F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

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00:00:04: Die Investorenlandschaft wandelt sich auf der ganzen Welt, aber auch in Deutschland.

00:00:09: Große Basengänge stehen in der Technologiebranche bevor und in Berlin trifft sich die Private Equity-Branche zur sogenannten Super Return Konferenz in diesen Tagen.

00:00:22: Grund genug um mit einem echten Fachmann über all diese Themen noch viel mehr zu sprechen.

00:00:29: Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörern zu einer neuen Folge des FHZ Digitalwirtschafts Podcast.

00:00:35: Mein Name ist Carsten Knob.

00:00:37: Ich bin einer der Herausgeber in der FH Z und heute haben wir einen spannenden Gesprächspartner hier und zwar Dr.

00:00:43: Markus Schenk Co-Head of Investment Banking Deutschland, Österreich, Schweiz bei LASA und den Kennern der deutschen Unternehmenslandschaft.

00:00:56: Und Finanzszene durchaus auch in anderen Rollen.

00:01:00: bekannt als Finanzvorstand des Energiekonzerns EON steuerte Herr Schenk das Unternehmen durch tiefgreifende Markt- und Strukturveränderungen stichwort Energiewende und als Chief Financial Officer Leiter des Investmentbankings und stellvertretender Vorstandsvorsitzender war er für die Deutsche Bank tätig.

00:01:24: Herzlich willkommen, lieber Herr Schenk!

00:01:28: Schönen guten Tag!

00:01:29: Lieber Herr Schenck Sie sind ich hatte es kurz gesagt jetzt bei LASA und zwar seit zweitausend zweiundzwanzig schon und verantworten da das Investmentbanking Geschäft hier für die Regionen in der Deutsch gesprochen wird Das heißt der gemeinhindern Dachregion.

00:01:47: Und wenn Sie so lieb sind, zu Ihrer Person habe ich jetzt ja das eine oder andere schon gesagt.

00:01:54: Ich bin mir nur nicht hundertprozentig sicher ob die Hörer des Digitalwirtschafts Podcast genau wissen was LASA so macht und wenn sie einfach kurz so liebt werden mal vorzustellen womit sich ihr Arbeitgeber befasst?

00:02:07: LASa wird gemein als Investmentbank bezeichnet was nicht so ganz zutrifft.

00:02:14: wir sind ein Unternehmen mit einer ganz langen Historie.

00:02:18: Der Name ist Französisch, ist aber ganz ursprünglich eine US-amerikanische Gesellschaft.

00:02:24: Die im Jahr ausgewanderten Hugenotten in New Orleans gegründet wurde als Handelshaus und dann über den Zeitraum von seitdem glaube ich hundertsechzig Jahren sich weiterentwickelt hat zu einem weltweit tätigen Unternehmen was im Prinzip in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern unterwegs ist.

00:02:48: Der größere Teil, etwa ist mal sechzig Prozent der Firma, ist ein reines Beratungsgeschäft was wir Financial Advisory nennen.

00:02:58: Manche dann als Investment Banking bezeichnen würden also ein Geschäft in dem wir Institutionen unternehmen bei M&A Transaktionen begleiten dieselbigen bei Kapitalstruktur Fragen beraten und unterstützen aber auch Insbesondere Wachstumsunternehmen dabei helfen, sich frisches Kapital zu beschaffen.

00:03:22: Und die anderen vierzig Prozent der Firma ist ein Asset Management Geschäft was im wesentlichen sogenannte offene Fonds sind also Fondsgesellschaften bei denen man sich auch als Retail Investor beteiligen kann.

00:03:41: das ist ein Geschäft bei dem wir so einer der mittelgroßen Spieler im Markt sind auch weltweit tätig, sehr viel auf der Eigenkapitalseite machen.

00:03:52: und ja das sind sozusagen die beiden Geschäfte in denen die Firma seit vielen vielen Jahren tätig ist.

00:03:58: Und dies weltweit.

00:04:00: Was macht man auf der Eigengkapital-Seite?

00:04:02: Im Unterschied zu der anderen Seite?

00:04:04: Auch nur ganz kurz

00:04:06: Ja, das sind halt Fonds, die in Aktien investieren oder eben auch Fonds die in Anleiheprodukte investieren.

00:04:13: Beides haben wir aber der Schwerpunkt liegt sicherlich auf ein eigenkapitaler Instrument.

00:04:19: Im Unterschied zu Kreditaufnahmen, was dann auf der anderen Seite stimmt?

00:04:22: Jetzt könnte die eine oder andere, der das hört, sich denken, ja cool!

00:04:28: Traditionsreiches Haus machen tolle Sachen.

00:04:30: und warum bin ich jetzt beim Digital-Handspotcast?

00:04:34: Sie sind spannend auch unterwegs im Technologiesektor Denn sie beraten dort eben auch traditionelle Industriekonzerne, die sich digitalisieren wollen.

00:04:46: Sei es durch Zukäufe von Tech-Startups oder Software-Spezialisten und andererseits unterstützen Sie eben in dem was Sie tun, auch schnell wachsende Technologieunternehmen bei dann wiederum Kapitarmarktransaktionen, die Ihnen dabei helfen sollen Ihrerseits zu skalieren.

00:05:04: Es ist doch wahrscheinlich so halbwegs richtig beschrieben und damit sind Sie dann auch endgültig hier im Digitalwirtschafts-Podcast angekommen?

00:05:11: Das trifft zu, der ganze Technologiebereich ist für, ich würde sagen heutzutage fast jeden unserer Klienten ein relevanter.

00:05:21: Und das kann man schon daran sehen wenn wir Wir haben früher eigentlich immer, das trifft habe ja nicht nur auf unsere Firma zu uns immer so organisiert dass wir Sektor Teams hatten, wo man gesagt hat, da gibt es diejenigen, die kümmern sich um HellScare.

