum Beispiel wo in Norwegen ja bereits neunzig Prozent der Neuwagen voll Elektro sind dass sie etwa sechsenvierzig Prozent weniger Umsatz haben für ein vergleichbares Elektrofahrzeug in der Werkstatt wie bei einem Verbrenner.

00:15:52: Das stellt natürlich diese Servicebediebe für eine große Herausforderung, weil das ist nach wie vor der Service der größte Ertragsbringer in einem solchen Automobilhandelsbetrieb.

00:16:04: Und da werde ich mir was anderes einfallen lassen müssen und Herr Weller hat es ja gerade schon angesprochen Es gibt Themen wie Reifen, Glas, diversen Reparaturen, es gibt aber sicherlich auch Möglichkeiten über Arterskalibrierungen zukünftig.

00:16:20: Nur kurz für Ihr Eldedit-Fach

00:16:22: vielleicht

00:16:23: nicht kennen, was meinen Sie?

00:16:24: Ja also für die Assistenzsysteme.

00:16:26: Die Fahrerassistenzysteme, die in diesen neuen Fahrzeugen verbaut sind diese beruhen ja auf sehr viel Sensorik.

00:16:31: In dem Moment bin ich ja

00:16:32: immer einer eigentlich.

00:16:33: Genau!

00:16:34: Also mein Fahrzeug ist nächste Woche wieder im Service wegen Fahrer-Assistenzmeldung.

00:16:40: aber da gibt es dann natürlich auch einen Bedarf dieses System zu kalibrieren oder die Sensorika wieder zu kalibrieren nach einem Unfall.

00:16:49: wenn dann also auch Sensoren ausgetauscht werden mussten oder ganze Bauteile ausgetauscht werden.

00:16:54: Dann gibt es darüber hinaus natürlich im Kontext der Elektrifizierung auch Diskussionen, darüber Wallboxen anzubieten und eben in der Kombination mit Photovoltaik was ist das, was der Handel da tatsächlich auch an Beratungsleistungen bereitstellen kann?

00:17:10: Also da gibt es schon Ideen zu diesen Ertragsquellen.

00:17:13: Meine Hypothese wäre, dass das Volumen nicht notwendigerweise weniger wird mit solchen alternativen Antragsbellen.

00:17:21: Sondern dass der Mix sich verändert.

00:17:23: Das heißt es würde sich sicherlich anders zusammensetzen als heute.

00:17:26: Wir werden mehr Elektronik reparieren oder austauschen und die sind regelteurer Und wenn die Marge halbwegs gleich bleibt, dann wird sich das ausgleichen.

00:17:39: Wir müssen mit einem Rückgang rechnen und schauen, dass wir zusätzliche Fälle ins Haus holen.

00:17:45: Ich würde gerne noch mal mit dem Wallbox ... Wenn ich sprich, ich werde logischerweise nicht nur beruflich sondern auch privat relativ häufig angesprochen wie soll ich es jetzt mit dem Elektroauto oder nicht?

00:18:00: Kannst du eine Wallbox installieren?

00:18:02: Und wenn die Antwort ist, ja räumlich geht es.

00:18:04: Ich habe einen Carport und der ist nicht so weit weg vom Hausanschluss und so, das ist schon mal gut.

00:18:10: Dann ist oft die nächste Frage eher was mache ich denn jetzt?

00:18:13: Das einfachste wäre ja ... Du kaufst da eh dein VW-Bass oder

00:18:18: was

00:18:18: auch immer, sprichst mit dem Händler, der macht dir das!

00:18:21: So einfach ist es aber glaube ich in der Regel.

00:18:23: Nicht viele Händlern sind dann wirklich bis heute vorbereitet,

00:18:26: oder?!

00:18:27: Ja... Das ist sicherlich unterschiedlich.

00:18:30: Ich bin noch nicht der Verfechter, dass wir nur eine Wallbox an die Wand schrauben müssen, sondern das soll die Elektriker machen.

00:18:37: Natürlich müssen wir die Adresse haben welcher Elektrika das macht für den Kunden.

00:18:41: also wir müssen ihm schon das Paket liefern können aber am Ende muss er es auch selbst in Auftrag geben.

