F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

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00:00:03: Manchmal wird aus einer Podcast-Folge ein richtiger Auftritt.

00:00:07: In diesem Fall vor dem FAZ-Kongress für unsere Leserinnen und Leser, der vor wenigen Tagen im Frankfurter Cup Europa am großen Veranstaltungszentrum stattgefunden hat.

00:00:18: Es geht um die Digitalwirtschaftsfolge.

00:00:20: mit dem CEO des Drohnensoftwareherstellers Auterionn, die hier viele Hörerinnen oder Hörern begeistert hat – auch mich!

00:00:30: Entstand spontan der Gedanke, Lorenz Meyer den Mitbegründer und Chef auf die Bühne zu holen.

00:00:37: Um auch mit unseren Leserinnen und Lesern über ein Thema zu diskutieren das uns leider angesichts diverser Kriege- und Kriegszenarien nicht mehr loslässt wie können wir uns gegen Drohnenangriffe verteidigen?

00:00:50: Darüber haben wir gesprochen mein Kollege Piotr Heller aus unserer Wissenschaftsredaktion und ich.

00:00:56: Und wir möchten Ihnen, auch wenn die letzte Autorionfolge hier im Digitalwirtschaftspodcast noch nicht lange her ist, diesen Auftritt vor unseren Lesern nicht vorenthalten.

00:01:07: Wir haben viel gelernt auf der Bühne und die Rückmeldung von unseren Zuhörern im Saal war so positiv dass es unsere Digitalwirtschaft Podcast Community zur Verfügung stellen möchte.

00:01:20: Lernen Sie mit uns ein weiteres Mal wie die Verzaltigung der Zukunft organisiert wird.

00:01:30: Ja, ein schweres Thema das wir uns zum Staat hier ausgewählt haben aber bei die Welt sie ist so wie sie ist und wir finden es erfreulich dass wir mit einem deutschen Gründer im deutschen Unternehmer über dieses Thema sprechen können um zu lernen dass nicht alles in der Hand von amerikanischen oder chinesisch Technologiekonzernen, dieses Thema.

00:01:55: Und wir reden über Drohnen.

00:01:58: und wenn man so an Drohne gedacht hat in der Vergangenheit hatte man oft zwei Bilder im Kopf einmal so ganz riesige Dinger die die SPD für die Bundeswehr nie anschaffen wollte und dann so kleine wo man mit seiner Tochter damit seinem Sohn darüber diskutierte ob man die MDJ Eis Tor vielleicht anschaffen sollte.

00:02:24: Mit Letzteren hat ja die eine oder der andere von Ihnen vielleicht auch schon mal Erfahrungen gesammelt.

00:02:29: Deswegen wird auch ich, genauso wie du lieber Thomas, eine kurze interaktive Frage zu Beginn einbauen wer von ihnen hat denn schonmal eine Drohne gesteuert?

00:02:41: Oha!

00:02:42: Das sind gar nicht so wenige und die, die da jetzt aufgezeigt haben werden wissen So einfach ist es gar nicht.

00:02:50: Ich habe mich damals für so eine totale Billigdrohne entschieden, viel zu klein.

00:02:54: Das Ding stieg in die Luft düste durch unseren Garten und blieb dann irgendwo crashte gegen die Wand und seitdem haben wir es glaube ich nicht mehr benutzt.

00:03:03: Immerhin haben Sie's noch gefunden?

00:03:06: Wiedergefunden hab' ichs!

00:03:08: So lieber Herr Meier das ist so im weiteren Sinne Ihr Geschäft.

00:03:12: aber jetzt müssen wir sie erstmal vorstellen... Sie haben Informatik studiert in Zürich

00:03:21: Ja.

00:03:22: Und Sie sind schon während des Studiums auf...

00:03:25: Die beste Hochschule Deutschlands!

00:03:30: Obwohl wir auch gute Informatik-Unis in Deutschland haben, aber gut also sie haben Informatiken in Zürich an der ETH studiert und es haben schon während das Studium ein Software Code entwickelt, der letztlich die Grundlage für das geworden ist worüber wir jetzt reden.

00:03:51: Und sagen Sie ganz kurz, was das für ein Code ist und was es mit dem Stichwort Open Source auf sich hat.

00:03:58: Nur damit wir diese Begriffe noch mal kurz klären.

00:04:01: Ich glaube die einfachste Art, dass zu erklären ist, dass ich noch ganz zu Beginn meines Masterstudiums im Kommunikationsprotokoll für Drohnen entwickelt habe, was sich zum globalen Standard entwickelt hat.

00:04:12: also man kann sagen des HTTP der Drohne Und egal welche Drohne Sie im Einsatz jetzt sehen, ob das bei der Deutschen Bahn ist – also das sind konkrete Beispiele.

00:04:24: Oder Lieferdrohnen oder Kameradrohnen?

00:04:27: Oder Drohnen im militärischen Bereich?

00:04:28: Die verwenden alle dieses Kommunikationsprotokolle.

00:04:31: Das heißt MAV

00:04:34: Link.

00:04:35: MAV-Link.

00:04:36: Genau!

00:04:37: Um Drohner durch Computervision autonom fliegen zu lassen... die Technik.

00:04:44: Und dann habe ich aber gesagt, das ist Open Source und das müssten Sie auch noch mal kurz erklären weil es im weiteren Verlauf des Gesprächs auch wichtig was bedeutet das denn eigentlich?