00:05:35: Da gibt's diejenigen die kümmern sich um Real Estate dann gibt's andere, die kümmern sie sich um Chemie.

00:05:42: und da gab´s auch einen Sektore der dann abgekürzt meistens bei fast allen Banken TMT heißt Telecommunication Media and Technology.

00:05:55: Ich seh mal schon vor einigen Jahren haben wir dann irgendwann festgestellt, das macht eigentlich nicht mehr so richtig viel Sinn.

00:06:00: Weil Technologie ist eigentlich wie so'n Querschnittssektor der überall irgendwo reingreift.

00:06:06: Der greift in die Herzkehr rein, der greift im Automobil rein und der greifte in die Telekommunikation ein also... Das ist mittlerweile eine Sektortruppe bei uns, die gar nicht mehr sozusagen ihr eigenes sogenanntes Vertical hat sondern eher in alle anderen Sektoren mit reingreift.

00:06:26: So, diese Technologie ist überall und das hat ja auch ganz bestimmt bei Großbanken immer schon gegolten aber

00:06:36: auch

00:06:37: bei anderen großen DAX-Konzernen, anderen Konzernen.

00:06:40: und trotzdem haben wir in Deutschland ja das Gefühl und die Gewissheit Das wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auf der Baustelle unwahrscheinlich viel verpasst haben.

00:06:50: Also, wir haben Krisen bewältigt und dem Land ging es auch zwischendurch immer wieder gut weil wir Technologien viele aus der Vergangenheit hatten die wir überall inkrementell verbessert haben und dann konnten das andere nicht so und von diesem Wissen haben wir profitiert Gab's aber schon das, was man so ein bisschen abgegriffen und der Bedeutung nicht entsprechend war.

00:07:11: Man ist immer so überhört, Disruption nennt.

00:07:14: nur es war und ist halt tatsächlich eine.

00:07:17: Und da muss man jetzt konstatieren und vermutlich werden sie nicht widersprechen dass Deutschland hat schon wirklich einen Relativa Wettbewerbsposition in den vergangenen Jahren durch verpasste Chancen in der Technologie viel verloren hat.

00:07:30: Woran liegt das?

00:07:32: Liegt es daran dass wir wirklich in den Technologie-Problemen in diesem Land haben oder ist es dann doch eher Mindset der Manager, was dazu geführt hat?

00:07:41: Dass wir da stehen wo wir stehen.

00:07:43: Es sind ja zwei Fragen.

00:07:45: die erste ist eigentlich so das wir wirklich im Deutschland dort weniger gemacht haben und die zweite woran mag das liegen?

00:07:54: ich glaube es ist unter dem Strich wahrscheinlich schon richtig wenn man uns mal mit den USA vergleichen würde einigen Märkten in Asien, dass Investitionen gerade solche wo man ich sag mal dann auch im großen Schritt mal was sich ein anderes Unternehmen erwirbt.

00:08:15: Was einem Technologiekompetenz gibt haben wir aus Deutschland heraus nicht so viele gesehen.

00:08:22: Wir haben einige gesehen aber es waren wahrscheinlich vergleichsweise weniger.

00:08:27: Manche sagen immer die Deutschen sind sehr stark darin irgendwie Fabriken zu kaufen, aber vielleicht nicht so stark darin Technologie zu kaufen.

00:08:36: Das hat sich in den letzten Jahren glaube ich schon ein Stück weit auch verändert und es gibt da auch einige Beispiele dafür.

00:08:48: Man schaue sich nur an wie eine Firma wie Siemens.

00:08:51: wenn man sich anschaut was die letzten Akquisitionen dort waren das waren immer große Schritte im Wesentlichen im Softwarebereich, ich glaube SAP ist ohnehin in Deutschland zumindest die größte Ausnahme dort.

00:09:03: aber auch traditionellere Industrie große Industrieunternehmen wie in Bosch wie eine BSF wie eine Deutsche Telekom haben durchaus im Technologie Bereich investiert.

00:09:15: Aber ich glaube es hat in Deutschland eher ne Tendenz gegeben okay wir versuchen das möglichst irgendwie alles selbst zu entwickeln Und das ist natürlich in großen Unternehmen geht, dass meistens alles nicht ganz so schnell voran.

00:09:31: Es ist vielleicht auch nicht ganz einfach die jungen dynamischen Talente in so ein Großunternehmen reinzuholen und es ist ja auch nichts Schlechtes.

00:09:42: Die sehen wir ganz häufig bei den Startups, die in Berlin gerade im Technologiebereich hier bei uns in München entstanden sind.

00:09:54: Da komme ich schneller voran, da kann ich schneller meine Ideen einbringen.

00:09:58: Da bin ich schneller produktiv.

00:10:01: was dann ein bisschen schade ist das einige von diesen Unternehmen dann am Ende aus dem Ausland heraus rausgekauft werden und gar nicht zwingend sozusagen auch weiter originär in Deutschland bleiben.

00:10:14: Woran liegt das ein Stück weit?

00:10:16: Auch wie gesagt Ich glaube es hat bei uns im Deutschland gibt's immer so eine Tendenz Man will es irgendwie selber entwickeln, dieses berühmte Not-Invented-Hier-Syndrom vermeiden.

00:10:28: Und dann muss man einfach gerade wenn man auf die MNA Seite schaut ein Stück weit auch immer berücksichtigen dass sich viele Gremien Aufsichtsrähte Vorstände schon immer schwer tun, wenn man in einem Unternehmen klassischen Industrieunternehmen sitzt was ich sage mal an der Börse mit Bewertungsfaktoren von keine Ahnung acht Neunmal bewertet wird und dann soll man auf einmal ein Software-Geschäft kaufen.

00:10:57: Kursgewinnverhältnis spielen Sie da gerade drauf an, ne?