00:18:46: ich bin aber ein Stück weiter und sage einfach, das wird demnächst gar nicht mehr unbedingt nötig sein, dass sich meine Wallbox habe oder dass ich an jeder Laterne eine Steckdose habe.

00:18:57: Die neuen Autos haben fünfhundert, sechshundert die nächste Generation.

00:19:01: Siebenhundert Kilometer Reichweite das ist eine Diesel-Reichweite und die Infrastruktur haben.

00:19:06: wir müssen an den Tankstellen halt zehn Ladesäulen hinstellen und solche Kabel von den Stadtwerken dahin ziehen sonst funktioniert es auch nicht.

00:19:15: Und das ist aber viel einfacher als die ganze Stadt mit irgendwelchen Dosen zu haben.

00:19:19: Habe

00:19:19: auch viel teurer, als wenn ich zu Hause lade.

00:19:21: Das muss man ehrlicherweise sagen.

00:19:22: Das ist ja der nächste Schritt und das haben wir auch schon gefordert.

00:19:26: Wir brauchen beim Strom, beim Ladestrom einfach einen Noming-Preis wie wir es vom Handy kennen.

00:19:32: Dass er sich immer für Zuhause meinen Strompreis, der ist was weiß ich, ein Dreißig Cent.

00:19:37: Und egal überall wo ich mein Stecker in die Steckdose stecke und meine Karte dran halte oder meine App habe Kurs, den ich zu Hause vereinbart habe.

00:19:45: Das ist nämlich das große Problem, warum sich das Elektroauto heute noch nicht in Gänze durchsetzt?

00:19:50: Weil ich ja nach Autobahn halt mit einmal überrascht werde und achtzig Cent zahle was natürlich eine Katastrophe ist dann geht die ganze Rechnung im Elektro-Auto auch mal gar nicht mehr auf.

00:19:59: aber

00:19:59: dass es ne politische Angelegenheit, die muss kommen, weil das ist eine Voraussetzung dafür, dass ich Norwegen hat's ja gemacht.

00:20:08: Also ich

00:20:09: würde jetzt sehr gerne mit ihnen über Strompreise diskutieren Weil die sind, da sind wir aber auch schnell einig, dass sie zu hoch sind.

00:20:16: Wir wollen dann noch mal ein bisschen auf das Digitalisierungsthema schauen.

00:20:21: nochmal Herr Koffer-Schmidt ganz... Wir tun bei so als sei Herr Weller nicht da!

00:20:26: Wie weit ist die Autohandelsbranche und die Servicebranche da wirklich?

00:20:30: Also ich manchmal erlebe ich positive Überraschungen.

00:20:33: also man legt beim Händler den Schlüssel auf einen Pad und er liest die letzten Servicesachen aus.

00:20:39: will ich schon toll, dass dich dem das nicht erzählen muss oder ein Hälftchen vorzeigen.

00:20:44: Aber in Summe habe ich das Gefühl es ist schon noch sehr ein Prozess der zwischen mir und einem Menschen da und der widere Bespricht mit den Menschen in der Werkstatt und das gibt weniger Zettel.

00:20:57: früher muss sie nach fünfzehn Unterschriften leisten das geht jetzt mit einer digitalen.

00:21:02: aber also ich hab so das Gefühl das ist schon auch sehr oldschool.

00:21:06: Ja, ich glaube die Automobilindustrie unterscheidet sich dann nicht so sehr vom Rest unseres Landes.

00:21:12: Weil wir mit großen Ambitionen gestartet sind in die Digitalisierung und es ist leider ja doch in vielen Bereichen bei Proof of Concepts geblieben oder zu kleinen Versuchen.

00:21:27: Das was mir vor allem auffällt ist, Digitalisierung ist vor allem vor Kunde sehr häufig erfolgt.

00:21:34: Also in Prozessen wo der Kunde direkt involviert ist also im Autohandel kennen wir das alle aus dem Konfigurator.

00:21:40: oder es gibt ein Portal oder eine Internetseite wo ich Gebrauchtwagen suchen kann und anderes.

