00:00:03: Wie gefährlich sind soziale Medien für Kinder und Jugendliche?
00:00:09: Die EU hat in dieser Woche Vorschläge präsentiert.
00:00:13: Und möchte den Zugang beschränkt, gestaffelt nach Altersgruppen.
00:00:18: ist es sinnvoll?
00:00:19: was sollte man tun?
00:00:21: darüber wollen wir heute sprechen.
00:00:23: Und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörern zu einer neuen Ausgabe unseres FHZ-Digitalwirtschaft Podcasts.
00:00:29: Mein Name ist Alexander Armbrustel.
00:00:30: ich bin Resolator in unserer Wirtschaftsredaktion moderiert zusammen mit Carsten Knob einem unserer Herausgeberado Carsten.
00:00:39: Hallo Alex!
00:00:41: Und zu Gast haben wir Professor Martin Korte.
00:00:44: er ist Professor für Zelluläre Neurobiologie an der TU Braunschweig und hat sich schon viele Jahre damit beschäftigt und das auch in Form von Buch- und auch in Gastbeiträgen der FAZ, wie der Konsum von sozialen Medieninhalten vom Bildschirm zahlt sich gerade auch auf die Gehirne von Kindern und Jugendlichen auswirkt.
00:01:09: Und der uns heute Einsichten geben wird was da der Stand der Dinge ist.
00:01:13: Hallo lieber Professor Korte!
00:01:14: Ja, wunderschönen guten Tag.
00:01:15: Hallo!
00:01:16: Ja wir fangen kurz einfach nochmal mit Ihrer Person an also Professor Anterthiu Braunschreck.
00:01:22: wie sind Sie zu dem Thema gekommen eigentlich?
00:01:25: Mein Forschungsgebiet ist das Thema Lernen und wie sich unser Gehirn strukturell und funktionell verändert, wenn wir etwas lernen.
00:01:32: Sowohl als Kinder als Jugendliche, als Erwachsener bis in das hohe Alter hinein Und gerade was den Kindern- und Jugendbereich angeht habe ich immer auch öffentliche Vorträge an Schulen gehalten und es war völlig klar spätestens seit dass die Eltern und die Lehrer das sehr beunruhigt, wie stark Smartphones mit in das Leben der Kinder eingreifen.
00:01:52: Und meist auch auf problematische Art und Weise und habe mich dann intensiv mit diesen Themen seit dieser Zeit beschäftigt weil es einfach eine wichtige Randbedingung des Lernens ist gerade in Schulen mit welchen Werkzeugen man lernt, mit welcher Methodik.
00:02:06: aber man lernte natürlich nicht nur in der Schule, man lerne doch außerhalb oder eben nicht und entsprechend spielt auch das Freizeitverhalten eine Rolle.
00:02:15: die österreichische Regierung beraten hinsichtlich des Einsatzes von digitalen Medien in Schulen, aber es hat eben auch einen Einfluss darauf wie Gehirne heranreifen.
00:02:26: Auch das eins meiner Forschungsthemen welchen Tätigkeiten man nachgeht.
00:02:32: und in all diesen Bezugsrahmen spielen die Digitalen Medien insbesondere die Social Media eine wichtige Rolle.
00:02:39: Eines, was wir schon mitnehmen ist und das ist eben ganz entscheidend.
00:02:43: Das Alter eines Menschen oder das Alter des Gehirns ist also von Bedeutung für den Konsum von solchen Sachen und es gibt eben wirklich Unterschiede zwischen den Gehirnen von Kindern und Jugendlichen sehr Scharanwachsenden, Erwachsenen ausgewachsenen Menschen und eben ältere Menschen.
00:03:01: Und weil das so ist der Grund warum man jetzt überhaupt sich damit befasst, spezielle Gesetze oder Vorschriften für Kinder und Jugendliche zu erlassen.
00:03:09: Und nicht einfach für alle!
00:03:11: Ich denke, das ist genau der Grund und Sie haben eine ganz wichtige Altersgruppe auch noch weggelassen für die unter zwölfjährigen.
00:03:17: Auch für die sechs bis zehn jährigen.
00:03:19: mittlerweile ist der Medienkonsum auch schon im Kindergarten angekommen also gerade was Social Media angeht Tablet Nutzung Smartphone Nutzungen Und dort sind die strukturellen negativen Effekte auf das Gehirn bis hin zur Entwicklung der Sprachkompetenz der Fähigkeit oder nicht nur der Fächkeit sondern auch in welchem Rahmen man sensorische Informationen verarbeitet kann, weil man hier einen Overflow hat und auch hinsichtlich der Entwicklung unserer emotionalen Systeme Gefühle erkennen gefühle verarbeiten wo es eine wichtige Rolle spielt.
00:03:51: Und insbesondere bei diesen jungen Kindern ist es eben ganz ganz anders zu betrachten als bei Jugendlichen bei älteren Jugendlichen Erwachsenen bis hin zur Älterin Menschen wenn ich das kurz ausführen darf, weil es so gegensätzlich ist.
00:04:05: Wir sehen bei Jugendlichen die sechs und mehr Stunden am Tag das Smartphone nutzen.
00:04:09: Das ist auch deren Hauptbildschirmzeit.
00:04:12: Sehen wir mittlerweile bei Senioren sogar eine höhere Bildschirm-Zeit.
00:04:16: Man könnte also jetzt argumentieren und sagen vielleicht sollten wir auf die Senioren aufpassen.
