F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

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00:00:03: Streichs in der Halbleiterindustrie, das ist etwas Neues.

00:00:07: Wenn man normalerweise an Gewerkschaften denkt und die Metall- und Elektroindustrie dann denkt man an vielleicht Stahlwerke, Fließbänder, Werkshallen traditionelle Industrie.

00:00:19: doch die Arbeitswelt wandelt sich und mit ihr auch der Arbeitskampf.

00:00:24: darüber wollen wir heute reden.

00:00:26: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des FAZ Digitalwirtschaft Podcasts, liebe Hörerinnen und Hörern in der wir heute einen Ausflug machen mit unserer Kollegin Barbara Schäder aus der Wirtschaftsredaktion der Rhein-Main-Redaktionen.

00:00:42: Hallo, liebe Barbara!

00:00:44: Hallo?

00:00:45: Ein Ausflughin das beschauliche Rossdorf, dass im weiteren Sinne in der Nähe von Darmstadt liegt.

00:00:52: da gibt es eine Fabrik, eine Firma Zeiss SMT Betreibt da die Herstellung eines besonderen Produkts, über das wir hier reden wollen.

00:01:06: Und da sind sehr gut ausgebildete Mitarbeiter tätig und dieses Produkt ist im weiteren Sinne dann auch wieder für die KI Revolution wichtig.

00:01:19: Man ist ein Partner von diesem niederländischen Konzern ASML.

00:01:26: Es boomt und brummt.

00:01:27: Und es sind mehr Mitarbeiter als je zuvor, man könnte auch vorstellen da wird ganz gutes Geld verdient... ...und irgendwie stimmt das auch.

00:01:34: und dann doch wieder nicht denn ja, da werden rote Fahnen, da wird Wahn gestreikt und Barbara war da!

00:01:41: Und du bist auch da lieber Alex Alexander Armbruster aus unserer Wirtschaftsredaktion.

00:01:47: mein Name ist Carsten Knob einer der Herausgeber der FAZ.

00:01:51: uns kennen sie ja auch schon.

00:01:53: Und genau, Barbara nimmt uns heute mal mit auf die Reise.

00:01:58: Jetzt erarbeiten wir uns das alles noch mal Schritt für Schritt.

00:02:01: was ich da gerade gesagt habe diesen eigentümlichen Vorgang, Barbara du warst, das hab' ich schon erzählt in Rostow an Ort und Stelle.

00:02:14: Wir fangen mal Schritt-für-Schritt an.

00:02:16: Rostoff ist ganz genau, wo?

00:02:18: Das ist ein Stück südlich noch von Darmstadt.

00:02:21: Also mein Pferd von Darnstadt dann noch ein ganzes Stück Landstraße durch die Pampa.

00:02:26: Es ist ein kleiner Ort wie es in Hessen viele gibt.

00:02:29: Schönes Fachwerk in der Mitte und ich glaube Demonstrationen finden dort selten statt.

00:02:35: als also diese Hundertfünfzig Leute da durch die Straßen gingen kamen ganz viele Bewohner an die Fenster und guckten erstaunt wer denn damit der Trilapfeife unterwegs ist.

00:02:45: Du sagst es im Vorgespräch, dann bist du noch das Stichwort Odenwald.

00:02:48: Also wer da eine Assoziation hat, ist das zu verorten...

00:02:52: Zwischen der Armstadt und dem Odenwald?

00:02:53: Zwischende

00:02:53: Armstadt unter dem Otenwald.

00:02:55: Und das Unternehmen für dass diese Leute da arbeiten, d.h.

00:02:59: CIS SMT, eine hoch profitable Sparte dieses Optikkonzerns, der wie auch gesagt an dieser Stelle sehr stark vom aktuellen KI-Boom profitiert was produzieren die da genau?

00:03:14: Das ist tatsächlich ein Rostoffen-Entwicklungsstandort, die machen Technologie mit der sogenannte Photomasken repariert werden.

00:03:23: Photomasken sind sozusagen eine Vorlage, mit der auf das Material für die Chips ... Das Muster der Schaltkreise projiziert wird, die da drauf aufgebracht werden.

00:03:34: Dafür sind sie da und offenbar wenn so ne Photomuske defekt ist dann führt er sofort zur Ausschuss und zu erheblichen Wertverlust.

00:03:43: Und genau mit dieser Reparatur Technologie für die von Zeiss SMT in Rostoffen Gerät schon zur Jahrtausend werden entwickelt wurde und jetzt haben sie natürlich verschiedene neue, entwickeln da immer wieder neue Technologien kann das verhindert werden dass dieser Ausschuss zustande kommt.

00:04:01: Na damit kann man viel Geld sparen.

00:04:03: dann natürlich und okay.

00:04:05: also keine Fabrik im engeren Sinne aber ein großer Entwicklungsstandort, zweihundertsebzig Beschäftigte

00:04:11: Genau, so sagte mir der Betriebsrat.

00:04:14: Darin war ich nicht.

00:04:15: Wir waren ja bei der Protestgeentgebung vor dem Unternehmen.

00:04:19: Das kennt man von diesen Streiks auch aus unserer gemeinsamen Heimat Ruhrgebiet aber da standen die in der Tat vor Stahlwerken.

00:04:29: international war das damals allerdings auch schon.

00:04:32: Die Mitarbeiter kommen auch hier aus aller Herren Länder

00:04:36: Richtig, genau.