00:11:02: Was bei dreißig bis vierzig Mal liegt und da tut man sich erst mal schwer.

00:11:07: Aber gibt es doch eine Wande im Sinne von... Man findet zwar irgendwie komisch, tut das dann aber doch.

00:11:15: also hat die Bereitschaft dort zuzugreifen, um den Konzern eben doch umzubauen.

00:11:23: über die von Ihnen genannten Beispiele und Siemens steht unter Roland Busch der Erinnerung ganz bestimmt ganz vorne an der Spitze.

00:11:30: Aber hat das darüber hinaus auch in der Breitefahrt aufgenommen oder gibt es da immer noch sehr viel Nachholbedarf?

00:11:36: Also der große deutsche Ständler aus dem Schwarzwald oder so dem das vielleicht auch mal ganz gut huren würde ist da die Bereitschaft auch größer geworden?

00:11:46: also klare Antwort ja Wir haben vielleicht noch nicht so viel gesehen, aber wenn ich einfach mal als einen Maßstab nehme.

00:11:54: Was sind so Themen die wir aus unserem Geschäft heraus mit den von Ihnen genannten Unternehmen führen?

00:12:01: Dann ist die Zeit in der man irgendwie über Konsolidierung geredet hat und schließt sich vielleicht damit einem anderen Teilnehmer aus der Industrie zusammen.

00:12:11: Das finden sie eigentlich gar nicht so interessant.

00:12:13: Die wollen mit uns darüber reden wo gibt es ist immer für das was wir machen relevante Technologie Kompetenz, die wir dazu kaufen können.

00:12:24: Da guckt man in den USA, da guckt dann nach was in Europa geht.

00:12:28: aber das ist eigentlich viel mehr das Diskussionsthema heute als Das, was wir vielleicht vor sieben, acht Jahren diskutiert haben.

00:12:37: D.h.,

00:12:38: Sie sind auch etwas stärker zu einem Geschäftsmodellberater geworden?

00:12:43: Was den Deutschen ja immer vor, also jetzt der deutschen Wirtschaft vorgeworfen wird ist das digitale Geschäfts-Modell zudem... als hergebrachten Traditionsgeschäft häufig fehlt.

00:12:53: Und wenn ich jetzt Ihnen so zuhöre, wenn Sie mit den Geschäftsführern und Vorständen da so am Puzzletisch sitzen, dann basteln sie ja auch an einem digitalen Geschäftsmodell der Zukunft herum?

00:13:04: Was ja gut wäre, wenn es so wäre!

00:13:07: Ja man muss immer ein bisschen aufpassen finde ich mit dem Begriff digitales Geschäfts-Modell.

00:13:12: das hört sich irgendwie immer noch fancy Neu an.

00:13:16: und dann, wenn man so genau hinter der

00:13:18: FHZ muss es entwickeln.

00:13:19: Da gibt's kein Vertun.

00:13:21: Was genau ist das denn?

00:13:23: Und die Antwort ist glaube ich in der Tat für in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich.

00:13:27: aber im Prinzip gebe ich Ihnen recht Es sind viele Diskussionen um die Frage Wenn wir diese Technologie bei uns hätten.

00:13:39: was verändert das in unserer Aufstellung?

00:13:41: Können wir andere Kundengruppen erschließen, können wir anders auf Kundengruppen zugehen?

00:13:47: Werden wir aus auf einmal von einem Hersteller von Komponenten zu jemandem der eigentlich unseren Kunden Lösungen anbietet.

00:13:58: Ich hatte jetzt diese Woche noch ein Gespräch mit dem Unternehmen wo man gemein hin eigentlich denken würde na ja die produzieren halt Produkte aus Metall, die dann im großen Stil irgendwo verwendet werden und warten dann auch teilweise diese Produkte.

00:14:16: Aber die Diskussion gegen eine ganz andere Richtung, nämlich da gibt es zwei oder drei interessante M&A-Targets für uns.

00:14:26: Das überlegen wir, ob wir das nicht kaufen weil Wir könnten damit das ganze Thema Maintenance Wartung für die Produkte, die wir ausliefern komplett anders gestalten.

00:14:39: Ich sag mal, naja alle X Jahre müssen wir halt Sachen erneuern zu die Nutzung messen und dadurch die Belastungen messen.

00:14:47: Und dadurch im Grunde genommen unseren Kunden anbieten Wir können sicherstellen dass das was ihr habt immer funktioniert.

00:14:53: da wird es keine Ausfälle geben.

00:14:55: in dem Sinne ein ganz anderes Geschäftsmodell Und das ist eigentlich für mich fast ein typisches Beispiel gewesen, was wir heute mehr sehen.

00:15:05: Also man sagt ja salopp die besten Geschäfte sind immer die wo beide etwas von haben.

00:15:09: der Kunde bekommt diese Garantie und das Unternehmen bekommt recurring Revenue also laufende Einnahmen durch den Service Vertrag, den man dann abschließt im Unterschied zu diese etwas unplanbaren.

00:15:25: und jetzt muss alles neu gekauft werden in Quartal X, was dann ja auch schön ist.

00:15:30: Absolut richtig!

00:15:31: Ich glaube fast alle Unternehmen suchen nach diesem Serviceanteil den man über dem klassischen Verkauf von reiner Hardware irgendwo noch drüber legt und um den anbieten zu können – das ist jetzt nicht überall so aber es halt einfach.

00:15:49: in vielen Branchen spielt der Computer eine Rolle und spielt das Verarbeiten von Informationen, das Messen vom Daten und zeitnah verarbeiten.

00:16:01: Und da kommt dann dieses ganze Thema Digitalisierung Technologie zum Zuge

00:16:07: So interessant wie unbemerkt Apple das hinbekommen hat uns allen zusätzlich noch ein dreißig Euro Abo im Monat zu verkaufen.