00:21:47: Da wo's glaube ich noch nicht ausreichend eingesetzt wird ist alles das was der Kunder eigentlich nichts sieht.

00:21:54: aber die wirklichen Effizienzen zu holen werden Teiledisposition zum Beispiel, Terminbuchungen.

00:22:00: Also sehr vieles von dem was im Backoffice in einem Automobilbetrieb funktioniert, was dann auch wieder sich auf die Marge nämlich aufgrund des Effekts auf die Kosten dann wieder auswirken würde?

00:22:14: Ich glaube da ist tatsächlich noch erhebliches Potenzial.

00:22:17: Das Problem das wir im Autohaus dabei haben ist dass wir im Moment zwei Arten von Kunden haben.

00:22:24: Der eine Kunde möchte das alles digital haben, der möchte am liebsten alles auf seinem Laptop oder iPad.

00:22:32: Alles schon vorbereiten und fertig und kommt nur noch hin.

00:22:34: wir nennen den Schlüsselwerfer und werft den Schlüssel hin und verschwindet wieder.

00:22:40: Das ist sogar die leichtere Variante.

00:22:43: aber trotzdem müssen wir die Mannschaft vorhalten weil auch natürlich immer noch der kommt der einfach sprechen will sein Auto erklären will, zeigen will was da irgendwo rappelt oder klappert oder schleift.

00:22:54: Und das ist im Moment so würde ich sagen dreißig Prozent die digital unterwegs sind und siebzig das wird bestimmt kippen.

00:23:04: Das ist natürlich ein Prozess der einen her geht mit dem mit der Modernisierung des Autos und mit KI und alles was wir dafür brauchen.

00:23:12: die Digitalisierung ist ja am Anfang Und in zehn Jahren sieht das sicherlich ganz anders aus, wenn wir hier auf der Bühne sitzen würden.

00:23:19: Darum ist es für uns im Moment auch ein Kostenfaktor, weil wir beides vorhalten müssen.

00:23:23: Wir müssen die Digitalisierung machen und das Ganze programmieren, aber wir müssen auch die Menschen dafür vorhalten, für denen, der da noch reinkommt und sagt ja wo ist du denn?

00:23:33: Wo ist denn hier die Reparaturanahme und wie mache ich das denn?

00:23:36: Und wackelt da rein!

00:23:37: Wir brauchen beide.

00:23:39: Ich glaube was man, wenn ich da kurz einhaken darf... Es ist so ein bisschen der Bogen.

00:23:43: jetzt wieder zu ihrer Frage am Anfang mit der Profitabilität im Handel, weil das ist nämlich genau das Problem.

00:23:51: Wenn ich einen Prozent Umsatzrendite habe in dem Handel wie wir es jetzt zuletzt hatten dann heißt das für den Betrieb der fünfzig Millionen Umsatz macht dass da fünfhunderttausend Euro übrig bleiben.

00:24:02: So jetzt kann ich mir überlegen möchte ich elektrifizieren, möchte ich digitalisieren und möchte eine Marke neu aufbauen In dem Moment, wo ich eine Hochvolt-Werkstattausrüstung mir beschaffen muss.

00:24:15: Wo ich eine CI-Umbau mache ist das Geld weg.

00:24:20: und dann muss ich mich sehr genau überlegen in was investiere ich jetzt tatsächlich?

00:24:24: Insofern verstehe ich die Herausforderungen durchaus.

00:24:27: deswegen plädiere ich aber auch so ein bisschen dafür weniger Vorkunde und stärker erstmal in den internen Prozessen im Backoffice zu machen.

00:24:37: Aber auch das erfordert natürlich Kapital.

00:24:41: Und da

00:24:42: bin ich ja völlig bein.

00:24:43: Natürlich müssen wir die Digitalisierung voranträuben, das andere ist ja schon da!

00:24:48: Da müssen wir nicht modernisieren weil es stirbt aus.

00:24:51: Das ist uns klar... aber im Moment müssen wir halt beide Bälle in der Luft halten und das ist das was Geld kostet und bei einem Prozent Umsatz an.

00:25:00: die Automobilanbranche im Moment hat Ein Überleben, aber kein Leben.