00:04:53: Das heißt dass der Quellcode offen zur Verfügung steht.

00:04:57: also wir haben das da schon ... das war ... ... in dem Internet hochgeladen frei verfügbar und dadurch können ganz viele Entwickler gemeinsam daran arbeiten ist tatsächlich recht weit verbreitet, vielleicht gar nicht so bekannt.

00:05:16: Aber das gesamte Internet also wahrscheinlich auch die Streaming-Plattformen auf der jetzt gerade dass hier verbreitert wird basiert eigentlich auf Open Source Software.

00:05:26: Das ist die dominante Art geworden Software zu entwickeln zusätzlich zu den proprietären Unternehmen und es damit sozusagen das Fundament der Technologie geworden und damit auch im Drohnenbereich.

00:05:42: So, auf dieser Basis haben Sie jetzt ein Betriebssystem Autarian OS entwickelt und Hardware-Rechen-Einheiten.

00:05:51: über all das müssen wir reden.

00:05:54: Damit fliegen Drohne in GPS gestörte Umgebungen was ganz wichtig ist.

00:06:03: Das Unternehmen ist immer noch recht deutsch.

00:06:06: Auch darüber müssen wir reden aber nicht nur.

00:06:09: Auch das wird spannend, sozusagen ein großer Spannungsbogen in diesem Gespräch.

00:06:14: Sie sind super finanziert also haben schon richtig viel Geld eingesammelt.

00:06:18: Das soll auch noch Thema werden.

00:06:20: und lieber Portia ich nähere mich sozusagen da im ersten Fragenblock sie sind auch in der Ukraine natürlich sehr aktiv und liefern dorthin sogenannte Strike Kids.

00:06:35: So, und an dieser Schnittstelle lieber Piotr übergebe ich den ersten Teil des Gesprächs mal an dich.

00:06:41: Ja genau weil ich wollte mir das mal vorstellen praktisch was das denn jetzt eigentlich bedeutet und vielleicht müssten wir mal... Wir reden viel von KI aber wir müssten vielleicht mal mit dem Menschen anfangen und zwar mit dem Drohnpiloten in der Ukraine der ja zu einer wahnsinnig wichtigen in Anführungszeichen Ressource geworden ist.

00:06:58: Die werden auch zum Ziel.

00:06:59: die Drohnenpiloten, also sie werden gezielt angegriffen und man konnte letztens lesen dass man ein feindliche Bewegungen praktisch für drei Tage lehmen kann wenn man die Drohnepiloten ausschaltet.

00:07:10: Und die haben natürlich mit allen noch anderen Schwierigkeiten zu kämpfen Störsender, die ihnen den Kontakt zu ihrer Drohne verweigern.

00:07:22: Was sie aber letztlich machen?

00:07:24: Sie steuern die Drohne fern, sie lenken sie bis ins Ziel und ein Pilot lenkt eine Drohnen.

00:07:29: Und jetzt ist die Frage was ändert Ihr System jetzt eigentlich an diesem bisherigen Vorgehen?

00:07:36: Dieser manuelle Flugwissensziel ist natürlich das es tatsächlich.

00:07:40: genau das sind effektiv Modellbau-Drohnen wie Sie das beschrieben haben wo einfach Menschen ein zwei drei Wochen üben zu fliegen bis sie richtig gut werden.

00:07:52: Das sorgt dafür, dass natürlich für jede Drohne ein Pilot erst mal da sein muss und zweitens auch die Verbindung nicht abreißen darf.

00:08:02: Und was wir machen – und das ist in der Ukraine kurzfristig sehr hilfreich – für Deutschland existenziell notwendig, das hat mit den Anzahl der Soldaten in der Bundeswehr zu tun, ist, dass wir dafür sorgen, sobald sie aufgeschaltet sind, bis ins Ziel selbstständig fliegen können.

00:08:29: Auch wenn die Verbindung abreißt und damit machen wir was das schon seit den Siebzigern im Einsatz ist eigentlich technisch und ethisch nichts Neues aber es ist etwas für diese Drohne bisher nicht verfügbar

00:08:42: war.

00:08:43: Das neue dürfte vielleicht sein dass das alles praktisch auf kleinerem Raum stattfindet.

00:08:47: mehr Bewegung

00:08:49: wie

00:08:50: Schafft das die Drohne denn eigentlich?

00:08:51: Also was analysiert Sie, welche Daten bekommt sie und wie trifft sich Ihre Entscheidung jetzt?

00:08:57: praktisch dass das richtige Ziel war.

00:08:59: Und das muss ich weiterverfolgen.

00:09:00: Die Entscheidung trifft sie keine!

00:09:02: Die Zielauswahl liegt beim Bediener ausschließlich.

00:09:06: Man muss sich das auch so vorstellen... ...die Drohnen folgt nicht einem bestimmten Objekt.

00:09:10: Das sind ja oft getarnte Objekte sondern wird einfach auf den Punkt im Bild aufgeschalten und fliegt zu diesem Punkt und wirklich nur mit der Kamera ohne GPS, ohne weitere Sensorik.

00:09:23: Es ist einzig und allein die Kamera und sie vergleicht im Prinzip Bild zu Bild und versucht sich zu dem ausgewählten Punkt hinzubewegen.

00:09:32: Und was ist wenn sich verändert an diesem Punkt?