00:04:37: Man hörte aber sehr viel Englisch und Spanisch was man jetzt klassisch im Ruhrgebiet wäre es eher wahrscheinlich meistens Türkisch gewesen.

00:04:45: Italienisch viele auch damals.

00:04:46: Die sind eben keine Gastarbeiter haben wir ja nicht mehr.

00:04:51: aber auch keine Gastarbeiter Kinder sondern offenbar Leute die zum Studieren hier gekommen sind ganz überwiegend denn mein Fotograf sagte lustigerweise direkt zu mir, nachdem er da ein paar Bilder gemacht hatte.

00:05:04: Die sehen ja alle aus wie Studenten und tatsächlich kommen sehr viele recht frisch von der Uni.

00:05:10: Und warum sind die auf die Straße gegangen?

00:05:13: Weil der Standort in Rostdorf bislang kein Tarifvertrag hat im Gegensatz zu den allermeisten anderen Standorten von Zeiss und so'n bisschen ... Der Auslöser war wohl dass man in Jena, wo die Halbleiter-Sparte eben einen großen Standout hat vor zwei Jahren sogar die thirty fünf Stunden Woche erkämpft.

00:05:36: Hat etwas früher als sonst in den ostdeutschen Metall betrieben und das war für die Leute in Rostoff war so ein bisschen die Frage wenn die warum wir dann nicht

00:05:46: verdienen die schlecht in rossdorf

00:05:49: Die verdienen sehr unterschiedlich, weil es eben misslang auf individuellen Vereinbarungen meist beruht.

00:05:54: Selbstige Metall sagt wir sind gerade dabei die Tätigkeitsbeschreibung so zu vergleichen mit dem was dann die Tarifgruppe wäre.

00:06:03: Es gibt welche die verdienen durchaus über Tarif aber es gibt eine ganze Reihe die verdient deutlich schlechter und im Vergleich zu den Leuten in Jena soll das schon auch mal zwanzigtausend Euro im Jahr sein bei gleicher Tätigkeit.

00:06:18: Also es geht Ihnen jetzt um weniger Arbeit oder um mehr Geld?

00:06:23: Um beides.

00:06:24: Aber ich glaube, dass es letztlich vor allem um diese End-Gate Frage steht.

00:06:30: natürlich gehört aber zum Metalltarifen mal die thirty fünf Stunden Woche dazu Und es ist durchaus möglich, davon abzuweichen nach oben.

00:06:40: Also bislang gilt dort in Rostow auf thirty-kommer fünf Stunden.

00:06:44: Es wäre durchaus möglich dass auch zumindest ein Teil der Belegschaft die weiter arbeitet aber die müssten dann natürlich noch mehr als sozusagen das Vollzeitgehalt bekommen.

00:06:55: Das ist ja schon eine spannende Geschichte Alex was da gerade passiert.

00:06:58: Wir reden hier seit Jahren über den Boom bei künstlicher Intelligenz.

00:07:05: Ich finde auch, wir haben das hier in dem Podcast auch sehr früh für uns als Thema entdeckt.

00:07:10: Insofern konnte man das hier ja auch früher als Anlage-Thema für sich entdecken wenn man wollte.

00:07:16: aber also an der Börse wird damit extrem gut verdient.

00:07:20: es werden Aber Milliarden investiert in diese Branche und dann gibt's da ja auch so Rockstars der KI Szene die wahrscheinlich mit Millionen überschüttet werden.

00:07:35: und jetzt reden wir hier über etwas.

00:07:37: Und deswegen haben wir uns das Thema ja auch rausgegriffen, wo dieser Boom dann bei ganz normalen Angestellten plötzlich mal ankommt?

00:07:45: Was würdest du sagen ist also inwiefern ist das, worüber wir gerade reden für dich eine Überraschung?

00:07:52: Also es ist auf der Ebene ne Überraszung dass das überhaupt notwendig ist, dass man als Arbeitnehmer in so einen Arbeitskampf gehen muss Im Sinne von, das Unternehmen hat doch sowieso keine Wahl.

00:08:06: Hochprofitable Sparte können froh sein, dass sie die Leute haben.

00:08:10: Die Kunden sind da und die Preise werden bezahlt.

00:08:15: oder würdest du sagen es ist eigentlich ganz anders?

00:08:19: Diese Mitarbeiter können frohe sein, das wenigstens an der Stelle sie einen Arbeitsplatz haben, der vom KI-Boom generiert wird.

00:08:28: davon gibt's in Deutschland ohnehin gar nicht so viele Und dann sollen Sie mal zusehen, dass das auch künftig wird.

00:08:34: Bewerbsfähig bleibt

00:08:36: also tatsächlich.

00:08:37: erstes ich habe als ich den Artikel gelesen habe davor wusste ich das nicht auch gedacht.

00:08:45: erstmal hoch weil wie du sagst ich damit gerechnet hätte dass kein einziger Mitarbeiter dort nach Tarif bezahlt werden möchte, weil sie eben alle so deutlich darüber liegen schon jetzt und weil es ja eigentlich gute Aussichten haben.

00:09:02: Und weil dieses Segment ja auch eins ist was das das jetzt als ML schon erwähnt wird und was dranhängt.

00:09:09: Das gibt's auf der Welt nicht ganz oft da hat wirklich das ist sozusagen mit fast der einzige Bereich in diesem industriell kommerziellen KI Kontext, in dem Europa wirklich Weltspitze ist und indem wir wirklich die sozusagen mit die besten sind.