00:25:08: Wie groß sind denn die Freiheiten?

00:25:11: Sie vertreten ja verschiedene Marken von BMW bis WYD.

00:25:15: Wie gross sind die Freiigkeiten, die sie haben seitens der Hersteller was die IT-Infrastruktur betrifft?

00:25:22: Sind es unternehmerische Entscheidungen primär von ihrer Seite aus oder besteht die Entscheidung im Prinzip... Darin mit dem Hersteller weiterzuarbeiten und dessen IT-Systeme zu nutzen oder

00:25:32: gar nicht.

00:25:33: Das ist ganz unterschiedlich, BMW ist da sehr strengend.

00:25:37: die neuen Marken jetzt wie bei D und MSG machen wir ja auch und sie sind noch gar nicht beim After Sales.

00:25:44: Dies endet im Moment nur beim Vertrieb.

00:25:45: der After sales ist für die notwendiges übel das haben Sie irgendwann gemerkt als die ersten Autos auf der Straße waren dass vielleicht doch mal was kaputt geht und man eine Ersatzteil braucht.

00:25:56: Das bauen sie gerade auf, also da ist wirklich eine große Freiheit wenn man das so nennen will aber auch eine große Unsicherheit gegeben.

00:26:03: Bei BMW ist alles genau gerastert und da gibt es nicht rechts oder links.

00:26:08: Da hast du den Schraubenschlüssel zu nehmen und das Kabel da zu holen und reinzustecken.

00:26:13: Da gibt's kein Rechts- und kein Links unter Jota Sondermitte.

00:26:17: Da ist man dann sozusagen auch ausführungsorgan im Service.

00:26:23: Ja, aber das ist auch nicht schlimm.

00:26:24: Also es ist ja so wenn Prozesse ganz klar vorgegeben sind und daran eine erträgliche Marge zu verdienen dann kann man das Spiel ja mitspielen und das ist zumindest in der Werkstatt noch so.

00:26:38: Ist ja anfangs auch gesagt worden die Werkstatte bringt immerhin gut sechzig Prozent des Gesamtertrages eines Autorauses.

00:26:45: Es ist häufig unterbelichtet wird immer nur vom Vertrieb gesprochen vertrieb vertrebt und erstmal neu wagen dass ist das Dünnste.

00:26:52: Am Neuwagen sind zehn Prozent mit des Ertrags und ungefähr zwanzig, fünfundzwanzig haben gebraucht Wagen.

00:26:59: Und dann kommt schon die Werkstatt.

00:27:01: Ist denn Herr Gürfel-Schmidt, weil Sie ja viel Softwareentwicklung begleiten auch für neue Fahrzeuge?

00:27:10: Und die Strukturen dazu bei den Herstellern?

00:27:14: ist denn sozusagen dieser Zweite ... Sind denn die Prozesse im zweiten Bereich im Service, im Aftermarket?

00:27:23: sind die überhaupt sozusagen auf dem Schirm jenseits von Software Updates klassischer Prägung?

00:27:30: Ja

00:27:31: klar.

00:27:32: Weil das ja nicht nur ein Ertragsbringer ist für den Handel sondern es ist ja genau das Gleiche auch bei den Herstellern auch.

00:27:40: Da ist ja auch der ganze After Sales-Bereich ein erheblicher wirtschaftlicher Faktor.

00:27:46: auch also das wird schon mitgedacht.

00:27:50: Ich glaube, wenn wir noch mal ganz kurz zurückkommen auf dieses Thema mit wie viele Freiheiten gibt es.

00:27:54: Es gibt ja zumindest im europäischen Regulierungsraum wenig Möglichkeiten für die OEM klare Vorgaben zu machen und einen freien Händler zu verpflichten eine bestimmte Software zu verwenden.

00:28:07: was sie natürlich dann häufig machen ist dass sie das an einer Bonifizierung koppeln.

00:28:11: Es sind Margen-Elemente die daran gebunden sind und da gibt es natürlich auch sehr sinnvolle Sachen in die einfach sicherstellen dass wenn ich in die gleiche Software in allen meinen Handelsbetrieben verwende, das sich dann natürlich auch viel besser durchsteuern kann.