00:16:13: Zu diesen teuren Geräten für den Speicherplatz, Fitness Plus oder Fernsehen oder was weiß ich was da alles dran Einbezogen ist.

00:16:22: ganz unbemerkt haben die das hin bekommen und ja Für andere aber

00:16:27: sehr erfolgreich

00:16:29: genau der Blick Wie groß dieses Geschäft inzwischen geworden ist und völlig Konjunktur resistent.

00:16:36: Es ist schon auch interessant, aber das nur am Rande um zu erläutern worum es hier geht.

00:16:41: Weil das ist ja sein Nahen uns allen dran.

00:16:43: Das Geld bezahlen wir im Zweifel alle also jedenfalls in dem Fall wenn man ein Apple.

00:16:51: noch mal ganz kurz zu dieser Ausgangsfrage zurück und ob ich das richtig verstanden habe.

00:16:56: Sie haben Herr Schenk, glaube ich gerade eben dann schon vermittelt dass den in den deutschen Unternehmen diese Botschaft angekommen ist, dass man da was tun muss auf diesem Gebiet und es auch um einen anderen Mindset geht als eben ich mache jetzt eine Synergieeffektveranstaltung indem Wettbewerber kaufe, mit dem ich mich ergänze und dann schmeiß' ich halt die Mitarbeiter raus, die ich brauche, rausschmeißen muss um das sich rechnen zu lassen.

00:17:22: Sondern ich ergänse wenn man so will mein Geschäftsmodell.

00:17:25: jetzt, wenn es diese Beobachtung der Beschreibung des Zustands so richtig ist sind die deutschen Unternehmen denn dabei aggressiv genug?

00:17:33: Denn wenn man jetzt an diese technologischen Entwicklungen denkt und das Tempo vor allen Dingen bei der künstlichen Intelligenz Da hat man ja das Gefühl, dass wenn man es gerade verstanden hat.

00:17:43: Gerade an die Entwicklung wieder rechts überholt, während man Vollgas links auf der Autobahn unterwegs ist.

00:17:50: Ist das auch schon angekommen?

00:17:53: Sense of urgency?

00:17:55: Der sense of urgency vielleicht aber womit Sie worauf sie glaube ich im wesentlichen Jahr anspielen und das ist denke ich nach wie vor ein Thema bei uns hier im Land Die Fähigkeit darauf dann auch zu reagieren und schnellzureagieren, ich glaube da sind wir noch hinten dran.

00:18:17: Deutschland in Deutschland sofern man das verallgemeinern kann und wie immer gilt natürlich würden wir dazu auch die Ausnahmen finden aber Wir sind nicht die schnellsten was Reaktion auf Veränderung anbelangt.

00:18:36: Tendenz eher mal am tradierten Fest und wagen uns dann mit einer neuen Technologie los zu rennen, wenn wir wissen alles funktioniert.

00:18:48: Und wir haben das komplett verstanden.

00:18:51: Das wird in anderen Ländern – ich meine den USA ist ja immer mehr so trial-and-error – man versucht es schon Mal, dann stellt man fest, ah das und das funktioniert noch nicht.

00:19:00: müssen wir hier noch anpassen versuchen es nochmal Aber dadurch kommen die einfach schneller voran.

00:19:04: Und das ist schon kulturell in vielen Unternehmen aus meiner Sicht etwas, was bremst nicht in allen aber in vielen und wir sind da in der Entscheidungsfindung wahrscheinlich einfach zu langsam.

00:19:19: Das hat nichts damit zu tun dass die Technologie hier fehlt.

00:19:24: Wir haben ja den gleichen Zugang zu derselbigen.

00:19:29: Bereitschaft und Fähigkeit, die dann auch schnell einzusetzen.

00:19:35: Und auch gerade in großen Organisationen zu erlauben dass sich da irgendwie mal etwas entwickelt neben dem Tradierten.

00:19:44: Da sind wir jetzt nicht so richtig gut.

00:19:46: Wir haben immer so viel Sorge über unsere Marke oder.

00:19:51: ich nehme wieder mal Beispiele In der digitalen Transformation der FAZ, also Beispiele die ich von meiner eigenen Haustür hier kenne.

00:19:58: dann trete ich niemandem auf die Füße aus an mir selbst.

00:20:01: Kommt es immer wieder zur Entscheidung ob wir einen Teil von Faznet zum Beispiel eine Suchfunktion oder so in einem Zustand der jetzt gerade in der Entwicklung erreicht ist?

00:20:14: einführen, um es einfach mal einzuführen.

00:20:16: Obwohl wir wissen dass wir mit dem einen oder anderen noch nicht so ganz hundertprozentig zufrieden sind oder ist halt eben nichts zu machen und wird Auch hier wieder der ein oder andere Hörer sagen, na ja okay das hast du jetzt schon häufiger gehört.

00:20:30: Aber ich kann aus der eigenen Erfahrung nur berichten es ist im Alltag Realität.

00:20:36: mit praktisch allem was wir neu einführen gibt es immer wieder den Punkt wo man und diejenigen die das sagen haben dann auch eigentlich auch immer recht wo man immer gesagt bekommt Das is noch nicht reif Wir müssten eigentlich schon noch das und das machen.

00:20:56: Und du mit deiner Hemdsärmlichkeit so, ja?

00:21:00: Dann muss es halt irgendeiner machen und dann dafür stehen und auch auf die Kappe nehmen wenn's da für Kritik gibt.

00:21:06: aber der Punkt ist man muss damit durch die Tür um am Kunden weiterzuentwickeln.

00:21:13: Das scheint nicht nur bei der FAZ ein Mindset-Wandel zu sein.

00:21:18: Ich glaube, dass das grundsätzlich ein Thema ist mit dem ich so mal viele kämpfen.

00:21:24: Und da ist es auch nicht damit getan, dass sich Führungspersonal nach vorne stellt und sagt jetzt kommt der große Kulturwandel und wir müssen alle schneller.