00:09:23: Und die sind eben ein Zulieferer dafür.

00:09:25: Die machen aber was, was wiederum auch nicht viele andere können.

00:09:28: Deswegen ist der Verdienst dort gut.

00:09:31: Dann wäre meine Annahme gewesen, dass sie Leute ohnehin dort sehr gut verdienen.

00:09:36: Ich hätte aber auch dazu mir schon gedacht in der Branche weil eben die Sachen so gefragt sind, dass man sich da auf Arbeitszeitmodelle verständigt, die halt vielleicht nicht fünfund dreißig Stunden in der Woche sind, die aber auch nicht natürlich fünfzig Stunden das ganze Jahr über sind.

00:09:51: Aber die halt schon sehr flexibel sind weil da halt auch in den Chips nachfragen bestimmte Zyklen sind.

00:09:56: und ich hätte mir so vorgestellt dass da eben manchmal halt richtig salopp gesagt dran geklotzt werden muss eine Zeit dann gibt es auch mal wieder ne Weile wo ... bisschen ruhiger ist.

00:10:06: Man darf ja dann aber auch richtig Kohle auf den Tisch gelegt

00:10:08: bekommen.

00:10:08: Genau, und im Schnitt ist es dann schon irgendwie... Ist das okay?

00:10:12: Aber dass man damit da nicht hinkommt... Also es hat mich tatsächlich überrascht, dass es so ist.

00:10:16: was ich nicht weiß ist wie fern weil KI ist auch nicht immer gleich KI Wie einfach die Leute.

00:10:24: also wenn man jetzt sozusagen schaut wie gut ist die individuelle Verhandlungsbasis wie einfach sind sie zu ersetzen Wenn die jetzt bei des erstes etwas mehr auch einfallen würde Ich jetzt sehe, da gibt es erstens.

00:10:34: Ich glaube das ich sowieso mehr Geld verdienen müsste und zweitens dass sich sehr der verdienen Leute wenn es so ist die genau dasselbe machen wie ich und geografisch jetzt auch nicht auf der anderen Seite der Erdhalbkugel sondern in einer anderen deutschen Stadt in jener verdient eine Person für dasselber zwanzig tausend mehr.

00:10:52: dann isst die Frage ob ich denn nicht sagen kann okay dann entweder ich gehe auch nach Jena oder ich geh woanders hin also wie gut ist die?

00:10:59: Oder kann dann der Arbeitgeber in dem Fall sagen Okay, wenn du gehst dann.

00:11:04: Ich finde genug wie dich.

00:11:05: Dann gehste

00:11:06: halt.".

00:11:08: Und das ist genau jetzt schon wieder die Frage an Barbara?

00:11:10: Wie verhält sich denn das Unternehmen?

00:11:12: Das Unternehmen möchte sich zu den Tarifverhandlungen eigentlich nicht äußern.

00:11:16: Die sagen es wird ein Tarifvertrag geben.

00:11:19: Zu der Frage, wie es sich nun mit dieser Wochenarbeitszeit und möglichen Ausnahmen usw.

00:11:26: wollten die überhaupt nicht sagen, auch nicht zu der Frage.

00:11:30: Zu der Ungleichbehandlung mit anderen Standorten, die sagen halt nur naja wir sind ja dran und jetzt lassen sie uns machen und wir verhandeln das so.

00:11:37: Man muss zu der Wochenarbeitszeit natürlich auch noch mal sagen um die arbeitenden Leidzeit.

00:11:42: also es ist nicht so dass die dann immer nur sieben Stunden, fünf Tage die Woche da wären.

00:11:49: Sondern da ist durchaus Luft drin wie auch generell bei der thirty-fünf Stundenwoche.

00:11:54: das klingt immer so ganz so starr ist es ja gar nicht Auch in einem klassischen Metallbetrieb.

00:12:00: jemand der fünf neunzig Stunden woch hat kann im Prinzip längere Schichten haben hat dann halt ein paar mehr freie tage und In der Tat lässt er Flächentarifvertrag sogar zu dass man bis zu vierzehn Stunden arbeitet selbst wenn in diesem thirty-fünf Stunden Tarif ist, aber man kriegt dann natürlich entsprechend mehr Geld.

00:12:19: Also es würde für das Unternehmen sicherlich teurer.

00:12:22: Und das gibt's bisher... eigentlich warum gibt's da noch keinen Tarifvertrag?

00:12:27: Das hängt mit der jungen Geschichte dieses Standorts zusammen.

00:12:31: Die gehen zurück auf eine Ausgründung der Telekom, da haben ein paar ehemalige Telekom-Mitarbeiter Ende neunneinzig, weil ihr Forschungsbereich eingestellt wurde von der Telekommen gesagt.

00:12:45: Da machen wir jetzt alleine weiter und hatten genau die Idee für dieses... Fotomasken-Reparaturgerät und waren damit relativ schnell erfolgreich, hatten wohl als rühmkunden Intel unter anderem.

00:12:59: Haben dann für die Hardware sich so ein bisschen mit Zeiss zusammengetan und die haben die dann in zwei Tausend fünf übernommen und aber nie einen Tarifvertrag eingeführt werden.

00:13:08: Weil das damals auch noch ... Einfach ein ganz kleiner,

00:13:11: Hemsämle Gestalt ab Mentalitäten und Tarifvertrag.

00:13:16: Du schreibst das ja auch.

00:13:17: also der aktuelle Betriebsratsvorsitzende ist zwei Tausend Eins dazu gekommen und er sagt selber da seien sie so vierzehn fünfzehn Leute gewesen.