00:28:26: Zum Beispiel welchen Markenkampagnen ich fahren möchte im Markt und anderes mehr.

00:28:31: Aber es gibt natürlich immer noch so ein allesfreie Unternehmer.

00:28:34: Die haben natürlich auch Freiheiten, ihre Technologie so zu gestalten wie sie glauben dass das für sich auch am sinnvollsten ist.

00:28:43: Weil für einen Hersteller ja schon Interessantes zu sehen jetzt immer das Kabelwellenlager da geht immer kaputt in deren der Motorenbaureihe Das weiß er ja am schnellsten wenn er sozusagen die Daten aus dem Feld, also aus dem Service

00:28:58: hat.

00:28:58: Genau und dann gibt es über den Hersteller in diese Schadens-Tische wo dann genau diese Teile sicher angeschaut werden die Häufungen... ...und dann eben die Rückkopplung auch in den Entwicklungsprozess.

00:29:09: Also

00:29:09: man muss da ja ein hohes Interesse eigentlich da sein die Daten aus dem Feld zu bekommen.

00:29:14: Klar!

00:29:16: So fähren sie nicht jetzt mit neuen Verordnungen sowieso vorlegen zu verbrauchen, Nutzung und so.

00:29:23: Das ist ja

00:29:23: diverse Quellen dafür.

00:29:25: also in der Regel wenn so etwas auftritt dann tritt das hier auf vor allem wenn es gemerkt geholfte Auftritte.

00:29:32: dann schaut man sich das hier an relativ früh im Lebenszyklus von diesen Fahrzeugen.

00:29:37: das heißt wir reden auch über Garantiefälle bei Garantiefällen.

00:29:40: die werden natürlich dann auch wieder gemeldet an den Hersteller über die entsprechenden Systeme Und dann kann der Hersteller dann eben auch mitteilen, oh das Teil würde ich gerne sehen.

00:29:49: Schickt mir das bitte mal.

00:29:51: und dann stellt man relativ schnell fest, wo es eine Häufung von solchen Fällen gibt und dafür gibt's natürlich dann entsprechende Systeme und Meldwege auch.

00:29:59: Wenn wir jetzt mal so ein bisschen die Perspektive... Wir sehen jetzt einen Automobilhandel, der beides können muss.

00:30:05: haben sie gesagt ja Weller?

00:30:06: Wir sehen wenn wir als Kunden gehen Showrooms, die sehen jetzt eigentlich so bisschen so aus je nach Marke wie Sie auch vor zehn Jahren ausgesehen.

00:30:16: Das hat sich ein bisschen mehr verändert, ein bisschen weniger.

00:30:18: aber so nach außen hin sieht so ein Auto Haus ja doch so ziemlich aus wie früher.

00:30:22: und auch wenn man da zum Service auf die Hebelbühne fährt das ist alles so ein bisschen halt die gute alte mechanische Welt, die optisch dominiert.

00:30:32: Wenn wir jetzt mal zehn Jahre vorausschauen wer da sieht das Auto haus dann ganz anders aus?

00:30:38: Wie verändert sich ihr Geschäft?

00:30:41: und wie merkt es der Kunde der da reinkommt dass es sich veränder?

00:30:46: Ich gebe Ihnen halb Recht, dass Autohäuser noch so aussehen wie vor zehn Jahren.

00:30:51: Bleiben wir mal gerade bei der Marke BMW.

00:30:53: die haben das Programm Ritalnext aufgelegt und Rital Next heißt wirklich ein anderes Autohaus.

00:30:59: also ich weiß da absolut dagegen weil es ist immer die kleine Investitionen pro Auto Haus je nach Größe zwischen eins Komma vier und zwei Millionen einfach mal nur für den Umbau nicht von Neubau ja einen Vermöbeln für Ein-Haus und fließen, das war es dann auch.

00:31:17: Aber das stimmt nicht, da stand tatsächlich ein Konzept dahinter.

00:31:20: Das heißt mittlerweile sind sowohl die Verkäufer als auch Service-Annehmer, Serviceleiter.

00:31:25: alles ist verschwunden.