00:09:36: Der Punkt verändert sich ja im Regelfall nicht.

00:09:39: Da ist er da!

00:09:40: Wenn der Punkt sich bewegt dann... Die Lage verändert sich aber damit kommen wir algorithmisch zurecht.

00:09:48: Es ist dann praktisch die Möglichkeit, nicht nur eine Drohne zu steuern sondern mehrere von einem Piloten.

00:09:53: Das haben Sie so erwähnt.

00:09:54: ich glaube wir haben ein Video dazu.

00:09:55: vielleicht könnten sie uns erklären was wir darauf sehen?

00:10:00: Also was wir hier sehen es einen Test den wir vor circa zwei Monaten gemacht haben

00:10:07: um

00:10:08: zu zeigen dass in dem Moment wo man nicht mehr Piloten hat sondern Bediener natürlich in der Lage ist eine Menschen eine ganze Anzahl drohen in dem Fall jetzt drei anzuvertrauen und dass ein Bediener in der Lage ist, damit eine ganze Schwarm zu fliegen.

00:10:24: Das heißt was wir als Unternehmen weltweit das erste Mal, dass es durchgeführt wurde geschafft haben, ist dass wir in der Lage waren einen simulierten Angriff mit echten Wirkmitteln von einem Mensch mit drei Drohnen gleichzeitig durchführen zu lassen.

00:10:48: Also die Ziele werden immer noch von den Bedienern ausgewählt.

00:10:51: Was sieht man hier?

00:10:53: Und dann fliegen die das an.

00:10:58: Dadurch, dass wir sehr international unterwegs sind sowohl mit der Bundeswehr als auch mit den amerikanischen Streikräften konnten wir das dort auf dem Trüppungs-Übungsplatz schnell machen und wie man es sieht kommen die Drohnen fast gleichzeitig im Ziel an.

00:11:17: Wir sind ein weltweit führender Kunde von Gummipanzern geworden.

00:11:24: Das braucht ziemlich viele.

00:11:26: Und findet das, was wir da gesehen haben jetzt auch in der Ukraine statt?

00:11:29: Das war ja praktisch ein Test in den Vereinigten Staaten.

00:11:32: Ja also die Schwärme sind ganz neu.

00:11:34: Das haben wir auch dem Verteidigungsminister in Erdingen vor wenigen Wochen gezeigt.

00:11:40: Das heißt diesen noch nicht im Einsatz.

00:11:43: Das ist gerade Stand der Technik.

00:11:44: Wir sind da sehr konservativ, was dir Probung angeht.

00:11:49: Die kommen sicher dieses Jahr in einen Einsatz.

00:11:51: Was wir aber bereits jetzt in die Ukraine machen ersetzen das manuellen Anflugsanzziel mit dieser automatischen Steuerung, wo dann auf Manettes Pixelog des Bildes aufgeschalten wird.

00:12:08: Das ist bereits tausendfach im Einsatz und kommt in zehntausender Stückzahlen im Einsatz dieses Jahr.

00:12:15: Und was hören Sie von den Leuten dort?

00:12:19: Also ich möchte da das ukrainische kurzfristige Feedback und das, was es für die Bundeswehr bedeutet sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.

00:12:28: Kurzfristig für die Ukraine hat das einen massiven Wert nämlich wenn die Verbindung gejampt wird also gestört wird oder Wenn Das Ziel sich so in der Senke befindet oder in dem Bereich wo es keinen Empfang gibt dass genau wie beim Handy es gibt da Funklöcher dann ist es extrem hilfreich, weil vorher hat der Pilot das Ziel verloren.

00:12:52: Mit dieser Technik verliert er Pilot weiterhin den Linker – also er hat kein Videobild mehr aber die Drohne erreicht trotzdem jetzt hier.

00:12:59: Also das ist sehr, sehr wertvoll!

00:13:02: Für Deutschland ist es noch viel wertvoller, weil die Ukraine hat wahrscheinlich heute so viele Drohnenbediener wie die Bundeswehr gesamthaft an Soldaten hat und das können wir gar nicht so schnell trainieren.

00:13:17: Das heißt die Verteidigungsfähigkeit, eine glaubwürdige Abschreckung basiert auch darauf dass man mit dieser Technik eben sagen kann ein Bundeswehrsoldat kann zehn oder zwanzig Drohnen bedienen und muss auch nicht der allerbeste Pilot sein sondern einfach die Entscheidungen treffen.

00:13:34: Es ist so ähnlich wie die FAZ, die redaktionellen Entscheidungen weiterhin trifft auch wenn die KI hilft.

00:13:42: das heißt da kriegen wir was wir autonome Masse nennen Abschränkungen in großer Zahl auf einer industriellen Größe, die glaubwürdig ist.

00:13:54: Die auch mit einem reduzierten Personalbestand glaubwürdig ist und damit tatsächlich auch eine alternative Schaft zu großen Truppen stärken.

00:14:05: Und dort müssen wir in Westeuropa hin weil es ist volkswirtschaftlich von den Kosten her und auch politisch nicht vertretbar entstehendes Herr zu finanzieren und aufzustellen, dass so groß ist wie die Ukraine das heute hat.

00:14:27: Jetzt sind Sie ja auch hier.