00:21:37: Das muss man dann im Tagesgeschäft vorleben möchte, dass Dinge dort jetzt anders gemacht werden und stärker genutzt werden.

00:21:46: Ich will einfach mal ein praktisches Beispiel aus meiner Firma nennen.

00:21:51: Wenn ich mir anschaue oder wenn man unseren CEO Peter Orsack fragen würde was sind denn die drei wichtigsten Themen für die Firma dann würde der sagen also das ist KI?

00:22:03: Dann ist es KI und es ist KI.

00:22:07: Und was sehen wir von ihm eigentlich?

00:22:11: jeden Tag fast jeden Tag.

00:22:15: Zumindest geht das dann an einige der Senior Partner in der Firma.

00:22:21: Kriegen wir eine E-Mail?

00:22:23: Guckt euch mal das folgende an, ich habe das jetzt mal ausprobiert Ich hab hiermit gearbeitet und du hast mir das hier mal zugeschickt, ich hab' das mal mit der KI verprobt.

00:22:33: Da kommt das und als Feedback raus.

00:22:34: Also man sieht Mensch Der CEO arbeitet den ganzen Tag mit diesen Instrumenten Stellt uns auf der Basis, ägt schlaue und gute Fragen.

00:22:45: Und was sehe ich, was passiert?

00:22:46: Aus dem Verhalten und nicht weil er gepredigt hat ihr müsst jetzt alle die KI nutzen.

00:22:52: Fangen wir alle irgendwie an zu sagen das muss sich jetzt ja auch machen.

00:22:55: Genau diesen Test kann ich vorher auch schon mal machen dann stehe ich besser da wenn der zweite Test läuft beim CEO genau.

00:23:05: also dieses Vorleben ist selber machen und sie haben diesen Punkt gebracht.

00:23:13: Wir Deutschen haben immer so eine Tendenz dann loszufahren, wenn wir wissen also an dem Auto ist jetzt alles ganz perfekt und da muss auch keiner mehr irgendwo am Rand um noch irgendwas zu reparieren.

00:23:24: Das muss man glaube ich auch anders machen.

00:23:25: das ist auch auch auch da gilt wieder wenn man... Ich kenne so Beispiele von Unternehmen in den USA aber ehrlicherweise auch vom Start-ups in Deutschland die sagen die feiern es wenn auch was schief gegangen ist und dann feiern sie Da hat einer versucht.

00:23:41: Und ja, es ist schiefgegangen und aus dem Schiff gehen haben wir auch wieder was gelernt und deswegen können wir's jetzt besser machen aber das wird gefeiert.

00:23:47: genau dass sehen wir jetzt sehr besonders augenfällig apropos Börsen Gänge SpaceX.

00:23:52: wenn da so eine Rakete explodiert ist Elon Musk immer ganz begeistert.

00:23:57: Man muss allerdings auch sagen, viele davon fliegen inzwischen auch ganz gut.

00:24:00: Also die ESA und die NASA sind auf die Raketentypen, die fliegen ja durchaus angewiesen, auch wenn deutsche Astronauten zur ISS geschossen werden sollen oder so... also es gibt auch durchaus Dinge, die da funktionieren und ja hin und wieder bei einer neuen Generation geht hat auch mal waschiv und dann muss man sich mal mit der Explosion und ihren Gründen dafür auseinandersetzen Genau, und nicht direkt den Manager oder den Ingenieur Feuern.

00:24:28: Das Schlimme ist Herr Schenk ich war ja zur Jahrtausendwende im Silicon Valley Und dieser Erkenntnis gab es eigentlich auch schon zu Jahrtaussendwenden.

00:24:40: Das ist tatsächlich eine Generation verbraucht.

00:24:43: bevor das so richtig angekommen ist hätte ich damals nicht gedacht weil wir schreiben ja dass Jahr zwanzig inzwischen.

00:24:51: also

00:24:54: Ja, aber jetzt müssen wir nach vorne gucken und ich sage mal auch schauen.

00:25:00: Wir sehen mal gestartet in unserer Diskussion wie läuft es denn in Deutschland?

00:25:03: Und wir kriegen das auch hier in unseren Gefühlen besser hin.

00:25:07: Und sie haben ja auch einige der Beispiele angesprochen von Unternehmen die wo sich jetzt eben auch des Führungspersonal nach vorne stellt und Sachen vorlebt und Sachen anders macht.

00:25:21: als ein Beispiel, haben sie Roland Buschgang.

00:25:25: Ich glaube das ist in der Tat ein hervorragendes Beispiel dafür wie einen Unternehmensführer hingeht und sagt so ich nehme dieses ganze Thema wir müssen unsere eigenen Geschäfte so anfangen zu denken dass wir sie digitalisieren im Sinne von Wir machen Sie dadurch besser.

00:25:45: Wir machen sie dadurch für unsere Kunden attraktiver Und das zur absoluten Chefsache macht und vorlebt.

00:25:52: Und die ganze Organisation auffordert, in diese Richtung zu gehen?

00:25:57: Und es funktioniert.

00:25:58: Wir

00:25:59: haben über Lidl noch gar nicht gesprochen.

00:26:01: Also der Name ist noch nicht gefallen aber auch dass also ich glaube hier im Digital Wirtschaftspodcast ist das Preaching to the Quiet.

00:26:09: Aber wer's zufällig hört mal kurz gucken was Lidel nicht nur eine große Supermarktkette ist und was dann da raus kommt ist spannend

00:26:19: In der Tat.

00:26:20: Gerade was Technologie anbelangt, sicherlich einer der veritabelsten Investoren die wir hier im Land haben.

00:26:28: Genau so und jetzt kommt nämlich sozusagen der zweite Teil der Medaille.