00:13:25: Und jetzt ist es auf die eben schon erwähnte Dimensionen von rund zweihundertsebzig Beschäftigten angewachsen vergleicht also in zwanzig Jahren.

00:13:34: aber immerhin muss man erst mal schaffen ja andere schrumpfen in der zeit ganz anders und dann eben mit so einer modernen technologie klar da verändert sich verändern sich dann natürlich auch wünsche und ansprüche.

00:13:46: jetzt ist es aber trotzdem.

00:13:48: wenn man das liest fragt man sich doch warum lässt es heißt denn überhaupt soweit kommen?

00:13:54: der standort funktioniert.

00:13:57: Man hat im vergangenen Jahr richtig viel Geld investiert.

00:14:00: Der Ministerpräsident war da, hat Hessen als Standort und das Unternehmen für seine Investitionen gelobt und so.

00:14:12: Und jetzt ist halt nicht herein da der hessische Ministerpräsident, sondern jetzt kommen andere Politiker und nutzen das auf ihrer Art und Weise.

00:14:23: Kannst du ja auch mal kurz berichten wer da zum Beispiel auch aufgetreten?

00:14:27: Und das nimmt das Unternehmen jetzt umgekehrt.

00:14:30: In Korf ist es nicht unklug!

00:14:33: Mich wundert das auch ein bisschen.

00:14:34: Zumal wenn man es an anderen Standorten hat, finde ich ist es in der Tat schwer zu argumentieren warum das da nicht gehen sollte.

00:14:41: Ich habe schon den Eindruck dass es mit der Großwetterlage also der allgemeinen Diskussion um die stundfünfein- dreißig Stundenwoche möglicherweise zu tun hat.

00:14:50: können

00:14:50: wir auch gleich nochmal drauf eingehen

00:14:52: weil ja nun selbst in ganz klassischen Metallbetrieben die die schon lange haben Es jetzt Forderung der Arbeitgeber gibt es doch bitte schön wieder zu ändern.

00:15:02: Ich kann mir schon vorstellen, dass das einfach gerade sehr aufgeladen ist.

00:15:06: Der Arbeitgeberverband ist ja auch mit dabei bei diesen Verhandlungen.

00:15:10: Der Politiker-Weilungsansprache, das war einfach der SPD Landtagsabgeordnete von dort vor Ort.

00:15:16: Der eben auch sagt hier haben wir doch mal Spitzentechnologie und dann soll man die Leute auch entsprechend

00:15:23: bezahlen.".

00:15:24: Genau!

00:15:24: Das Zitat ist erhielt es für gerecht dass diese Gewinne der Unternehmen am Ende auch in den Löhnen und Gehältern und in den Arbeitsbedingungen bei den Beschäftigten ankommen?

00:15:34: ja würde man zu neigen, dass das schon was dran ist.

00:15:40: Aber du hast es auch gesagt, spiegelbildlich steht diese von dir erwähnte Debatte darüber ob Deutschland überhaupt genug arbeitet und du zitierst in dem Bericht auch Mercedes-Chef Olaf Kelenius oder auch den Stil Das sind die mit den Motorsägen.

00:15:58: Aufsichtsratschef Nikolas Stiel Die jüngste öffentlich gesagt haben kann sich die thirty-fünf Stunden Woche gar nicht mehr leisten, Punkt.

00:16:10: So und ihr vielleicht dich dann natürlich auch irgendwo die Erklärung dafür dass es ein bisschen hakt.

00:16:18: Alex was würdest du eigentlich sagen können wir Deutschen uns die thirty fünf Stunden Woche noch leisten so wie wir jetzt gerade aufgestellt sind?

00:16:26: Wie soll ich sagen manche schon.

00:16:29: Manche nicht.

00:16:30: in der Tendenz glaube

00:16:33: Soll nicht

00:16:33: populistisch oder so klingen, aber ich glaube das wir damit man nicht so das Land mehr arbeiten müssen.

00:16:39: Weil einfach die Wirtschaft nicht so rundläuft wie sie es müsste weil wir zu viele Sachen haben für die wir viel Geld brauchen.

00:16:48: jetzt gerade Verteidigung ist eins Klimaanpassung und Prävention ist das zweite Künstliche Intelligenz ist das dritte.

00:16:58: Und Infrastruktur immer noch.

00:16:59: möglicherweise braucht man mehr Geld für die Bildung?

00:17:02: Ja, es ist so eine Phase wie wir brauchen sehr platzgesagt und vollständig.

00:17:13: wir brauchen mehr BIP und damit auch mehr Steuereinnahmen usw.

00:17:19: Damit man diese Sachen eben machen kann.

00:17:24: Ich glaube, man muss eher jetzt... Schauen, dass man ein bisschen mehr flexibilisiert.

00:17:30: Weil einfach die Zeit ist jetzt so, es liegt ... Ich meine gibt's ja dann, wenn man jetzt eins zurück, ich meine mal kann auch mal ... Wenn man zehn, fünfzehn Jahre zurückguckt hat Deutschland Haushaltsüberschüsse erzielt weil einfach auch die ganze Welt Großwetterlage eine andere war.

00:17:46: wir haben vielmehr nach China verkauft zum Beispiel Wir haben auch von Dieter Grenzinsen hier was davon gehabt.

00:17:53: Dann wurde auch, dann hat der Staat seine Ausgaben ausgeweitet und dann auch mehr verteilt.