00:14:29: also wir haben uns in einem FAZ Digitalwirtschaft Podcast kennengelernt indem ich sozusagen beinahe live gefragt habe ob sie hier nicht auf die Bühne kommen wollen wozu sie dann beinahr live spontan ja gesagt haben.

00:14:43: Jetzt sind sie ja offensichtlich deutscher und haben in Zürich studiert.

00:14:48: Und sind auch deshalb hier, weil wir so ein bisschen stolz darauf sind dass wir sie kennengelernt haben und jetzt alle miteinander lernen was von spannendes Unternehmen das ist.

00:15:00: aber wenn man etwas länger über Autorion was liest solange muss man gar nicht lesen stellt man schnell festes ihr headquarters inzwischen nach Arlington Virginia verlegt worden ist.

00:15:13: Ist es in Deutschland dann doch nicht möglich, so ein Unternehmen zu betreiben?

00:15:17: Ich glaube die einfache Antwort ist wir waren ursprünglich in Zürich und wie wir alle wissen, ist Verteidigung und Schweiz schwierig.

00:15:24: Das heißt...

00:15:25: Da sehen die Schweizer ganz anders!

00:15:31: Wir haben uns vor zwei Jahren entschieden uns aus der Schweiz rauszubewegen in zwei Richtungen einmal nach München nach Arlington, weil Software ist ein globaler Markt und das machen auch viele europäische Unternehmen den Fehler dass sie sagen wir sind die Software für Europa.

00:15:52: Wenn man nicht auf dem Weltmarkt gewinnt dann wird mal als Software Anbieter verdrängt.

00:15:59: SAP ist das einzige deutsche Unternehmen was es geschafft hat irgendwie sich dazu etablieren und übrigens SAP ist in den Vereinigten Staaten extrem erfolgreich.

00:16:10: Und auch sehr sichtbar, das heißt es war für uns ganz klar wir müssten global führend werden.

00:16:15: Es reicht nicht der europäische Markt und gleichzeitig gibt immer die Frage diese Identitätsfrage.

00:16:26: aber es ist einfacher.

00:16:28: Die einfache Frage ist wer hat Kontrolle?

00:16:31: Wir stehen unter deutscher Rüstungskontrolle.

00:16:35: Wir durften uns in den letzten Wochen und Monaten durch ganz viele regulatorische Fragen quälen, übrigens mit sehr positiver Hilfe der Bundesregierung.

00:16:46: Und haben innerhalb von wenigen Wochen all die notwendigen Lizenzen bekommen.

00:16:51: aber jedes Mal wenn wir Software liefern an egal wehen darf die deutsche Exportkontrolle da mitreden und damit ist auch irgendwie geklärt wo wir hingehören.

00:17:02: Was machen Sie jetzt noch in München?

00:17:06: Die gesamte Softwareentwicklung ist dort.

00:17:08: Also alles was intellektuell entsteht, entsteht in München und da finden sie auch die Arbeitnehmer, die Sie brauchen.

00:17:14: München gilt ja mittlerweile als das Silicon Valley der Verteidigungsindustrie in Europa und ich glaube, da ist durchaus was dran.

00:17:21: Schade dass es in Münchern ist!

00:17:23: Ja

00:17:27: aber gut, da konkurrieren sie ja auch gegen Apple und Google und all diese Konzerne Microsoft, die da in Münchin auch schon lange sitzen?

00:17:37: Ich glaube allerdings, dass das Talent was sich für das interessiert.

00:17:41: Was wir machen also die Menschen die Mitarbeiter?

00:17:44: Die kommen zu uns aus völlig anderen Gründen

00:17:48: nämlich

00:17:49: als es geht um die Missiones geht darum Deutschland zu verteidigen.

00:17:53: Es geht darum die aktuelle Welt Situation nicht einfach hinzunehmen und wer so tickt tut das aus nicht finanziellen und nicht monetären gründen und möchte dann auch nicht für viele dieser Unternehmen, die sie jetzt genannt haben.

00:18:09: Die waren vor zwanzig Jahren Startups.

00:18:10: Sie sind mittlerweile Großkonzerne.

00:18:14: Das überdeckt sich nicht.

00:18:16: Wer für Verteidigung einsteht und in einem kleineren schnell wachsenden Unternehmen arbeiten möchte, der entscheidet sich nicht für den Job in einem Großkonzern?

00:18:25: Jetzt haben Sie gerade Deutschland gelobt... schnell geht.

00:18:29: Sie haben aber bei dem Umzug, wenn man es so nennen will in die Vereinigten Staaten auch gesagt dass es in den USA ein besseres regulatorisches Umfeld gäbe.

00:18:40: ist das immer noch so?

00:18:41: und wenn ja was macht jetzt das US-Verteidigungsministerium besser als das deutsche BAAINBW?

00:18:49: Das ist nämlich das Erschaffungsamt der Bundeswehr.

00:18:52: Also das Beschaffungsamt ist in einer großen Modernisierungswelle.

00:18:59: Was ich sagen kann ist, dass das Wirtschaftsministerium und die BAFA, also die Exportbehörde, die können sich innerhalb von Wochen bewegen.

00:19:05: Also das ist faszinierend!

00:19:08: Die Exportlizenzen kommen dort so schnell, dass unsere Logistiker schon unter Druck geraten mitzuhalten.

00:19:14: Das sei mal auch dort gesagt... Also die Reformen dort sind sensationell.

00:19:21: Da muss ich den deutschen Staat verteidigen.