00:26:32: Jetzt haben wir im ersten Teil darüber gesprochen dass es halt Unternehmen gibt brauchen möglicherweise, um die Investitionen zu tätigen.

00:26:42: Die sie tätigen müssen, um ihr Geschäftsmodell zukunftsfähigzumachen.

00:26:46: und auf der anderen Seite gibt es eben Investoren, die Geld haben, die auf der Suche nach Renditen sind unterschiedlichen Risikoprofilen und Anlagehorizonten usw.

00:26:58: Und das müssen Sie ja jetzt irgendwo matchen?

00:27:01: Und dann war die Eingangstese auch die Landschaft in der diese Investoren tätig sind, die wandelt sich gerade.

00:27:10: Und wenn man jetzt diese zweite Seite der Medaille nochmal etwas genauer unter die Loop nehmen möchte, auch im Kontext dieser Super-Return-Konferenz – was verändert sich denn jetzt eigentlich genau?

00:27:22: Wird selektiver vorgegangen?

00:27:25: Ist denn Investoren ganz klar dass sie wissen….

00:27:28: ich bin jetzt hier entweder in irgendetwas wo jemand KI begriffen hat oder wo jemand Defense Tech oder Green Tech begriffen hat.

00:27:36: wollen die das sozusagen ganz genau sehen investieren sie insgesamt vielleicht in weniger Deals aber dafür dann direkt größer.

00:27:44: beschreiben Sie doch gerne mal wie sich diese Landschaft verändert hat.

00:27:48: Ich hatte heute früh ein Telefonat mit einem Senior Partner einer Private Equity Firma, die sich gerade einem möglichen Investment in eine Technologiefirma beschäftigen.

00:28:05: Und ich fand das super spannend, was er gesagt hat.

00:28:08: Er sagte also wir finden das Unternehmen toll, Supermanagement die Technologie ist klasse.

00:28:16: aber bevor wir da jetzt weitergehen werden wir erstmal vier sechs Wochen mit Experten in die Frage stecken welche Relevanz hat diese Technologie in zehn, in fünfzehn Jahren.

00:28:33: Das fand ich schon ganz bemerkenswert und ich glaube das ist auch echt eine Veränderung die sich so in den letzten drei vier jahren ergeben hat.

00:28:42: vor diesem Zeitraum wenn ich mal auf die Venture Seite gucke konnte man sich des gefühls nicht erwähren dass man mit einer guten Powerpoint Präsentation aufschlagen muss.

00:28:53: ein schönes Schaubild zeigt was auf der rechten seite riesig hohe Bartschatz hat und auf der linken ganz klein ist.

00:29:02: Und dann konnte man Geld einsammeln, das geht heute nicht mehr sondern heute wird sehr, sehr detailliert nachgefragt untersucht aber dann wenn die Überzeugung da ist dann in der Tat auch groß investiert.

00:29:22: wir haben jetzt ich weiß gar nicht mehr die genaue Zahl aber ich glaube in den USA hat es gerade was Kapitalbereitstellung auch wieder auf der KI-Seite in ein Unternehmen.

00:29:34: Davon sind wir hier natürlich noch sehr, sehr weit entfernt da.

00:29:37: wir freuen uns wenn irgendwie staatlich fünfhundert Millionen irgendwie in einen Pfarr gepackt werden.

00:29:42: Das ist man natürlich nicht so wettbewerbsintensiv.

00:29:45: aber sie haben ja die Investoren angesprochen.

00:29:47: Da würde ich sagen erstens hohes Interesse an Technologie.

00:29:52: zweitens Da wird aber sehr, sehr genau hingeschaut.

00:29:55: Wie relevant ist die wirklich?

00:29:57: Ist ihnen ein Profiteur von KI oder nicht?

00:30:01: Welche Relevanz hat sie in vielen Jahren und nicht nur heute?

00:30:06: also da wird es sehr viel genauer hingeschaut.

00:30:08: Aber dann wird auch Wenn man wenn dann die Überzeugung da ist gibt's auf die Bereitschaft auch im großen stil zu investieren

00:30:17: Also sehr aktiver fokussierter Und im Zweifel dann auch größer als früher.

00:30:23: Groß?

00:30:24: Groß!

00:30:26: Wir haben jetzt vor ein paar Tagen hier in Hessen, der Fazit kommt ja bei aller deutschlandweiten Verbreitung am Ende doch aus Hessen.

00:30:36: und so sehr gefreut... Lese

00:30:37: wir auch hier in Bayern.

00:30:38: Genau, ein Focused Energy, ein Laserfusionsunternehmen hat es geschafft bei RWE aber auch bei anderen Investoren in einer Finanzierungsrunde zweihundertvierzig Millionen Dollar einzusammeln und kommt damit dann jetzt fast auf so eine Einhornbewertung von einer Milliarde.

00:31:02: Das ist ja erfreulich, ne?

00:31:03: Und ist in dem Fall dann ja nennen wir es Green Tech.

00:31:06: Wir freuen uns darüber so sehr weil's immer noch so selten ist in Deutschland.

00:31:09: das dürfte schon noch häufiger vorkommen oder?

00:31:13: Das ist definitiv so.

00:31:15: ich habe jetzt genau keine genauen Zahlen aber wenn man sich mal anschaut wie viel Geld in solche Venture-Situationen, in den USA fließt.

00:31:24: Und dann vergleicht das mit Europa – ich rede jetzt gar nicht von Deutschland – sondern mit Europa liegt da ein hohes Vielfaches dazwischen.

00:31:33: Die Risikobereitschaft ist viel höher Es ist vielleicht auch regulatorisch ein bisschen einfacher und wir haben in Europa einfach noch nicht diese Kultur.

00:31:48: Das ändert sich schon ein bisschen.

00:31:49: Da gibt es natürlich Leute, die das irgendwie auch mit angetrieben und als Vorbildaugen irgendwo vorangegangen sind.