00:04:20: Der Unterschied den man feststellt ist dass für viele Senioren, die so viel Neues lernen müssen um diese Medien zu lernen, die Nutzung effektiv einzusetzen welchem Rahmen hier auch zum Beispiel große Eltern mit ihren Enkeln kommunizieren können, dass die Effekte gerade bei der älteren Generation mehr positiv als negativ sind.
00:04:41: Während wir bei den ganz jungen Kindern – ich habe es gerade ausgeführt – eigentlich nur negative Effekten feststellen können.
00:04:47: und bei den anderen Altersgruppen ist eben eine differenzierte Betrachtung notwendig hinsichtlich der Vor- und Nachteile.
00:04:53: Und dann ist es ja noch mal unabhängig davon zu betrachten, wann ist sozusagen die staatliche Aufsicht herausgefordert hier das Kindeswohl zu fördern oder ab welchen Punkt oder zu welchem Punkt sollte der Staat sich aus Familien heraushalten.
00:05:08: Das ist eine weitere Diskussion, die hier ganz klar mit rein spielt gerade wenn es um das Verhältnis von Jugendlichen zu ihren Eltern angeht.
00:05:16: Eine Daumenregel nehme ich daraus auch mit erst einmal aus dem Bildschirmkonsum.
00:05:21: Umso schlimmer je jünger.
00:05:24: Zum einen und zum anderen muss man auch wissenschaftlich differenzieren, was machen die Menschen an diesem Bildschirm?
00:05:29: Also ich sitze viele Stunden am Tag am Bildschirmen und arbeite da.
00:05:32: Social Media sind ausgeschaltet durch ein Smartphone liegt nicht auf dem Tisch... Und trotzdem bin ich viele Stunden am Bildschirm, wenn Sie das auftragen und statistisch sehen.
00:05:40: Ich bin zehn schon auf der Arbeit, wenn man die Besprechungen abzieht, sieben Stunden im Bildschirmen.
00:05:45: Man muss auch noch schauen was machen die Menschen am Bild-Schirm?
00:05:47: aber man stellt eben fest gerade bei Jugendlichen zwischen zwölf und siebzehn Jahren dass doch die wenigste Zeit durch das Lesen von komplexen Texten und für Hausaufgaben darauf verwendet wird sondern es werden vor allen Dingen Videos geschaut unterwegs.
00:06:05: Und das ist eben auch wieder anders zu betrachten, also was man am Bildschirm macht es wichtig und auch das Alter ist wichtig und das Alter haben sie ja gerade auch nochmal betont.
00:06:13: Carsten wir wollen auch um alle diejenigen die vielleicht nicht die Nachrichten, die der jetzt verfolgt haben diese Woche abzuholen.
00:06:23: Warum ist das Thema gerade jetzt präsent?
00:06:26: Was hat die EU da und warum mitgeteilt?
00:06:31: Also es gibt zum einen etwas Neues aus der EU und was anderes, was es schon ein ganz kleines bisschen länger gibt in Australien.
00:06:37: Und ich fasse das gerne beides zusammen und fange mit Australien an, denn das hat letztlich meines Erachtens jedenfalls alles so ins Rollen gebracht wie das gerade politisch diskutiert wird.
00:06:48: Ende twenty-fünfzwanzig schon hat Australien als erstes Land der Welt ein flächendeckendes Social Media Verbot für Jungen und Mädchen unter sechzehn Jahren eingeführt.
00:07:02: Und das funktioniert nicht so wahnsinnig gut, es ist jetzt eine etwas neuere Nachricht, weil das so ist die australische Region und Strafen für Tech-Konzerne auf bis zu neun, neunzig Millionen australischer Dollar anheben möchte wenn die keine und das ist ein wichtiger Punkt wirksame Alterskontrolle durchsetzen.
00:07:21: Das muss ja in irgendeiner Weise technisch funktionieren, dass die da außen vorbleiben.
00:07:26: Weil die Kreativität ist eben doch hinzubekommen kennt weder bei den Jugendlichen Grenzen noch bei den Anbietern dieser Social Media Kanäle.
00:07:37: so und dann darauf aufbauend und davon inspiriert hat ein EU-Expertengremium Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerade empfohlen den Zugang für Kinder unter dreizehn Jahren auch in der Europäischen Union zu sperren und für Jugendliche im Alter zwischen dreizehn-und sechzehn Jahren einen sogenannten abgestuften Zugang zu schaffen.
00:08:05: Das wird von der Leinen unterstützt, Zitat soziale Medien sind kein Spielzeug.
00:08:11: es ist allerdings auch nicht so dass es nicht schon im Digital Services Act der EU auch schon Regelungen dazu gibt.
00:08:18: Und dann vielleicht auch das noch.
00:08:20: hier in Deutschland arbeitet Bundesfamilienministerin Karin Prien, die ist von der CDU an einem Gesetzentwurf für ein nationales Verbot des Unter-III.
00:08:31: und die technische Lösung.
00:08:33: könnte die sogenannte OIDI Wallet sein, eine europäische digitale Brieftasche.
00:08:39: Die eine Altersverifikation ermöglicht, die auch datenschutzkonform ist.
00:08:44: so viel zur Lage hier in der Welt und in Europa und in Deutschland und auch technisch.
00:08:49: Und das ist auch ein Grund warum wir heute mit Professor Korte reden.
00:08:53: Herr Prof.