00:19:23: Und zu Ihrer Aussage?

00:19:24: Das war vor zwei Jahren als es darum ging Also regulatorische Umfeld, um mal konkret zu werden.

00:19:33: Aus der Schweiz kann keine Verteidigungstechnik wirklich mehr exportiert werden und das war diplomatisch auf den Markt gewünscht.

00:19:46: Wir haben überhaupt keine Probleme aus Deutschland jetzt seit dem Umzug.

00:19:51: Letzte Frage von mir in dem Blog, bevor Piotre weitermacht.

00:19:54: Jetzt hatten wir ja eingangs darüber gesprochen dass das Open Source ist was da im Kern drin steckt.

00:19:58: Da gibt es ja so eine Open Source Community von so Programmier-Nerds die ganz bestimmte ethische Gedanken auch damit verbinden, dass sie Open Source machen.

00:20:09: sind Sie da jetzt eigentlich der Booman geworden dadurch, dass Sie in dieses Geschäft gegangen sind oder ist es noch okay?

00:20:16: Ich glaube, die Open Source Community geht auch wie der Rest der Gesellschaft mit der Zeit.

00:20:21: Also es gibt natürlich eine gewisse politische Haltung – das ist aber nicht die Mehrheit und da hat das auch ein wahnsinniges Umdenken stattgefunden.

00:20:36: Ich glaube wir und ich persönlich waren immer die, die früher und transparenter kommuniziert haben und eine Meinung oder Position eingenommen haben.

00:20:46: Aber ich würde sagen, die Mehrheit ist mittlerweile dort.

00:20:49: Und es hat auch damit zu tun in aller Direktheit und Ehrlichkeit – wir haben sehr große kommerzielle Kunden wie die Deutsche Bahn, auch Gemeinden, Kommunen, Konzerne, Windkonzerne.

00:21:06: Unser Betriebses der Einsätzen um Bahnstrecken oder um Windräder zu inspizieren Das ist im Vergleich zum Verteidigungsbereich allerdings ein verschwindend geringer Markt.

00:21:19: Und das heißt, in den letzten Jahren kommen auch im Open Source Bereich die allermeisten Code-Beiträge entweder offen aus dem Verteilungsbereich oder verdeckt – das sind dann irgendwelche Consultants und Entwickler-, aber wir wissen dass ich würde sagen über europäischen Umsätze in der Drohneindustrie ist im Verteidigungsbereich und das heißt auch, dass die Gehälter von den Entwicklern die Open Source Code beitragen.

00:21:50: Und dadurch, dass wir sehr früh und direkt kommuniziert haben, hat das dazu geführt, dass wie als sehr authentisch ehrlich mit einer klaren Position gesehen werden – und es hat daher eigentlich nur geholfen ja alle anderen dann festgestellt haben, oh das machen jetzt ja alle.

00:22:13: Nur redet keiner

00:22:13: drüber.".

00:22:14: Das ist natürlich ein Innovationstreiber die Verteidigung klar aber es ist auch etwas was nicht nur die Technik voran bringt sondern was auch ethische Fragen aufwirft.

00:22:22: natürlich und ich habe mich gefragt sie sagen klar der Mensch trifft die Entscheidung anzugreifen den Menschen markiert das Ziel aber ab dem Punkt wo er die Hände wegnimmt

00:22:32: muss

00:22:33: das System auch gewisse Entscheidungen treffen.

00:22:36: Gibt es da denn ethische Grenzen, die ihren Drohnen sozusagen einprogrammiert sind?

00:22:40: Wo sie sagen okay gut in diesem Rahmen bewegst du dich und da lass ich nicht raus.

00:22:47: Ich geh mir mal von dem Grundkonzept aus.

00:22:50: Ich persönlich und wir als Unternehmen glauben dass menschliche Bediener die Einsatzentscheidung treffen muss.

00:22:59: Übrigens auch und das ist mir ganz wichtig für welche Technik eingesetzt wird.

00:23:03: Das muss der Staat entscheiden Das muss der Souverän entscheiden.

00:23:08: Das entscheidet nicht wir als Firma, weder wie weit man geht oder wie man das vielleicht restriktiv behandelt – es ist Sache des Parlaments.

00:23:19: Der Einzelbediener legt ja das Ziel fest und was unsere Drohnen machen, ist einfach dieses Ziel zu verfolgen genauso wie jedes andere Waffensystem innerhalb dieses Rahmens das Ziel zu bleiben, also auch nicht abzuweichen davon.

00:23:41: Und damit hat man all die sagen wir mal gleichen ethischen Fragen wie jetzt bei der Einsatz von jedem anderen Waffensystem nämlich wenn man das falsche Ziel auswählt dann hat es Konsequenzen aber genau diese Entscheidung muss beinem Mensch sein und deswegen weicht unsere Technik auch nicht davon ab Also weder indem sie Entscheidungen dann trifft dass nichts machen oder Entscheidungen trifft das Ziel auszuwählen.

00:24:07: Sie sagen, dass die Entscheidung über den Waffeneinsatz muss beim Parlament, beim Bürger, wo auch immer liegen nicht bei der Firma.

00:24:16: sieht Entropic anders?

00:24:17: Die KI-Schmiede aus den Vereinigten Staaten hatten praktisch einen Streit mit Washington und der US-Regierung weil die US-Regierung in den Verträgen festschreiben wollte Dass die KI benutzt werden darf für jedes rechtmäßige Ziel und die haben zwei Linien gezogen.