00:17:58: Und jetzt ist das halt gerade nicht.

00:18:00: Jetzt gibt es weniger als das Knapper.

00:18:02: man muss zugleich mehr machen und deswegen muss auch sehr platt gesagt irgendwo muss es herkommen und da muss mehr da sein.

00:18:08: aber das heißt nicht dass jeder darauf verzichten muss aber in der Tendenz müssen wir mehr arbeiten.

00:18:16: Zum Verständnis dessen, worüber wir hier heute im Podcast reden.

00:18:20: Eventuell in meiner Unschärfe und der Anmoderation dass ich davon gesprochen habe das ist dort sich um eine Fabrikhandel die tatsächlich ein großes Entwicklungszentrum ist.

00:18:32: also was ich damit sagen will Es ist dann so, dass die IG Metall sich darauf einstellen muss das in den Fabriken von Volkswagen halt einfach weniger Leute arbeiten.

00:18:42: Die dafür aber vielleicht auch länger arbeiten damit diese Elektro Autos, die dort in Wolfsburg oder wo auch immer in Deutschland produziert werden wieder zu konkurrenzfähigeren Preisen hergestellt werden können die Autos aus China nicht immer weiter steigende Marktanteile haben, aber eben gerade Menschen in Entwicklungszentren, die möglicherweise auch von der EGMetal vertreten werden und an der Zukunft forschen und entwickeln.

00:19:10: Die uns dann halt die Arbeitsplätze der Zukunft sichert.

00:19:13: vielleicht auch in Verbricken dass sie halt einfach einen anderen Verhandlungsspielraum haben den Sie hier dann nutzen das wenn man so will sich das hier im Gespräch raus schält dass an der Stelle Flexibilität konkret werden muss?

00:19:31: Ja, mit Sicherheit ist das eine Ausprägung davon.

00:19:34: Ich meine es ist genau ein sehr gutes Beispiel dafür, dass die Leute bei VW in einer momentan schlechteren Position sind.

00:19:41: und ohne dass ich die jetzt persönlich kenne, die

00:19:44: dort immer demonstriert

00:19:45: haben.

00:19:45: Auch bei Zeiss oder die EGM Metall hat sie wahrscheinlich zu Recht glaubt, dass sie dort in einer guten Position ist weil da eben was da ist Da ist, da kann man dann eben auch vielleicht in diesen Konflikt gehen.

00:19:59: So eine Gewerkschaft überlegt sich ja auch wo sie ganz gute Chancen, wo sie eher schlechte Chancene hat weil die natürlich auch im Sinne von machen das ja nicht überall und gleichzeitig sondern wenn die Situation eher ist es Unternehmen steht kurz vor großen Entlassungen dann geht eine Gewerkschaft nicht für zwanzigtausend Euro mehr Gehalt auf die Straße, sondern geht es um Stellensicherung.

00:20:23: Aber hier ist ja offenbar erkannt worden dass sich auch sozusagen innerhalb eines Unternehmens so eine Diskrepanz gibt und da ist dann was da und dann kann man versuchen da etwas.

00:20:33: also das ist vielleicht ein bisschen ein normaler Prozess.

00:20:37: was ich mich noch fragte um so einen Gefühl zu kriegen.

00:20:39: Ich weiß nicht ob wir das gesagt haben?

00:20:41: Die Leute was was auch anonymisiert was verdienen sie eigentlich so?

00:20:46: Also, wenn man da jetzt arbeitet ... Dazu haben Sie nichts

00:20:48: gesagt.

00:20:49: Weil es tatsächlich zu weit auseinandergeht, glaube ich.

00:20:52: Eine promovierte Chemikerin, die aber nicht namentlich genannt werden möchte?

00:20:56: Die zitierst du da auch?

00:20:57: Hat die mal verraten was sie so ungefähr kriegt?

00:20:59: Nein,

00:21:00: nein das hat sie nicht verratet.

00:21:02: Genau also steht fest sind Physiker, Chemiker viele mit Promission offenbar, also auch dieser Betriebsratsvorsitzende hat eine.

00:21:12: Und tendenziell spielt natürlich auch ne Rolle.

00:21:15: es gibt da langgediente Mitarbeiter die oft dann schon sich mehr ausgehandelt haben.

00:21:21: als dass man gewisse Kluft zu den Einsteigern hat ist ja normal.

00:21:25: aber nicht normal ist eben der Abstand zu Kollegen mit gleichen Tätigkeiten.

00:21:31: gleiche Eingruppierung enthabe

00:21:34: ich.

00:21:34: Ja, und da würde mich auch tatsächlich noch... Ich lasse mir was dir das sagen weil die Frage ist ja wo was sozusagen der Ausgangspunkt ist sind da die Mitarbeiter zur Gewerkschaft gelaufen haben gesagt hier wir haben gehört in jener ist es so oder isst Die Gewerksamkeit zu den Mitarbeitern gegangen habe und die vielleicht gar nicht was ich nicht weiß sie vielleicht gar nichts sich beschwert haben und hat aber gesagt guck mal Darüber mehr.

00:21:58: Wir können für euch gerne wenn ihr wollt Da müsste aber mit uns ja auf die Straße gehen.

00:22:03: Weißt du, wer da hat?

00:22:05: Nee das kam von den Mitarbeitern, die hatten nämlich auch ganz lange kaum gewerkschaftliche Organisationen.