00:31:26: Es sind nur noch zwei Begrüßerinnen in dem Haus und sie fragen den Kunden was er denn möchte?

00:31:34: Und dann holen Sie den dementsprechenden Fachmann oder die Fachfrau dazu Und das hat sich schon verändert.

00:31:41: Also dieses Retail Next, von dem ich nochmal sage... Ich habe nichts davon gehalten weil es erst mal so teuer war.

00:31:47: und zweitens hab' ich den Sinn nicht gesehen.

00:31:48: Nachdem das erste Haus fertig war, habe ich sofort am dritten Tag den Sinn gesehen Weil auch die Mitarbeiter total glücklich sind.

00:31:55: Sie können ungestört arbeiten Sitzen wirklich im Backstage und werden nur geholt wenn sie gebraucht werden.

00:32:04: Darum ist dass von Marke zu Marke unterschiedlich, aber ich glaube dahin geht das.

00:32:08: so wird dann im Autohaus auch noch in zehn Jahren aussehen.

00:32:12: Also wirklich ... Ich komme rein und sage was ich möchte und dann kommen nicht alle auf mich zugerannt sondern nur der den ich auch wirklich brauche.

00:32:20: und die anderen arbeiten weiter.

00:32:22: Hatte Anschlussfrage!

00:32:23: Und die meisten werden ja Auto auch weiter so im Autorhaus kauften und nicht im Internet konfigurieren in einem schickten Chabrier in der Innenstadt.

00:32:31: Kommen Sie sich wo einsetzen und dann kommt es über irgendeine Agentur, wird das mir vor die Haustür

00:32:35: gewählt?

00:32:36: Davor die HaUSTUR.

00:32:36: Nein.

00:32:38: Gott sei Dank nicht!

00:32:39: Das sehen wir, der Trend ist tatsächlich wieder rückläufig ins Autohaus.

00:32:44: Alle mal wenn es schön ist kommen die Leute gerne sie bleiben auch.

00:32:47: Die Reparaturzeiten, Wartungszeiten sind ja viel kürzer geworden.

00:32:50: Wir haben viel weniger... Kunden dienst Ersatzfahrzeuge im Umlauf, weil die Autos ja nur noch ne Stunde bei uns sind.

00:32:56: Und wenn es gut aufgebaut ist und gut eingetaktet ist eine Stunde bleibt jeder.

00:33:00: das fahr ich auch nicht für eine Stunde.

00:33:02: was soll ich da weg?

00:33:02: Wenn ich auch einen Kaffee kriege und einen Orangensaft dann bleibe ich da hocken und nehme mein Auto in der Stunde wieder mit.

00:33:09: also wir merken auch wieder dass mehr Kunden ins Autohaus kommen.

00:33:16: sechs, sieben, acht Jahren ganz anders.

00:33:18: Da ging das wirklich bergab.

00:33:20: Wir haben am Wochenende in die Schrohräume auf und haben stark überlegt ob es noch lohnt weil nur nach drei vier PEOPLE am Wochenend da reinkam.

00:33:28: Und jetzt sind es wieder dreißig, vierzig, fünfzig, sechzig.

00:33:31: Die reinkommen und sich wieder fürs Auto interessieren also das Auto im Autohaus.

00:33:37: Der Autokauf ist anders, auch der ist digital geworden.

00:33:39: Man konfiguriert natürlich Sonntag-Nachmittag sein Auto vor und man kommt jetzt nicht mehr mit nuller Ahnung ins Autohaus.

00:33:46: Das Auto verkaufen ist definitiv leichter geworden weil der Kunde ja schon weiß was er eigentlich möchte.

00:33:52: Er braucht noch eine Beratung für die Finanzierung.

00:33:55: vielleicht haben wir die Möglichkeit nebenan eine Versicherung zu verkaufen und dann müssen wir sehen dass wir ihm das Auto passen Und sie

00:34:02: helfen in die Förderungsanträge Die ja auch nicht einfacher werden auszufüllen.

00:34:09: Der Kofferschmied ist Autohaus, der Auto handelt... Also es gab so viele Visionen dazu wie stark das digitalisiert auch wirklich im Sinne von Es gibt das physische Autohauss gar nicht mehr sondern es läuft über diese kleinen schicken Shops.