00:08:54: Korte, was halten Sie von dem Vorschlag?
00:08:57: Von den dreizehn Jahren?
00:08:59: Also ich bin auf einer Art ist das richtig.
00:09:01: Ich habe es eben ja ausgeführt, warum es hier altersabgestufte Effekte gibt die unterschiedlich stark oft das Gehirn sein können.
00:09:08: Das geht auch noch bis in die Pubertät hinein wo der Stirnlappen unter einer riesigen Umbaufase mehr oder weniger leidet, dass sich Prozent des Stirnlappens werden umgebaut.
00:09:19: Das macht es schwierig kurzfristige Belohnungen nicht nachzugehen.
00:09:22: also es gibt viele gute Gründe hier eine Altersabstufung zu machen aber und das sind die man auch aus Australien mitnimmt.
00:09:32: Man muss das Thema zumindest parallel in der Gesellschaft über alle Schichten hinweg.
00:09:38: diskutieren, auch mit den Beteiligten.
00:09:40: Ich habe selber zwei Söhne in den Schulen, in denen die jeweils gegangen sind, fleißig mitdiskutiert und versucht hier Lösungen zu finden wo auch die Mitgehen betroffen sind.
00:09:53: Warum?
00:09:54: Gerade bei diesem Thema wenn sie die Familien nicht im Boot haben gibt es so viele Möglichkeiten das System auszuhebeln dass dieses Verbot nicht viel bewirken würde.
00:10:03: Das zweite ist Man legt ja die Verantwortung auf die Schultern, de facto der Familien und der Schulen.
00:10:10: Und nimmt in meinen Augen die Anbieter viel zu sehr aus der Pflicht.
00:10:14: Eigentlich würde ich erwarten dass die Anbieger aufhören damit Produkte anzubieten die Suchtpotenzial haben.
00:10:20: Auch hier muss man sich klarmachen, jedes Social-Mediaanbieter verdient Geld nur damit wenn seine Geräte auch Aufmerksamkeit erregen weil nur dann gibt es die entsprechenden Werbeeinnahmen.
00:10:29: Wenn man halt so in so vielen Sekunden ein TikTok Video oder einen WhatsApp oder YouTube Video sich anschaut oder jedes andere Medium kann man ja auch nehmen.
00:10:38: Insofern glaube ich dass wir beides brauchen.
00:10:39: Wir dürfen uns jetzt nicht regulatorisch nur darauf zurückziehen.
00:10:43: Die EU hat gesagt ab dreizehn und da sind alle Probleme gelöst.
00:10:46: Das ist die Erfahrung die man aus Australien macht.
00:10:49: Ich muss noch ein bisschen einschränken zu dem, was Herr Knopf sagt dazu sagen.
00:10:53: Dass in China man sich eigentlich schon vorher auf den Weg gemacht hat, noch stärker regulatorisch einzugreifen.
00:10:58: Da war auch noch stärrer die Spieleindustrie betroffen und das war noch rigoroser weil da hatten Schutzbedenken überhaupt keine
00:11:04: Rolle.
00:11:08: Auf der anderen Seite kriegen wir eben wenig mit, wie das in China läuft.
00:11:13: Soweit ich das mitkriege sind auch da die Jugendlichen beliebig erfinderisch sich älter zu machen als sie aussehen.
00:11:18: und also ich glaube wir kommen einfach aus der Nummer nicht raus.
00:11:21: ja wir müssen Regeln verfassen.
00:11:22: Wir machen das im übrigen auch bei anderen Substanzen bei denen wir zumindest glauben dass die einen Suchtpotenzial haben.
00:11:29: von Alkohol überrauchen bis bis hin zur Cannabis Diskussion haben wir hier altersabhängige Effekte gemettiert sind und auch Social Media können, wenn sie unreglementiert eingesetzt werden zu einem Nutzungsverhalten führen der einen im Alltag.
00:11:45: Und in dem was man eigentlich möchte stark einschränkt die die Lernleistung stark beeinträchtigt er das Schlaf Verhalten Beeinträgtig der die Risiko für psychische Erkrankungen erhöht.
00:11:54: also es gäbe eine Reihe von Gründen noch regulatorisch tätig zu werden aber ich glaube wir dürfen nicht die Diskussion darauf beschränken die viel viel wichtigere ist und die müssen wir in die Familien und in die Schulen dran welche Verantwortung wir tragen.
00:12:07: Und vor allen Dingen müssen wir auch die Jugendlichen mit ins Boot holen, dass wir klarmachen das ist nicht sozusagen einfach Teufelszeug was ihr dann nutzt und wir als ältere Generation wollen einfach nicht dass ihr etwas Neues nutzt.
00:12:18: Ihr habt auch ein Recht mit zu definieren was hier wie nutzen möchtet.
00:12:22: aber wir als diejenigen die die Verantwortung für eure Zukunft tragen müssen auch im Kopf behalten, dass das was ja an diesen Geräten macht in einem zeitlichen Limit bleibt es vielfältig bleibt das auch zum Beispiel Lesekompetenz noch trainiert wird, dass die schulische Leistung nicht leidet.
00:12:38: Dass man die soziale Kommunikation nicht leidet.
00:12:41: Man meint zwar die ganze Zeit über Social Media mit anderen zu kommunizieren tut es aber gar nicht.
00:12:45: De facto fühlt das Gehirn sich in der Situation alleine?
00:12:48: Karsten, wie hast du den Vorstoß?