00:24:34: Eine davon war vollautonome Waffensysteme, das war die rote Linie.

00:24:39: Sind Sie nicht einverstanden mit dieser Entscheidung?

00:24:42: Wir glauben dass die Entscheidungen über den Einsatz von Gewalt einzig beim Parlament legt und dass wir da nicht mehr zu reden haben.

00:24:49: Und jetzt...

00:24:52: Ein Unternehmer kann sich entscheiden gewisse Dinge nicht so entwickeln.

00:24:56: aber im Fall von Entropic ging es ja um Technik die bereits zivile existiert.

00:25:01: Aber hat der KI-Hersteller praktisch, hatte nicht eine bisschen andere Verantwortung?

00:25:06: Weil wenn wir jetzt klassische Waffensysteme was weiß ich ein Gewehr eine Pistole nehmen dann ist praktisch liegt das schon sehr in der Entscheidungskraft des Anwenders wie er sie letztendlich nutzt.

00:25:18: Das wird es sehr direkt und der Hersteller hat wenig Einfluss darauf.

00:25:24: Sobald KI ins Spiel kommt verschiebt sich das ja so ein bisschen.

00:25:27: Der Hersteler mehr Einfluss auf das, wie sich dieser Einsatz letztendlich gestaltet.

00:25:33: Also gilt das noch für KI praktisch oder muss der Hersteller die Verantwortung?

00:25:38: Ja ich glaube da müssten Sie wirklich in KI Unternehmen dazu fragen weil wir entwickeln Roboter Betriebssysteme für Roboter.

00:25:46: Wir entwickeln keine KI im eigentlichen Sinn.

00:25:50: Grundsätzlich glaube ich aber und diese Diskussion über neue Technik wird ja schon seit Einführung der Web-Stühle geführt und der Eisenbahn.

00:25:59: Und jedes Mal haben wir genau die gleiche Diskussion, und die eine grundlegende Sache, die sich bewährt hat ist immer zurück zu gehen zum demokratischen Grundprinzip.

00:26:11: das ist Die Macht liegt beim Volk Das Volk wählt das Parlament, das Parlament wählt die Regierung.

00:26:21: Ich glaube da müssen wir bleiben.

00:26:24: Wenn es dort Bedenken gibt dann muss der Staat das regulieren.

00:26:28: Aber ich halte nichts davon, dass die Privatwirtschaft ihre eigene Regulierung erfindet und damit einflussreiche Unternehmen oder auch Einzelpersonen sozusagen übergewichtig Entscheidungsgewalt bekommen.

00:26:45: Über sehr, sehr fundamentale ethische Fragen.

00:26:54: Vielleicht noch mal als Ausblick praktisch, um doch nochmal die... einfach zu verstehen wie Sie da Ihre Verantwortung sehen.

00:27:00: Sie beschleunigen ja den Krieg auf gewisse Weise.

00:27:04: Was man ja will, man will ja schnell sein aber auf der anderen Seite wird dann auch schneller geantwortet.

00:27:09: und kann das nicht letztlich dazu führen dass der Mensch dennoch die Entscheidung trifft zu langsam ist und praktisch aus dem Loop rausgenommen werden muss?

00:27:18: Der Mensch kann ja auch Rahmen setzen also zum Beispiel für ein Gebiet oder für einen Bereich Bereits wie wir das heute zum Beispiel machen, ich will ja zurückgehen zum Bereich Luftverteidigung.

00:27:32: Im eigentlichen Sinn sind Luftabfangraketen autonom weil man schießt hier auf ein Ziel ab und auf ein Ziergebiet.

00:27:40: Wie genau das Flugzeug angegriffen wird auf dass sie abgeschossen wurden ist Sache des Steuerungssystems in der Rakete.

00:27:46: Das haben wir längst akzeptiert internalisiert Das hinter fragen wir auch nicht mehr Weil geklärt wird in diesem Gebiet, in diesem Bereich ist ein valides Ziel.

00:28:00: Und ja das ist auch schief gegangen mit... Das haben wir jetzt gerade im aktuellen Konflikt gesehen dass dann eigene Kräfte angegriffen werden.

00:28:09: Das ist also kein neues Problem und es gibt immer... Ja es muss immer beim Mensch der Rahmen gesetzt werden.

00:28:18: Die Luftabfangtechnik ist übrigens auch ein schönes Beispiel weil Noch vor hundert Jahren war das Sache von Pilot gegen Pilot im sogenannten Dogfight.

00:28:29: So richthofenmäßig?

00:28:30: Richthofenessig, das ist ja jetzt auch anders.

00:28:35: Dem können wir uns auch nicht verwehren und ich glaube unsere Entwicklung ist auch ein interessantes Beispiel weil wir haben aus dem Jahr zwei tausend achtzehn angefangen zivile Drohnenbetriebssysteme zu entwickeln.

00:28:45: Wir haben es nie aufgegeben unser Grund Betriebsystem weiter in Zivil.

00:28:51: Wir sind relativ spät nach ca.

00:28:53: eineinhalb Jahren in den Ukraine Krieg eingestiegen, haben uns sehr lange zurückgehalten und obwohl wir uns zurück gehalten haben als das Unternehmen was das Standard-Kommunikationsprotokoll für die Industrie entwickelt hat ist der Drohnenkrieg trotzdem passiert.