00:22:12: Die ist jetzt im Zuge dieser Bewegung für den Tarif tatsächlich auch über fünfzig Prozent gestiegen der Organisationsgrad.

00:22:21: Weil die Gewerkschaft kann ihr Glück kaum fassen.

00:22:23: Ja,

00:22:24: die freuen sich natürlich.

00:22:25: Die haben in der Tat glaube ich in diesem Fall ganz gute Argumente auf ihrer Seite.

00:22:30: und ja, Zulauf ist natürlich für die Gewerkschaften, die allein schon durch den demografischen Wandel da einfach im Moment an Schuhenmitgliederschwund leiden sowieso eine feine Sache.

00:22:40: Der knallharte Marktwirtschaft, da wird hier an dieser Stelle jetzt spätestens mal die Frage stellen warum gehen die nicht einfach woanders hin?

00:22:47: Also haben sie da keine Sorge Der Arbeitgeber zum Beispiel in Jena oder wo auch immer, dass die Mitarbeiter vor allen Dingen diese hochqualifizierten einfach ihre Sachen packen und gehen.

00:23:01: Also einige denken da schon laut drüber nach?

00:23:06: Ich habe aber auch schon den Eindruck, dass viele von denen an sich gerne da arbeiten.

00:23:10: Also man hat ja jetzt nicht das Gefühl, dass denen nichts an diesem Unternehmen und nichts an ihrer Arbeit liegt gar nicht.

00:23:18: also die sagen natürlich selber Das ist hochinteressante Arbeit, die wir hier machen Und ich kann mir schon vorstellen Dass sie von daher Eigentlich nicht so wild darauf sind zu wechseln.

00:23:31: Es kann auch, das kann mir jetzt noch eine Frage aufhören wenn man sich fragt wie stark ist die Fahnenlos-Position?

00:23:38: Was gibt es denn da sonst noch drum herum?

00:23:40: weil natürlich...

00:23:42: Das fängt gerade so ein bisschen offen.

00:23:44: Genau, weil Wechsel gibt's schon aber es kann natürlich kein sein wenn das gerade so bisschen draußen ist dass dann eben Weil nach jeder musst du von dort, also wenn du da jetzt auch sozial verwurzelt bist.

00:23:54: Nach jeder musste auch erst mal wollen.

00:23:56: Dann bist du zumindest nichts wo du dann morgens hin pendelst und wieder zurück sondern dann bist du schon... Und in unmittelbarer Umgebung gibt es aber wahrscheinlich für die vielleicht nicht so viele Alternativen in dem Bereich.

00:24:07: oder ist das?

00:24:08: Das ist wahrscheinlich so wie wenn sie jetzt genau für diese Branche arbeiten wollen, das stimmt Aber die sind natürlich in sofern wahrscheinlich da.

00:24:19: Die sind sicher nicht in Rostov verbotselt, aber viele von denen haben wie gesagt in Darbstadt studiert zum Teil auch in Karlsruhe und so gesehen gibt es sicher eine gewisse Anbindung an die Regionen selbst unter den, die aus dem Ausland hergekommen sind, aber dann eben doch schon ein paar Jahre ... hier in der Gegend studiert haben.

00:24:38: Und

00:24:38: wenn man dann jetzt natürlich diese Rhein-Main-Neckar-Region sich anschaut, dann ist die Extremwirtschaft stark?

00:24:46: Wenn man eine gewisse Flexibilität hat was den Radius angeht gibt es da viele Möglichkeiten in dieser Region.

00:24:57: Das muss man schon auch sagen.

00:24:58: Viele Unternehmen die man gar nicht zwangsläufig kennen muss aber trotzdem sehr groß sind

00:25:05: Ja, vorhin auch wenn das Chemiker und Physiker sind.

00:25:07: Und so dann in dem bisschen der Breite aufgestellt hat.

00:25:11: Ist es vielleicht auch deshalb ein bisschen zäh?

00:25:13: Wir haben das sehr am Rande schon erwähnt weil's also Zeiss SMT da jetzt zwar sehr gut geht.

00:25:20: Zeiß selber aber ja nicht so doll.

00:25:23: Also Zeiss reizt sich da so ein bisschen in die Gesamtstimmung der deutschen Wirtschaft ein.

00:25:28: Die haben im Juni Halbjahreszahlen vorgelegt Schreiben da wirklich von einer abnehmenden Dynamik und haben dann eben auch für den Gesamtkonzern einen nicht quantifizierten, aber eben doch einen Stellenabbau angekündigt.

00:25:45: Wahrscheinlich tun sie sich auch deshalb schwer in Rostdorf so richtig schnell zu einem Abschluss zu

00:25:52: kommen.".

00:25:53: Das ist durchaus denkbar.

00:25:55: Gerade wenn man woanders stellen, ab Bau ankündigt, käme auch das intern ja möglicherweise ein bisschen komisch rüber.

00:26:02: Das halte ich für möglich.

00:26:04: genau und in der Tat ist es wohl so dass die zwar ist das Halbleiter Geschäft tatsächlich die umsatzstärkste Sparte.

00:26:11: Insofern sind sie auch insgesamt noch leicht gewachsen aber die anderen sparten laufen wohl schon länger nicht mehr so dolle

00:26:21: Mit.

00:26:21: was für einem Gefühl bist du da weggefahren, als du Rostoff wieder verlassen hast.

00:26:28: Glaubst du das?

00:26:29: Ich weiß es ist immer Kaffeesatz dieser Reihe aber gleichwohl wird das noch länger andauern.