00:12:51: oder was aus Brüssel kam empfunden auch Vater von zwei Kindern, die schon deutlich äther sind als treizehn Aber längst überfällig
00:13:01: kann man wohl sagen.
00:13:02: Also bei meinen Kindern, die inzwischen beide in der ersten Hälfte ihrer zwanziger Jahre sind gab es damals die Diskussion wann denn eigentlich das Smartphone angeschafft wird?
00:13:15: Das konnten wir in der Grundschule noch vermeiden im Kindergarten sowieso aber mit dem Wechsel in die weiterführende Schule dann eben nicht mehr Begründung vom Klassenverband abgekoppelt WhatsApp-Gruppe und so weiter.
00:13:30: Tiktok und solche Sachen gab es nicht.
00:13:32: Instagram diese Videos in der Form, gab das nicht?
00:13:36: Insofern ist die Bedrohungslage da nochmal größer geworden.
00:13:40: so richtige Fans waren wir von der Anschaffung zu dem Zeitpunkt auch nicht haben sie dann aber gemachtes.
00:13:45: Aber die Diskussion hat jetzt noch mal ein anderes Niveau erreicht ganz klar Und der Kindergarten war frei von diesen ganzen Zeugs.
00:13:55: noch bei Menschen die jetzt in dem Alter sind und gefühlt waren, die da ja auch gerade eben erst.
00:14:00: Also das entwickelt sich in einer Lichtgeschwindigkeit.
00:14:04: In Jahr, das würde ich auch sagen, in die falsche Richtung, obwohl ich ein sehr technikaffiner Mensch bin und auch glaube dass es auch Vorteile gibt wenn man also der gibt es hier auch diese Dinge und solche Dinge gilt der alte Spruch.
00:14:22: In allen Altersklassen, das Internet macht die schlaue und schlauer und die dummen Dümmer ist es halt immer eine Frage wie man sich dem Ganzen nähert.
00:14:30: aber im Saldo würde ich Professor Korte durchaus zustimmen dass das bis zu zwölfjährigen einfach katastrophale Folgen haben kann.
00:14:43: Die FAZ hat ja auch diverse Schulprojekte wo wir versuchen das Zeitungslesen in die Schule zu bringen.
00:14:50: Ich bin in einer meiner Rollen hier auch für die Rhein-Main-Zeitung der FHZ zuständig und da ist das Schulprojekt an der Mittelstufe angesiedelt.
00:15:00: Und ich gehe dann auch selber in Schulen rein, wenn man sich da neulich mal in eine integrierten integrativen Gesamtschule... Da gibt es dann halt auch ein Sozialarbeiter Und das Publikum ist halt so, wie es halt so ist und die Lehrer machen da einen sendationellen Job.
00:15:20: Die haben sich sogar getraut mit zum FHZ-Projekt in diesen Klassenverband zu gehen.
00:15:25: und der Sozialarbeiter-Dinster hat eben auch gehabt.
00:15:28: er hat uns angefleht geradezu verbreiten sie die Botschaft nehmen Sie den Kindern diese Handys weg ich dringe nicht mehr durch Und der Familienverband ist in solchen Situationen ja meistens sowieso am Ende, wenn man dann mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommt.
00:15:48: Dann kommt das halt eben noch dazu die ganzen Gewaltvideos, diese ganzen Informationen oder Nichtinformationen, die da von irgendjemandem gestreut werden.
00:15:58: Dinge sexualisierte Gewalte... Das ganze Programm.
00:16:03: Und dieser Sozialarbeiter war verzweifelt und ja, so.
00:16:07: Deswegen wäre ich in der Tat auch dafür da etwas zu tun.
00:16:11: Ich habe das auch schon mal kommentiert – in Australien überzeugt es technisch bisher überhaupt nicht null!
00:16:17: Das müsste halt unbedingt in den Griff bekommen.
00:16:21: Und deswegen glaube ich halt dass man die Nutzer selber mit ins Boot holen muss soweit das geht und man kommt doch nicht drum herum diese mächtigen Anbieter von Metta über Alphabet bis Named, TikTok mit ins Boot zu holen und dort eben auch eine größere Verpflichtung dahingehend zu machen.
00:16:41: Dass die auch kommunizieren nicht nur regulatorisch und nicht nur irgendwie mit Rechtsanwälten sondern auch öffentlich kommuniziert wie sehr sie sich diesem Thema verbunden fühlen weil ich glaube dass dann noch Jugendlichen sie eher daran messen werden.
00:16:54: und das andere ist wir brauchen glaub ich auch gerade den jungen Menschen gegenüber einer differenzierter Betrachtung hinsichtlich der voren nachteil denn auf der einen Seite es sind Schulen zu verbieten, dann aber alle Hausaufgabeninformationen über digitale Medien zu verbreiten plus eben über die Cloud und irgendwas.
00:17:09: Dann kann man auch sagen doch diese Geräte haben enorme Vorteile und im Übrigen man darf sie auch nutzen weil die Spaß machen Auch das ist völlig legitim.
00:17:17: Aber wir brauchen hier eine zeitliche Einschränkung.
00:17:20: Wir brauchen zum Beispiel Pausen in denen man sich wirklich erholt indem man mit anderen was macht.
00:17:25: Und ich glaube, wir müssen auch davon wegkommen das Ganze nur zu diskutieren vor dem Hintergrund.
00:17:30: Das trifft ja nur Jugendliche.