00:29:12: also unsere Drückhaltung hat nicht dazu geführt dass es nicht passiert ist von einem nennenswerten Player.

00:29:17: Das heißt Diese Haltung, naja man fördert das.

00:29:23: Nein es passiert sowieso und ich glaube deswegen ist es eine Frage der Kontrolle.

00:29:30: Eine Frage dass wenn man dabei ist hat man Kontrolle.

00:29:35: und dann komme ich auch zurück zum Punkt dass man als Unternehmen unter deutscher Exportkontrolle natürlich auch auf dem internationalen und amerikanischen Markt da sein möchte und muss weil dadurch im Spielfeld ist, kann man Kontrolle ausüben.

00:29:53: Wenn man sich aus dem Spielfeld rausnimmt dann ist man noch vorne rein raus und ich glaube diesen Fehler hat Deutschland oder haben deutsche Unternehmen auch ein zweimal gemacht Und dann sitzt man an der Seite vom Spielfeld und kann überhaupt nicht mehr mitreden.

00:30:08: und deswegen ist mir wichtig gerade auch für andere junge deutsche Unternehmer mitspielen Dann kann man auch an den Regeln was mitbestimmen Und sich dazu früh rauszunehmen, hilft nicht.

00:30:22: Weil das heißt nur dass unsere Werte viel weniger Einfluss gewinnen zu Hause und in der Welt.

00:30:35: Ich habe noch zwei Fragen bevor Sie sehr verehrte Damen und Herren aus dem Publikum natürlich auch noch Fragen stellen dürfen.

00:30:43: Ist ja so, dass ukrainische Drohnenpiloten bei einer NATO-Übung wohl zwei Batallionen gezeigt haben wie man mit so ein paar Drohne gegen sie ankommt.

00:30:54: Das war sehr deprimierend!

00:30:57: Wenn man sich überlegt, wie erfolgreich dieser Drohnekrieg geworden ist wird dann Auterion das Lockheed Martin des XXI Jahrhunderts?

00:31:06: Also ich glaube schon, dass wir höchst relevant werden und auch ähnlich wie jetzt in anderen Industrien, vielleicht vor dreißigvierzig Jahren wo es große Unternehmen gibt die sehr relevant sind.

00:31:21: Die Gewichte sich verschieben werden.

00:31:23: und übrigens zu diesem Beispiel das war eine Handvoll von Drohnen, die wäre mit Abfangdrohnen außer Gefecht gesetzt worden innerhalb kürzester Zeit.

00:31:31: also was wir sehen ist dass da einfach die Entwicklungsgeschwindigkeit noch fehlt.

00:31:38: Das wird jetzt kommen.

00:31:40: Wir sind.

00:31:41: Ich muss auch sagen, dass was das Verteidigungsministerium gerade macht ist sehr gut und extrem schnell.

00:31:46: Also ich mache mir da keine Sorgen.

00:31:49: die Nachricht es angekommen auf beim BMVG und beim Wirtschaftsministerium wenn es um Exporter geht.

00:31:58: Und von daher glaube ich, dass das was wir sehen... ...ich würde jetzt vergleichen mit dem Ersatz der Kavalerie.

00:32:06: Wir sind jetzt an den Punkt wo eine Seite Fahrzeuge hat und Panzer, die andere Seite noch mit Pferden kommt.

00:32:16: Und das sieht dann halt erst mal schrecklich aus.

00:32:19: aber sobald man da gleichgezogen hat es ist ja jetzt niemand.

00:32:23: so dass steht jetzt niemand hier und sagt er wünscht sich die Pferde zurück

00:32:26: Aber im Moment sind wir die mit den Pferdens?

00:32:28: Ja!

00:32:29: Nur dass klar ist Wir

00:32:30: sind die mit dem Pferd.

00:32:32: Genau Und es wird jetzt Zeit da ganz schnell aufzuschließen und dafür stehen wir ein.

00:32:39: Nur weil ich das am Anfang kurz gesagt habe, dass Unternehmen ist so mit einer Milliarde bewertet.

00:32:44: knapp inzwischen?

00:32:46: Also müssen sie gar nicht großartig weiter was zu sagen.

00:32:49: Wahrscheinlich ist es mittlerweile knapp.

00:32:53: So weit sind wir da inzwischen schon oder viel mehr.

00:32:56: Sieh.

00:32:57: wenn jetzt Informatik Studenten an der ETH in Zürich und anderen guten Lehrstühlen Vielleicht ja auch in Deutschland sich überlegen, was sie werden sollen.

00:33:06: Ist dann Climatec oder die Fensthek die bessere Idee?

00:33:13: Wir machen das nicht aus monetären Gründen.

00:33:16: Wie wir schon besprochen haben es gibt sehr viele ethische Themen daran und wenn man nicht daran glaubt und dafür einsteht, was man macht ist das keine Industrie, in der man sich bewegen sollte.

00:33:32: Von daher würde ich sagen, wer schnell reich werden möchte.

00:33:37: Der sollte sich wahrscheinlich mit KI im weiteren Sinn beschäftigen.

00:33:40: Da gibt es Unternehmen die sich innerhalb von ein zwei Jahren rasant entwickeln und wahrscheinlich in diesem oder noch höheren Bereichen.