00:26:35: oder werden die sich dann da am Ende doch weil es dann halt eben doch nicht dass vor der Tilgung stehende Stahlwerk ist sondern ein Konflikt in einem sehr funktionierenden Betrieb recht pragmatisch irgendwann in einer näheren Zukunft eher einigen.

00:26:53: Also es klang für mich jetzt nicht unmöglich sich dazu einigen, weil es auch in Teilen darum geht wie schnell sozusagen die Endgäte an die Tarifkonditionen angepasst werden.

00:27:04: da ist sicher der Arbeitgeber sagt bislang dafür brauchen wir fünf Jahre.

00:27:09: das klingt so als könnte man sich da aufeinander zu bewegen.

00:27:13: Fünf Jahre ist natürlich eine großzügige Planung, vor allen Dingen in der dynamischen Branche über die wir hier reden.

00:27:22: Halbleiterindustrie in Deutschland um das nochmal kurz zu erwähnen – das wesentliche Cluster ist Dresden

00:27:29: immer

00:27:30: noch und dann wahrscheinlich

00:27:32: München.

00:27:36: Die Telekom war ja mal in Darmstadt auch selber sehr, Vielleicht denkt das auch da mit.

00:27:41: Also die haben diesen Bereich Nanotechnologie, hieß es damals, haben die wohl dann beschlossen nicht mehr zu investieren und das war tatsächlich der Anlass für dieses kleine Start-up sich zugrunden?

00:27:52: Es ist auch in sich eine spannende Geschichte von einem wirklich sagen also dass sie aus der Telekom erwachsen sind und dann an der Stelle

00:28:01: Ja mir lag auch vorhin schon ein bisschen auf der Zunge zu sagen hätte wer die Telekom damals dabei und aber das hätte man möglicherweise auch zu manchen Zeitpunkten vorgeworfen, wenn sie abseits ihres unmittelbaren Kerngeschäfts dann gesagt hätte wir machen jetzt Halbleiter oder sowas.

00:28:19: Aber ich sag mal es wäre auch für die kein Nachteil gewesen, wenn Sie da heute mit stärker werden weil worüber wir ja auch schon in Japaner gesprochen haben ist das eben neben SAP ganz große deutsche IT oder so was unternehmen Vielleicht auch mal zu einem Hyperscaler-Tauk, der voll integriert von Software bis Hardware ist.

00:28:42: Dass es das eben so noch nicht gibt und wenn man guckt wer könnte das sein kommt irgendwann eben auch schonmal die Telekom in den Sinn.

00:28:50: und da das ist auch was ich bei dem Artikel gelernt habe war man zumindest auch in so einem Bereich dann auch mal dran und hat etwas probiert und dann haben wir sich dagegen entschieden.

00:28:59: aber wie gesagt das war auch vor... Da haben doch nicht einmal wir über KI gesprochen Und was das für ein Thema wird und

00:29:05: deswegen kann.

00:29:06: Aber nutzter, neunneinzig ... Also nur ich ... Das ist

00:29:08: jetzt eine

00:29:09: andere Zeit in der die Telekom echt Kohle hatte weil das war nach diesen ganzen Börsengängen und da haben die damals für extrem viel Geld In Amerika einen Seattle Voice Stream gekauft aus dem dann ja T-Mobile USA geworden ist und so was damals auch sehr umstritten

00:29:25: war.

00:29:25: Dagegen wird das hier sehr winzig gewesen sein.

00:29:28: Interessant dass es exakt in die Zeit reingefallen ist.

00:29:33: Und noch eine andere Sache finde ich da eigentlich ganz charmant dran, weil das einmal auch wieder zeigt dass wenn es eben auch um Heiter geht.

00:29:42: Dass man dadurch aus auch in die Fläche gehen kann also es kann eben auch Rostorf sein und es funktioniert und das ist irgendwas... Ich weiß es ging manchmal so planerisch aber Es ist für ein Land auch gut wenn es in der Fläche solche Sachen gibt und diese Technik Und wie überhaupt vieles, was jetzt nicht gerade ein Kohlebergwerk oder eine Ölquelle ist.

00:30:05: Oder so etwas kann man eben schon an ziemlich viele Stellen bauen und auch gerade heute bauen weil man sich ziemlich schnell kommunikativ mit allem anderen zusammenschließen kann und das hilft.

00:30:16: Das hilft auch in der Region und es verhindert auch da solche Regionen dann irgendwann mal nicht aussterben aber zumindest Ja.

00:30:23: Aus Dünnen und...

00:30:25: Immer noch eine Stärke Deutschlands, dass manchmal hinter die sieben Berge fährst und dann nicht mal den sieben Zwergen landest sondern bei einem Weltmarktführer?

00:30:34: Ja genau das ist einfach dafür halt auch wie heute denn für die Städte und es trägt vieler zu beides auch, dass auch vieles eben hier auch noch trotz allem sehr gut einfach funktioniert und nicht alles in große Städten.

00:30:46: und auch wenn das natürlich trotzdem so ist, dass um München herum vieles wächst und um die großen Stässe hat die Klasse auch eher größer werden.

00:30:55: Und das Wichtig ist, aber es geht eben da auch anders.

00:30:59: Da gibt's immer noch viele Beispiele...