00:17:32: Erwachsene die den ganzen Tag in Bildschirme schauen tun sich auch nichts Gutes.
00:17:35: Auch da nehmen psychische Erkrankungen enorm zu Stressbelastung Schlafmangel und ist es auch eine Frage der Vorbildfunktion.
00:17:43: Ich kann nicht von meinen Kindern erwarten den Salat zu essen während ich das Schnitzel in den Mund schiebe und ich kann noch nicht erwarten dass sie die Smartphones weglegen wenn ich während der Mahlzeit fünf mal auf mein Smartphone Schauer.
00:17:55: oder neulich hat mir ein Kollege erzählt, dass seine Kinder gesagt haben ob er beim Vorlesen das Handy nicht weglegen könnte.
00:18:00: Das darf uns als Erwachsene nicht passieren.
00:18:02: Nicht wenn wir Jugendliche hier ins Boot holen wollen dann brauchen wir erst mal müssen wir als erwachsene vorbildlich sein.
00:18:10: und ich will mal eine Studie zitieren die das wunderbar vor Augen führt.
00:18:13: man hat den USA eine Studier gemacht.
00:18:15: da hat man Familien als Gesamtheit gebeten sich an drei Regeln zu halten Beim Aufstehen kein Smartphone Bei allen Essenszeiten kein Smartphone und beim Einschlafen nicht.
00:18:25: Mehr wurde nicht gesagt, man hat das dann verglichen gegenüber Familien die man auch mit beobachtet hat wo man die Bildschirm-Zeiten protokolliert hat.
00:18:33: die haben keine Vorgaben bekommen.
00:18:34: Und bei den jetzt mittlerweile mit zwanzigern die aus dieser Studie hervorgegangen sind ist es so dass die Nutzungszeiten der Social Media und des Smartphones nur halb zu hoch sind wie derjenigen wo man das unreguliert gemacht hat.
00:18:47: In diesem Fall haben sich die Eltern genauso wie die Kinder in den gleichen Regeln gehalten, die relativ wenig einschränkend waren und die mehr als jede gesetzgeberische Kraft mit an Einfluss darauf hatten.
00:18:58: Wie differenziert junge Menschen zukünftige dann junge Erwachsene eben diese Medien nutzen?
00:19:03: Die sind völlig medienkompetent, die nutzen alles aber lassen sich nicht so in diese Medien hineinziehen dass das Suchtpotentiale sich entwickeln kann.
00:19:11: Und ich glaube über solche Dinge müssen wir auch reden neben den natürlich regulatorischen notwendigen Dingen.
00:19:17: Und das hat Frau von der Leyen und Frau Prin richtig erkannt, man braucht dann auch einen System was das Alter der Jugendlichen zuverlässig erkennen kann, was einigermaßen datenschutztechnisch nachvollziehbar ist und wo man auch die Firmen hafbar machen kann wenn sie sich eben nicht dran halten.
00:19:34: Glauben Sie dass es das Audi Waller leisten könnte?
00:19:37: Theoretisch glaube ich, dass... Ich bin immer nicht so sicher.
00:19:40: wenn die EU jetzt zu große Projekte startet wäre mir lieber das man in Niedersachsen anfängt.
00:19:47: In Hessen!
00:19:48: Das man sozusagen im Kleinen anfängt und erst zeigt, dass es geht bevor man da so ein Riesen-Mammutprojekt wieder drauf macht.
00:19:54: und jeder Datenschutzbeauftragte in jedem Land hat hier noch zustimmen muss.
00:19:58: Ich muss sogar sagen, im Zweifelsfall ist mir das Kindeswohl wichtiger als die Datenschutzbedingungen zumal wenn man sich das im Moment überlegt.
00:20:05: wir datenschutztechnisch auf tausende von Dingen aufpassen und die Leute gehen einmal auf Google Maps und die halbe Welt weiß eigentlich intern wo die wie ihre Zeit verbracht haben.
00:20:14: also ich glaube hier muss man dann auch mal gucken wie man das macht.
00:20:17: in Prinzip glaube ja es ist eine sehr gute Idee.
00:20:20: nur meine Sorge ist eben wenn wird das Ganze als bürokratisches perfektes Monster mit hundert Prozent Sicherheit in alle Richtungen machen, kommt es A nie und B wird das dann so überfrachtet.
00:20:30: Dass sie so viel Abfragen gemacht werden, dass es dann keiner nutzt.
00:20:33: Das ist ein bisschen wie im Moment mit den Cookies abfragen.
00:20:36: Dies macht irgendwie Sinn, dass ich weiß welche meiner Daten nicht freigebe aber dass sich jedes mal wenn ich auf eine Seite gebe zich fragen beantworten muss.
00:20:44: Das geht eigentlich auch nicht an sich würde man erwarten bestimmte Dinge gehen eigentlich sondern Webpage nix an und das muss man nicht noch extra abfragen, dass man das denen nicht geben möchte.
00:20:52: Wenn ich das noch ergänzen darf, Alex und da würde mich auch die Meinung von Professor Korte zu interessieren.
00:20:59: Was ich ganz füffig finde in dem Zugang, den das Expertengremium empfohlen hat ist diese Zweistufigkeit von dreizehn bis sechzehn, weil es beginnt dann natürlich ein Alter wo man anfangen muss damit umgehen zu lernen.
00:21:13: Und auch an anderer Besuch in einer anderen Schule hatte ich mit Jugendlichen darüber diskutiert die so fünfzehn, sechszehn waren.