00:31:56: Man gucke sich nur mal an was durch einen anfänglichen Investment von Frau... Klatten hier im Kontext der Turm, der

00:32:07: Unternehmertum in München

00:32:09: entstanden ist.

00:32:10: Mit dem Unterneemertum haben wir in Münchern mittlerweile wahrscheinlich einen der drei vielleicht sogar den größten Inkubator für Technologieunternehmen Europas.

00:32:22: aber auch die sagen Mensch wenn wir uns vergleichen weil sie sprechen es gerade diese Technologie an Wenn wir gucken Da gibt es vermutlich in den USA Unternehmen, die und ich werde da jetzt nicht vorgaukeln dass ich der Experte wäre aber wo man mir sagt.

00:32:37: Die sind technologisch eigentlich hinter uns kriegen aber trotzdem ein Vielfaches an Kapital zur Verfügung gestellt.

00:32:45: Und das ist natürlich ein echtes Thema und das ist auch etwas wo man aus meiner Sicht politisch schauen muss wie kann man was kann man tun um es einfacher zu machen attraktiver zu machen solches Geld hier nach Deutschland oder nach Europa einzuberben?

00:33:03: Da frage ich mich immer vor allen Dingen, wenn ich das Weltwirtschaftsforum in Davos gerade wieder hinter mich gebracht habe.

00:33:10: Wenn man dann diese ganzen Leute da auch aus Amerika wieder getroffen hat so die Eric Schmitz und Elon Musk dieser Welt, die auch privat schon als Einzelpersonen durch diesen gigantischen Erfolg den die durch Die Beteiligungen an den Unternehmen, die sie führen oder geführt haben, erlangt haben schon als Einzelperson unwahrscheinlich viel Geld in bestimmte Unternehmen investieren können.

00:33:36: Eric Schmidt macht auch Raumfahrt und Fusionsenergie und weiß ich nicht irgendwelche Dinge wo man Energie im Alp will und welche Rechenzentren im All einsammelt usw.

00:33:49: So.

00:33:49: und dann kommt man so auf der Heimfahrt ins grübeln.

00:33:51: Und jedes mal wieder neu, wie viel Geld da generiert wird durch diese ganzen IPOs in diesen Dimensionen jetzt SpaceX?

00:33:58: Das wird ja auch alles wieder in dieses Ökosystem reingeschüttet Und ich möchte auf jeden Fall eine positive Note aus diesem Podcast raus.

00:34:08: Aber das ist dann doch noch mal wieder in den eher deprimierender Moment, weil wir weiß ich nicht vor dreißig Jahren verpasst haben in der privat finanzierte Altersvorsorge im großen Stil einzusteigen und so weiter.

00:34:20: ein

00:34:20: Beispiel.

00:34:21: Wir haben einfach noch nicht so Kapitalmarkt-Kultur.

00:34:25: Wir haben natürlich auch nicht wirklich einen europäischen Kapitalmarkt, hätten wir den der dann einfach von so einer Größe her schon mal viel näher an den USA.

00:34:35: und ja, wir haben sicherlich auch nicht die Kultur, die dahinter steht und nicht die Mechanismen, die haben sie gerade selber angesprochen.

00:34:42: Ja aber ich sage mal das kann man ja auch ändern da ist ja nicht ein Stein gemeißelt dass man das nicht irgendwann doch mal anfängt.

00:34:52: Und dann, wir haben die heißen nicht Elon Musk und die Zahlen sind vielleicht auch nicht ganz so groß aber es ist jetzt auch nicht so als gibt's nicht auch in Deutschland erfolgreiche Unternehmer.

00:35:07: Die haben vorhin über Lidl gesprochen ja, die dann hingehen und sagen so und dieses Geld das nutze ich damit irgendwie meine Freizeit zu gestalten, sondern ich investiere es.

00:35:22: Ich investiere das in Technologie.

00:35:24: Ja, Frau Klatten erwähnt ja bei mir oder

00:35:26: auch ihren Bruder also beide bei BMW die haben ja da durchaus Ideen.

00:35:32: Die beiden Strungmannbrüder.

00:35:36: Also wir ist nicht so als würde Deutschland nichts hinkriegen?

00:35:40: Nicht auch solche Leute haben.

00:35:42: Wir haben die was ich immer ein bisschen schade finde.

00:35:45: Wir in Amerika werden die gefeiert, da sind das Helden.

00:35:50: Was sie hingekriegt haben und was sie dann auch irgendwie wieder zurückgeben indem Sie reinvestieren?

00:35:57: Das ist in Deutschland... ich will es jetzt gar nicht groß ausweiten aber ein bisschen mehr davon würde uns gut tun ja würde der Innovationskraft dieses Landes und der Fähigkeit dieses Landes den Kuchen, von dem wir alle irgendwo leben weiter zu vergrößern oder wiederzuvergrößeren.

00:36:22: Das würde schon durchaus auch einen Beitrag leisten und nicht nur die Frage wie man denn diese Leute ist immer anderweitig nutzen kann.

00:36:32: also ich glaube da gibt es ganz viele die auch bereit sind hier zu investieren in neue Dinge in Veränderung zu investiren und die tun das auch.

00:36:42: und wir sollten mehr darüber reden und wir sollten es feiern

00:36:47: Ja, und zwar nicht nur im FAZ Digitalwirtschaft Podcast was so ein bisschen preaching to the choir ist sondern tatsächlich auch höchste Stellen in Deutschland könnten dieses Lied ein bisschen stärker singen.

00:37:00: Das ist wohl wahr.

00:37:02: also das mit Leistung darf sich lohnen es nun wirklich nichts Verwerfliches.

00:37:06: Es ist halt schlimm wenn dann eine Partei die gerade versucht wird da irgendwie den liberalen Parlamentarismus doch noch zu retten dass man in solche Plattensprüche um uns das jeder Milliardär werden können soll.