00:34:25: also

00:34:26: Das waren ja nicht Visionen von mir oder von Journalisten und Kollegen Sondern haben die Hersteller ja so gezeichnet.

00:34:33: Das kommt gar nicht so oder?

00:34:34: Wie sehen Sie's?

00:34:35: Also ich glaube schon, dass wir eine Vielfalt an verschiedenen Formaten weiterhin sehen werden.

00:34:41: Die Frage

00:34:42: ist

00:34:43: welches Format sich wie stark etablieren wird oder eben halten wird?

00:34:49: Wir sehen und das sieht man ja auch an den Zahlen die Sie gerade geschildert haben was so die Entwicklung der Besucher angeht, schon auch gerade in Deutschland wieder ein Trend der jetzt auch schon eine Weile anhält, dass sie da mehr Privatkäufer haben.

00:35:05: Das macht etwas mit dem Autohaus natürlich auch.

00:35:07: Ein Privatkäufer braucht mehr Beratung im Zweifel, als das jetzt ein Flottenkäufe bräuchte.

00:35:14: D.h.,

00:35:15: da ist dieser persönliche Kontakt noch mal wichtiger.

00:35:18: Ich glaube, dass auch je nach Ort, ob wir uns jetzt in einem Dorf befinden oder in einer Großstadt es durchaus noch weiter auch unterschiedliche Formate geben wird und dass es auch unterschiedlich Formen geben wird Fahrzeuge zu kaufen.

00:35:36: Ich bin selber nicht überzeugt davon, das ist eine große Anzahl Leute geben wird die ihre Fahrzeugereien online erkaufen.

00:35:44: ich glaube dafür ist für mich auf jeden Fall vielleicht für viele andere Menschen gerade in Deutschland auch zu viel Emotionen damit verbunden und es ist halt ne ganz wesentliche Investitionsentscheidungen neben der Immobilie wahrscheinlich die größte die Menschen in ihrem Leben so treffen.

00:35:59: Der Store-Verkauf, das war ja ein Wunsch der Hersteller und woher kam er?

00:36:07: Er kam von Tesla weil Tesla natürlich nur über Stores verkauft hat und mit mehr oder weniger Erfolg sei mal dahingestellt.

00:36:14: aber zumindest hatten sie keine Autohäuser.

00:36:16: Sie haben direkt verkauft und davon träumt jeder Hersteler dass er den Handel dazwischen endlich mal ausschalten kann.

00:36:23: Das hat sich aber ja nicht bewahrheitet.

00:36:25: Warum ging das bei Tesla?

00:36:27: Weil Tesla das einzige Elektroauto war, was es gab.

00:36:29: Wenn ich ein Elektroautor haben wollte, musste ich einen Tesla kaufen und darum bin ich in den Store gegangen und hab's da gekauft weil es das nirgendwo anders gab.

00:36:37: Und heute haben das ja viele versucht.

00:36:41: Also viele Hersteller haben das versucht über Innenstadtstores NIO zum Beispiel als Sanose-Archinesie.

00:36:46: Er lehrt sofort an NIO und hat gesagt na wir machen das null übers Stores wer sind sie?

00:36:51: weil da keiner reingeht und so ein Auto kauft.

00:36:53: Ja, das gehen vielleicht mal Leute darauf rein aber die sind eher neugierig jetzt dass sie kaufen.

00:36:58: Jetzt haben wir ja was bisschen fies ist da groß hingeschriebenes Software statt Schraubenschlüssel.

00:37:04: Das Fragezeichen ist verschüttet gegangen Aber so ein bisschen müssen wir natürlich das noch auflösen.

00:37:13: Also wenn Sie das jetzt mal gewichten Herr Weller nochmal aus Sicht des Unternehmers im Handel Wo liegen Sie persönlich mehr Wert drauf, wenn sie jetzt über Unternehmensentwicklung sprechen auf die Software oder den Schraubenschlüsse?

00:37:28: Ja es ist die Software.

00:37:29: Also natürlich ist das der Schraubschlüssel hat ausgedient.