00:21:24: Sie sagten dann auch ein Verbot bis sechzehn?
00:21:26: Da gab es zu dem Zeitpunkt nur das australische Beispiel.
00:21:29: Das ist uns zu langen weil wir verpassen dann Dinge, die wir eigentlich lernen müssten.
00:21:33: und wenn jetzt sogar darüber diskutiert wird dass man vielleicht sogar irgendwann mit Sechzehnt wählen kann und dann waren wir unso Und das finde ich ganz gut, dass da an der Stelle so eine Abgestuftheit ist und die Schule dann vielleicht auch die Möglichkeit bekommt diese Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen selbst Inhalte zu produzieren.
00:21:54: Vielleicht die zeigen was man damit halt auch machen kann also impositiven und unsere Zuhörer sehen jetzt nicht, dass Professor Cotten nickt.
00:22:05: Er hat aber genickt weil ich genau das an diesem Vorschlag sehr geschätzt habe.
00:22:11: Es gibt ja verschiedene Formen von, also jetzt haben wir schon gesagt eines ist die zu der Zeit wann man überhaupt anfängt zu nutzen was helfen kann.
00:22:19: Also zum Beispiel beim Aufstehen nicht, beim Essen nicht, bei Abendessen nicht dass man solche Zeiten dann überhaupt die Dauer.
00:22:25: wie viel Zeit verbringe ich vom Bildschirm und dann vielleicht könnt ihr auch nochmal einsagen welche Inhalte besonders schwierig.
00:22:32: oder weil wir das auch differenziert jetzt schon ein bisschen diskutiert haben.
00:22:36: Es ist nicht nur schlecht, aber auch schlecht und da kann ich aus unserer Erfahrung zwischendurch mit unseren Kindern sagen wo ich finde was ein sehr großer zugewinn ist, dass mein Sohn aus dem Urlaub jetzt, aus dem wir gerade zurückgekommen sind zum Beispiel seinem Opa mal schreiben konnte hier es war toll und der den jetzt seinen Enkelmann im Moment nicht gesehen hat dann aber er auch irgendwie daran teilnimmt.
00:22:56: Das ist ja so eine Möglichkeit, wenn ich mal als eine Anwendung dann gibt's ne zweite Anwendungen bei der Ich selbst immer, innerlich kurz vorm Ausbilden bin.
00:23:06: Wenn ich Kurzvideos Streamingdienste mal sehe oder dann irgendwie gucken muss dass man da bitte nicht reinguckt weil ich da... Also das ist ja der zweite, dass man eben KurzvIDEOS in einer schnellen Folge hinter einander sieht die wirklich sehr zugespitzt und dann krackt und dann das nächste.
00:23:21: Und dann gibt es ja sowas wie zum Beispiel eine zwanzigminütige Dokumentation über die Frage auf Social Media Verbote für Kinder sinnvoll sind.
00:23:30: Vielleicht können Sie mal ein bisschen nochmal differenzieren, über welche man sich vielleicht noch am meisten sorgen müsste.
00:23:37: Welche Anwendungen, welche irgendwie okay sind und auch schon für Jüngere oder sowas?
00:23:43: Ich bin eigentlich der Meinung dass es einen Alter unterhalb von sagen wir mal zehn gibt wo jede Bildschirmzeit egal was die dort machen also zumindest auf den kleinen Smartphones keine positiven Effekte hat wenn man zum Beispiel im Fernsehen sich etwas anschaut.
00:23:58: das kann Vorbildlich wird hier immer die Sendung mit der Maus genannt, gibt andere Wissensendungen.
00:24:02: Es sind tolle Formate dabei aber selbst da ist es wichtig dass die Erwachsene mitgucken das man die Kinder nicht parkt, dass sie nicht alleine sind egal was die dort machen.
00:24:11: warum sage ich das so?
00:24:12: Man diskutiert immer zu stark von dem was Kinder und Jugendliche in dem Moment machen und diskutiert zu wenig was die in der Zeit verpassen sich bewegen.
00:24:22: Bewegungsreize sind Entwicklungsreize für das Gehirn, Kinder können sich gar nicht genügend viel bewegen.
00:24:26: all das wird eingeschränkt und kommt in eine Konfliktsituation mit den tollen und bequemen Videos die man sich anschauen kann.
00:24:33: Das nächste ist Kommunikationsfähigkeit.
00:24:35: Man muss regelrecht lernen zu lesen Nicht technisch zu lesend.
00:24:39: wahrscheinlich lesende Jugendlichen heute viel mehr als früher aber sie machen keinen vertieftes langsames Lesen wie man es beim Lesen eines Sachbuch oder eines Romanis macht.
00:24:46: Sondern es wird alles schnell überflogen Es wird alle schnell hushusch gemacht.
00:24:50: Wir dürfen nicht vergessen, im Moment wird auch ganz viel KI eingesetzt.
00:24:55: Elften, zwölfen, dreizehnten Lebensjahr und dann auch weiter.
00:24:58: Das heißt es wird sich alles vorgekaut Es wird nicht mehr tief gelesen Und das reflektierte Lesen, dass drüber nachdenken über das was man gerade tut und was man erlebt ist eine wichtige menschliche Fähigkeit.