00:31:00: Ja, und daraus bezieht das heutige Thema natürlich auch seinen Charme in dem... Und nur war wir jetzt gerade sagen, wir hatten neulich eine Zeitung ...und auch hier im Podcast schon mal erwähnt dass wir direkt nebenan eine große Baustelle haben, habe ich mit Jan Hauser schonmal darüber gesprochen als es um neue Technologische Entwicklungen auf den Immobilienmarkt ging.

00:31:21: und hier auf dieser Baustelle nebenan ist ein ganz hochmoderner Bohrroboter im Einsatz, der von Fischer Fischer Dübel entwickelt worden ist.

00:31:31: Und es hat auch so einen Unternehmen das in Waldachtal im Schwarzwald sitzt und wo man wenn man da hinfährt sich denkt ja kannst du Urlaub machen vielleicht aber sonst auch nichts?

00:31:43: Dann passiert er plötzlich sowas.

00:31:46: Und ich denke auch, mit solchen Produkten im Rücken werden die Mitarbeiter da eine ganz gute Verhandlungsposition haben.

00:31:57: Das vermute ich doch auch sehr stark.

00:32:00: Ja, das scheint ja aber auch so der Ausgang hier zu sein.

00:32:03: zur Rostdorf.

00:32:04: Man hat sich sogar ein bisschen gefragt, man will dann auch was Symbolträchtiges haben und auch mal diesen diesen Protest, der dann auch für die Bürger sichtbar ist.

00:32:13: Aber so wie ich das lese, den hätte es vielleicht gar nicht gebraucht um diese Lösung zu kriegen oder mussten sie auf die Strasse... Das kriegt ja sehr so dass auch die Führung schon gesagt hat wir machen das und die Politik ist schon aufmerksam und dann gut ist man noch auf der Straße.

00:32:29: aber

00:32:30: Ja, also die haben grundsätzlich gesagt wir machen Tarifvertrag.

00:32:33: Es geht halt stark um das Tempo und es geht in der Tat um diese Frage akzeptieren wir sozusagen die fünf-dreißig Stundenwoche was man eigentlich nach dem hessischen Metalltarif Vertrag.

00:32:44: wenn man da drin ist dann ist die Nummer dabei ja da gibt's nicht viel zu machen.

00:32:51: Die Gewerkschaftseite Und auch Mitarbeiter mit denen ich gesprochen habe sagen halt es sei einfach sehr Zäh.

00:32:59: Also, das habe sich seinen mehreren Verhandlungsrunden nichts getan und deswegen war wohl tatsächlich in der Belegschaft auch ein starker Wunsch da jetzt mal

00:33:11: krach zu machen.

00:33:11: Man fühlt sich nicht wertgeschätzt?

00:33:13: Ja!

00:33:14: Was mich übrigens da in dem Zusammenhang noch interessiert wenn es eben so sichtbar ist und geht dann durch die Stadt und die ist nicht so groß, das hast du ja auch am Anfang beschrieben wie haben denn eigentlich... Die hattest du das auch bisschen konkreter mitgekriegt zu den Leuten drum herum reagiert, die Rostoffer.

00:33:29: Weil das sind ja wahrscheinlich nicht alles.

00:33:31: Leute, die jetzt vielleicht in einer ähnlich guten Position sind.

00:33:34: Vielleicht haben die auch ganz andere Job-Situation sind, die eher raus haben gesagt... Ja, cool.

00:33:39: Oder sind die eher desinteressiert?

00:33:42: Das

00:33:42: war eher staunend.

00:33:43: Das war ja vorher nicht groß angekündigt.

00:33:46: Warnstreik wurde erst am Vortag angekünstigt.

00:33:50: Es gab eine Betriebsversammlung tatsächlich im historischen Ortskern.

00:33:54: Arbeiten so ein Versammlungsseiler waren hier drin und ich glaube, dass die meisten Anwohner das tatsächlich erst mitbekommen haben als dann dieser Zug durch die Straßen gingen.

00:34:08: Mehr war da jetzt nicht, es gab keine Reaktionen in dem Sitten.

00:34:13: Aber zum Staunen was?

00:34:15: Wir haben ja auch gestaunt als es zum ersten Mal erfahren haben und wir werden das weiter verfolgen.

00:34:20: Es ist ein lokaler Konflikt der die großen Fragen unserer Wirtschaft bündelt in Rostov in der Nähe von Darmstadt Die Welt Von Hightech Arbeit Kampf um Fachkräfte Und tatsächlich die im Moment in Deutschland gerade wieder etwas heißere Diskussionen um die Zukunft der thirty-fünf Stundenwoche.

00:34:42: Im Zeitalter von künstlicher Intelligenz.

00:34:46: Danke, liebe Barbara für den Besuch dort!

00:34:49: Den Text, den wir jetzt vorablesen durften und das Gespräch hier bei uns im Podcast.

00:34:55: Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörern vielen Dank fürs Einschalten.

00:34:58: Den Text von Barbara gibt es natürlich bei uns auf fats net in voller Länge zu lesen, wenn Sie da nochmal ins Detail einsteigen wollen.

00:35:09: Übrigens den FACET Digital Wirtschaft Podcast kann man auch abonnieren auf dem Plattform Ihrer Wahl, wenn sie uns jetzt häufiger gehört haben freuen wir uns auch darüber.

00:35:21: lieber Alex, liebe Barbara noch mal vielen Dank fürs kommen bis nächste Woche!

00:35:25: Danke für das nicht dabei sein durfte.

Über diesen Podcast

Im Podcast sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Jeden Freitag eine neue Folge.

Mehr erfahren: https://fazdigitec.de

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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