00:37:18: Ja, wohl war aber etwas seriöser dürfte es halt im Ansatz dann schon sein.

00:37:23: vielleicht finden wir irgendwann doch auch noch mal den gesunden Mittelweg.

00:37:28: so und jetzt lieber Herr Schenk ist wie stehen wir denn jetzt?

00:37:33: Im Lichtall dessen was wir besprochen haben in der letzten Gutenhabenstunde in Deutschland Jetzt wirklich da!

00:37:42: Ist was wir an Positiven besprochen haben, ausreichend.

00:37:47: Dass wir sagen können ja doch der Schuss ist gehört worden und die Stärke, die wir haben es groß genug dass das dann auch auf diesem Boden funktioniert?

00:37:58: oder gibt es doch Dinge die sich unbedingt darüber hinaus noch ändern müssen damit wir auch unseren Enkeln sagen könnten hier is einer der reichsten Volkswirtschaften der Welt bitte schön.

00:38:12: Also ich kann ja nur meine eigene bescheidene Meinung zu geben und werde auch nicht für mich in Anspruch nehmen, dass ich da die Weisheit mit Löffeln gefressen habe.

00:38:22: Ich gebe Ihnen einfach nur meine Perspektive.

00:38:25: Ich denke das wir hier in Deutschland... Wir müssen anerkennen, dass wir vielleicht Veränderungen als was Positiveres aufgreifen müssen, als wir das in der Vergangenheit gemacht haben.

00:38:40: festhalten an alten liebgewonnenen durchaus auch an Geschäften, die mal sehr erfolgreich waren aber die vielleicht nicht mehr so eine Relevanz haben und dass man da loslässt.

00:38:51: Ich glaube das ist eine ganz wichtige Sache, die wir lernen müssen.

00:38:55: erstens zweitens Wir müssen mehr positive Geschichten erzählen über die Erfolge dies im Land ja durchaus gibt bei Neugründungen, bei großen Unternehmen die sich schon verändert haben und wir müssen diese Geschichten erzählen und daraus Vorbilder machen damit andere das nacheifern.

00:39:20: Drittens was wir nicht unterschätzen dürfen ist dass wir hier nach wie vor eine der best ausgebildeten Populationen haben Auch darüber oftmals zu negativ.

00:39:37: Ich glaube hier allein in der Stadt, in meiner Heimatstadt in München gibt es ich glaube über Fünfzigtausend Studenten in Technologiefächern.

00:39:48: Es gibt schon Grund

00:39:49: und die duale Ausbildung

00:39:52: Und die dualer Ausbildung ist ein Grund warum die Google's und Microsofts dieser Welt dann hinkommen und sagen hey ihr gibts viele Talente.

00:39:59: es gibt einen Grund warum hier so viele Tolle Start-up Unternehmen entstehen und da ist eine gute Basis vorhanden, wir müssen es derselbe ein einfacher machen an Kapitalrand zu kommen.

00:40:11: Wir müssen die Erfolge feiern, wieder lernen es klasse zu finden wenn Leute da was hingekriegt haben und nicht dies dann irgendwo in Night um Münzen.

00:40:25: aber ja wir müssen wirklich in diesem Land aus meiner Sicht verstehen das Wir alle es besser haben, wenn wir gemeinsam daran arbeiten den Kuchen größer zu machen und dann kriegen wir nur dadurch größer.

00:40:38: Dass wir die Dinge, die die Wachstum mit sich bringen und da ist viel Technologie dabei und vielleicht etwas weniger alte Industrien von denen wir immer noch sehr viele in Deutschland haben dass wir uns trauen mehr auf diese neuen Themen zu springen ja

00:40:57: Und das auch gerne innerhalb, also dieses Loslassen, ihr Punkt eins darf auch gerne Innerhalb eines Unternehmens passieren.

00:41:04: Dass man dauerhaft erhalten will weil wenn man für ein Unternehmen spricht dass achtzehntet achtenvierzig gegründet worden ist dann wird das nicht bis ins Jahr zwei tausend sechsten zwanzig so gut weiter funktioniert haben.

00:41:19: war man irgendwann gesagt hat Das was achtzehnundfünfzig war Ist das was wir jetzt nicht mehr anfassen dürfen sondern Da wird man immer wieder völlig neu herangegangen sein und das auch in der Zukunft weiterhin tun.

00:41:34: Sie haben schon davon gesprochen, wie sehr künstliche Intelligenz ihr Geschäft beeinflusst.

00:41:40: Auch dass es dann irgendwann mit einem großen Wandel verbunden ... So was ist vielleicht noch mal ein Thema für ein weiteres Gespräch?

00:41:47: Und wann sich genau darauf konzentrieren will, wie KI das Investment Banking verändert?

00:41:54: Genau!

00:41:54: Aber auch die Steuerberatung oder die Juristerei, den Journalismus.

00:42:00: Das Handwerk vielleicht nicht so sehr ... Auch das ist wieder ein anderes Thema.

00:42:05: Herr Schenk vielen Dank für diesen Einblick in das was auf dem Kapitalmarkt bei den Investoren so los ist wie sich Unternehmen in Deutschland neu aufstellen, die Hilfe einer strategischen Beratung wie LASA in Anspruch nehmen.

00:42:21: Wir haben gesprochen mit Dr.

00:42:22: Markus Schenk, dem Co-Head of Investment Banking Dach von LASAA und dafür sage ich herzlichen Dank!

00:42:30: Ich danke Ihnen!

00:42:32: Bis zur kommenden Woche.

00:42:33: liebe Hörerinnen und Hörern.

00:42:34: Danke fürs Reinhören.

Über diesen Podcast

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

Zur App für iOS und Android: https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985
Mehr erfahren: https://fazdigitec.de

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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