00:25:10: Es ist im Grunde einer der größten Kulturleistungen in der Menschheit Dass wir das lesen und schreiben gelernt haben und wir hören gerade auf hier Literat zu werden Indem halt die Videos als etwas bequemer Variante den Vorzug bekommen die auch in Ordnung sind, wunderbar.
00:25:26: Ich benutze in der Lehre auch Videos aber ich benutze eben auch vertiefte sprachliche Texte das drüber nachdenken.
00:25:32: Das andere was Jugendliche verpassen egal was sie am Bild hier machen, egal wie toll es ist was sie dort schauen ist mit anderen Jugendlichen etwas zu machen.
00:25:39: Die Interaktion mit Piers zu wissen was andere Menschen denken und fühlen lernt man nur wenn man das mit Menschen in einem Raum zusammen macht.
00:25:45: Auch das zeigt die Forschung ganz klar.
00:25:47: ich kann noch so viel Chatrooms betreten, ich kann doch so viele Videos was andere Menschen denken und fühlen, eine Serie of Mind zu entwickeln.
00:25:58: Was andere denken dann muss ich mit denen zusammen sein, muss mit denen interagieren.
00:26:03: Und es zeigt sich auch das unser Gehirn, dass wenn man so will auch einfordert.
00:26:07: Das heißt, wenn ich am Smartphone bin, bin ich aus Sicht des Gehirns allein in der Höhle.
00:26:13: Aber ich bin zumindest alleine und Einsamkeit verursacht.
00:26:16: Stress und chronischer Stress führt von Schlafmangel bis hin zu Depressionen- und Angsterkrankungen.
00:26:21: Und gerade diese psychischen Erkrankungen die ich gerade genannt habe, Depressionen-, Angsterkrankungen haben sich in den letzten Jahren verdoppelt verdreifacht Und die kann man tatsächlich korrelieren mit den Verkaufszahlen der Smartphone fast eins zu eins.
00:26:34: Damit will ich nicht sagen, dass es hier auch noch andere Gründe geben kann.
00:26:37: Korrelation sind immer sehr gefährlich aber es gibt mittlerweile erste kontrollierte Studien das schon allein zwei oder sechs Wochen des Smartphones entweder reduziert oder gar nichts zu nutzen dem psychischen befinden, der Jugendlichen gut tut.
00:26:51: und ich glaube das hängt nicht damit zusammen was die an diesen Medien erleben sondern was sie dann stattdessen alles machen.
00:26:58: Das soll jetzt nicht die Diskussion vorweg nehmen was Pornografie, was Gewalt in diesen Videos angeht, was Mobbing angeht.
00:27:05: all das sind drei wichtige Probleme die wir auch behandeln müssen.
00:27:08: aber wir müssen auch daran denken mit zu diskutieren was Kinder und Jugendliche verpassen wären Sie dieses Smartphone nutzen denn ansonsten haben wir so ein Narrativ Anbietern gemacht wird.
00:27:20: Ja, wir können ja auch tolle Sachen zeigen!
00:27:22: Wir haben ja auch leerenhafte Sachen und... Blenden damit die Diskussion aus, dass wenn Kinder und Jugendliche sechs Stunden und acht Minuten an diesen Geräten hängen sie sechs Stunden.
00:27:32: Und acht Minuten verpassen mit anderen Kindern und Jugendlichen was zu machen?
00:27:35: Mit der Familie sich zu streiten, was jetzt wie richtig ist, sich zu bewegen, sich gesund zu ernähren über die Dinge nachzudenken, die man tut und nicht von einem Video zum nächsten zu scrollen.
00:27:46: Das scheint mir wichtiger Bestandteil dessen zu sein, was wir auch diskutieren sollten.
00:27:51: Auch hier glaube ich es die öffentliche Diskussion eben wichtig, die wir in die Familien über die Schulen bis zu den Jugendlichen selbst tragen müssen um hier zu einer intelligenteren Mediennutzung zu kommen.
00:28:06: Denn das noch mal klar zu sagen also mein Ansatz ist nicht entweder oder sondern mein Ansatze ist wir müssen hier so eine Art Kointelligenz entwickeln sowohl zur KI wie auch zu den Smartphones und ich glaube da haben wir noch viel Luft nach oben.
00:28:18: Ich habe nur zwei technische Fragen zum.
00:28:22: was sagen die großen Medienanbieter und eben die Tech-Konzerne, kann man denen ja auch sagen.
00:28:29: Die sollen sich halt wenn es um Altersverifikation geht etwas Besseres einfallen lassen.
00:28:33: das das hat endlich klappt
00:28:36: Fände ich auch.
00:28:36: Man muss das nur sehr gut absichern, wie man das dann abfragt, damit es da nicht zu viele Loopholes geben kann.
00:28:42: Deswegen glaube ich, dass man irgendwie so viel Druck aufbauen muss, dass die sich öffentlich dazu bekennen eben hier ganz viele Sicherheitsvorkehrungen einzuführen, ganz viel Nicht-an-Daten zu verfolgen, die eben verfolgt werden könnten.
00:28:56: Ich kenne mich da regulatorisch nicht gut genug aus und man muss doch mal ein bisschen aufpassen.
00:29:00: Ich rede als Neurowissenschaftler der über Lernen forscht wenn wir uns immer so ein bisschen aufpassen, dass ich in meinen Äußerungen nicht übergriffig werde.
00:29:10: Da kenne ich mich nicht gut genug aus.
00:29:11: auch da glaube ich das der Inhalt am Ende bestimmen wird wie das Ganze gelebt wird und es muss einfach für die Firmen ein wichtiger Werbefaktor sein, dass sie die Jugendlichen schützen.