00:37:34: Wenn wir hier und da noch behauchen, aber wirklich... Da müssen wir jetzt nichts Neues anschaffen.

00:37:39: Aber in der Software muss auch ganz viel passieren und die Software wird demnächst das Auto bestimmen.

00:37:45: Das Auto macht.

00:37:46: alles was das Auto macht, macht es über die Software und es wird abgedatet im Moment noch bei uns.

00:37:52: Wir hoffen dass es so bleibt und nicht oberseher kommt, aber auch da werden die Hersteller natürlich daran feilen, dass sie das auch noch zu sich ins Haus holen.

00:38:00: also Der Feind unter uns ist der Hersteller, obwohl auch gleichzeitig unser Nieferant ist.

00:38:07: Ja, guck mal Schmied!

00:38:08: Kein Liederströmung einerseits.

00:38:10: Das hätte ich jetzt bei Ihnen von dem Softwarehaus nicht erwartet.

00:38:13: aber liegen die Hirsche vielleicht manchmal ein bisschen zu viel Wert auf die Software und vernachlässigen den guten alten Schraubenschrauben.

00:38:22: Auf

00:38:22: gar keinen Fall.

00:38:24: Ist eher das Gegenteil, ist der Fall.

00:38:26: Also tatsächlich ich bin sehr froh dass sich ein Umdenken in der Industrie wahrnehme jetzt halt ein paar Jahren holprig im Anlauf mit ein paar Schwierigkeiten entlang des Weges.

00:38:38: aber die Bedeutung von Software stellt heute keiner in Industrie mehr an Frage und es ist auch völlig klar wo die Zukunft da liegt.

00:38:46: wir haben schon darüber gesprochen die Fahrzeuge sind alle sehr viel verlässlicher geworden zumindest mal was die Mechanik angeht.

00:38:51: eine Elektronik muss man Stelle vielleicht auch noch ein bisschen arbeiten.

00:38:55: Aber das würde zu führen, dass zukünftig Fahrzeuge gar nicht mehr nach wirklich Modell-Lebenszyklen arbeiten werden sondern wir werden uns eher mit Softwarezyklen beschäftigen müssen und der Frage wie kann ich ein Fahrzeug aktuell halten über einen viel längeren Zeitraum?

00:39:10: Das sind jetzt nicht unbedingt gute Neuigkeiten natürlich für den Neuwagen, Vertrieb...

00:39:15: Nicht alles schön was

00:39:17: aber Aber das wird, denke ich so kommen.

00:39:20: Wir werden sehr viel mehr natürlich auch Funktionen und Demand sehen also die Möglichkeit im Fahrzeug über Software Funktion freizuschalten.

00:39:28: Auch dass wir zukünftig stärker kommen Und da wird software weiter eine überragende Rolle spielen und immer wichtiger werden.

00:39:37: Trotzdem wird es noch drauf angekommen Herr Willer wie's Auto fährt oder?

00:39:41: Ja natürlich Wobei das ja auch wieder sagt er wieder.

00:39:43: Das ist die Frage der Software.

00:39:45: Ja meine Damen meine Herren Vielen, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

00:39:50: Ihnen lieber Herr Kofferschmied, lieber Herr Weller, vielen, vielen dank für die spannenden Beiträge zur Diskussion!

00:39:58: Ja... Ihnen auch zu Hause, wenn Sie das zuhause hören oder im Auto diesen Podcast?

00:40:05: Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

00:40:07: Einen großen Dank möchte ich noch loswerden an die Organisatoren hier einfachan Frau Berghoff und die Techniker, die uns begleiten.

00:40:16: Paltzi Wofür nicht was sicher ausgehe.

00:40:19: Die Automobilbranche weiter intensiv verfolgen, schauen Sie doch ab und zu mal die FAZ.

00:40:24: dazu können sie eine Zeitung kaufen abonnieren oder auf FAZ.net einfach bei uns vorbeischauen.

00:40:32: Herzlichen Dank mit schönen Abend.

00:40:33: noch bleiben Sie neugierig.

Über diesen Podcast

Im Podcast sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Jeden Freitag eine neue Folge.

Mehr erfahren: https://fazdigitec.de

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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