00:29:23: Ich glaube das ist die beste Versicherung.
00:29:25: Und dann gibt's doch einen zweiten auch regulatorischen Ansatz oder eine Parallele die jetzt gezogen wird bei dem man sagt naja Bei vielen Sachen, die wir ganz nahe an den menschlichen Körper oder in dem gemenschlichen Körper reinlassen.
00:29:38: Die muss man eben zulassen.
00:29:40: Medikamente, Krebs, Shampoo, Autos was weiß ich alles muss so weiter.
00:29:46: für Software gilt es so nicht.
00:29:47: und ich spitzes mal zu Man könnte auch auf die Idee kommen und sagen naja wenn jetzt wieder so ein Konzern kommt Ich weiss das wäre ein völlige Umkehr dessen was wir haben Oder eine sehr dramatische Wenn jetzt jemand einen kurz Video Service anbietet, der auch endlos läuft wenn man ihn nicht dann selbst mal aktiv abschaltet.
00:30:09: Dann muss er den halt auch sozusagen so eine Art Zulassung beantragen und hat nachweisen dass der unsere Kinder nicht verblödet.
00:30:20: Der letzte Nachsatz, das wird schwierig weil das der Definition davon ist.
00:30:24: Aber ich würde eher sagen es mit dem Medikamentengesetz ist schwierig, weil das einfach zu vielfältig ist und weil das im Moment in den klinischen Diagnose-Kriterienkatalogen noch nicht auftaucht.
00:30:36: Spielsuch taucht auf Internet Sucht taucht eben nur nicht auf.
00:30:38: Das ist schwierig.
00:30:40: Ich glaube man kann das aber ähnlich handhaben wie man auch bei Filmen im Kino eine Altersbeschränkung einführt.
00:30:47: Auch da braucht man bestimmte für einen Film beantragen.
00:30:50: Das kann auch in den USA ganz kritisch sein, ob es ab sechzehn oder achtzehn ist für die Zahlen, die dann eben mit in diese Filme gehen.
00:30:57: Also ich glaube dass man hier schon deutlich stärker tätig werden könnte auch regulatorisch.
00:31:02: um mir nochmal klarer zu machen eine Vereinwirkung auf das Belohnungssystem des Gehirns kann nicht über Substanzen und Kokain machen Das kann aber auch über die Steuerungen von Verhaltensweisen machen.
00:31:16: bei Spielautomaten ist es am offensichtlichsten.
00:31:19: Aber auch Smartphones mit den entsprechenden Medien die im Moment dort installiert sind, haben zumindest ein Risiko für die Entwicklung junger Gehirne.
00:31:29: Ich hätte zum Abschluss denn wir müssen zum Ende kommen lieber Alex da nur noch mal und Professor Corte hat das eben schon angedeutet eine Frage die so ein bisschen so eine Vision zu malen einer Vision eindäht wie sieht der Alltag von Kindern aus wenn die europäische Kommission das jetzt durchzieht?
00:31:47: und Frau Prin dass das dann erstmal in jungen Jahren verboten ist.
00:31:53: Wie stellt man sich das vor?
00:31:54: Also ich glaube, ein Problem ist es mal angenommen und es wird erfolgreich gemacht.
00:31:58: Gehen wir da mal aus, dann ist es nur ein Problem für die Übergangsgenerationen.
00:32:01: Für die, die älter sind, für die es eh keins, für sie, die jetzt drinstecken, die sind anders gewohnt, die müssen noch was verzichten, was man ihnen wegnimmt und etwas, was hat man wegnimmt immer einen höheren Wert zu dem Zeitpunkt als es da war.
00:32:13: Für der Eranwachsenden Kinder ist es überhaupt kein Problem weil dies nicht anders kennen.
00:32:20: Totale.
00:32:21: Tät ja der Nationalmannschaft auch gut am Rande.
00:32:23: Also für die wird es kein Problem, weil man eben sieht wie es den Jugendlichen gut tut mit anderen was zu machen rumzuspielen Tischtennis zu spielen Mit anderen was zumachen sich wieder mit seinen Eltern über Dinge zu streiten Sich viel zu bewegen Sport zu machen den Vereine zu stärken.
00:32:39: Von daher glaube ich wir machen uns jetzt den meist größten Kopf und die größten Probleme um diejenigen die jetzt gerade in dieser Transitionsphase sind.
00:32:47: Aber diejenigen, die kommen werden ausschließlich davon profitieren Und ich glaube, die werden auch de facto nichts vermissen.
00:32:53: Weil sie eben sich haben – Sie haben das Spiel und Sie haben ihre Familien – setzt aber auch voraus dass die Erwachsenen auch etwas aus dieser Diskussion gelernt haben und sich hier auch als Vorbild fühlen.
00:33:04: Sagt Martin Korte Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig.
00:33:09: vielen Dank für Ihre Zeit.
00:33:13: Liebe Hörerinnen und Hörern, vielen Dank, dass Sie einmal mehr eingeschaltet haben.
00:33:17: Natürlich informieren wir sie nicht nur auf diesem Kanal weiterhin darüber bis und auch nicht mit diesem Thema sollen Social Media Angebote eingeschränkt werden für Kinder- und Jugendliche weitergeht.
00:33:29: Bleiben Sie uns gewogen und gesund und bis in der kommenden Woche!