00:33:48: Verteidigung ist ein Thema das immer noch schwierig.

00:33:52: Das ist große Verantwortung.

00:33:54: Man muss auch erst Beziehung und Vertrauen aufbauen hat ja dann sehr viel Vertrauen, dass man erfüllen muss.

00:34:04: Weil die eigene Technik muss funktionieren ist eine Frage von Leben und Tod für die eigenen Soldaten.

00:34:09: wenn diese Technik versagt Und das schaut der Kunde da schauen die Soldaten die das einkaufen sehr genau hin und das ist also kein schnelllebiges Geschäft in dem er schnell reich wird.

00:34:21: daher mein Rat ist Wenn man langfristig denkt was für die Nation tun möchte Dann sollte man absolut in den Bereich Verteidigung gehen.

00:34:32: Wenn man aber einfach nur eine schöne, schnelle Startup-ID möchte dann empfehle ich jedem KI.

00:34:38: Vielen Dank bis hierher!

00:34:39: Sie haben jetzt Gelegenheit und wir haben die Zeit für ein zwei drei Fragen wenn es denn welche gibt.

00:34:45: Genau ich sehe da auch schon einer Hand.

00:34:47: warten sie bitte auf das Mikrofon sagen sie kurz ihren Namen und wenn es geht bitte dann auch schnell zu der Frage kommen da einen Auge von mir auf die Uhr blickt.

00:34:59: Guten Morgen, Michael Englert.

00:35:00: Meine Frage

00:35:01: lautet wie folgt

00:35:03: Open Source ist ja eine schöne Technik.

00:35:05: Wie stellen Sie sicher

00:35:07: das nicht die Falschen

00:35:10: auf Ihre Open Source Technologie aufbauen also

00:35:12: denjenigen

00:35:13: die uns auch angreifen könnten?

00:35:16: Ich glaube was da wichtig ist ich wollte es nicht zu technisch machen vorher aber die einfache Erklärung ist sehr verständlich is alle Verteidigungstechnik die wir entwickeln Nicht nur unter deutsche Exportkontrolle, sondern auch nicht Open Source.

00:35:31: Weil sonst gäbe es ja keine Exportkondrolle.

00:35:33: also da entscheidet das Kanzleramt wer das bekommt.

00:35:40: Die Grundtechnik Also die Kommunikationsprotokolle die nicht spezifisch sind für Verteidigung Ja das steht jedem zur Verfügung egal wem auf der Welt und das halte ich auch für richtig weil da geht es um Freiheit der Wissenschaft, da geht es um die schnelle technische Entwicklung.

00:36:00: Das nicht zu tun behindert auch feindliche Akteure nicht wirklich, sie haben eigene Technik.

00:36:07: das ist im Gesamt in der Gesamtschau sicher gut.

00:36:11: aber wenn das jetzt zum Beispiel um diese Funktionalität geht um auf Ziele aufzuschalten Die ist nicht open source.

00:36:27: Wolfram von Rotberg aus Darmstadt.

00:36:29: Ich organisiere jeden Samstag Ukraine-Demonstrationen und ich habe die Frage, wir haben ja gerade auch die Kavelerie

00:36:36: bzw.,

00:36:37: sagen wir Panzer gegen Pferde gehört

00:36:39: Wie weit

00:36:40: ist unser Vorsprung bei der Technik, die Sie gerade beschreiben?

00:36:43: Das heißt wie schnell wird China seine Pferden oder Russland seine Pärde auch auf unseren Stand bringen?

00:36:49: Ich glaube da muss sich zwei Antworten geben Wie weit sind unsere eigene Truppen in der Verwendung von Drohnen?

00:36:56: Dann würde ich sagen ungefähr wie das Schlachtfeld in der Ukraine.

00:37:01: Also da sind wir noch innerhalb der NATO ein paar Jahre hinterher.

00:37:05: Gleichzeitig haben sie den Video gesehen, dass das weltweit erste Video war vor einem Schwarmangriff.

00:37:10: Das heißt wir sind sogar dem Schlachtsfeld voraus.

00:37:14: Also deutsche Technik ist vorauss Die Verwendungen ist noch nicht Vorauss.

00:37:21: Aber ich kann Ihnen auch sagen, es gibt ja immer viel Kritik am Start.

00:37:27: Das was ich gesehen habe in den letzten zwei Jahren eben im Verteidigungsministerium und Wirtschaftsministerium ist extrem ermutigend.

00:37:35: die bewegen sich blitzschnell und deswegen hab' ich keinen Zweifel dass wir nicht nur bereit sind für den letzten Krieg sondern bereit sein werden für den nächsten Krieg und der Technik tatsächlich voraus.

00:37:45: Wir haben noch Zeit für zwei Fragen und zwar Antworten.

00:37:47: Einmal nehmen wir den Herrn der da schon steht

00:37:50: Frank Bertolt Wie groß ist die Irrtumswahrscheinlichkeit bei der Zielauswahl?

00:37:56: Das ist eine zutiefst menschliche Frage, weil das System nimmt genau das was der Bediener auswählt ohne da irgendwelche Änderungen vorzunehmen.

00:38:07: Also das heißt wir versuchen möglichst gute optische Auflösung zu bieten damit der Soldat auch entscheiden kann ob das ein validees Ziel ist oder nicht.

00:38:13: aber dass das System ändert daran nichts.

00:38:16: es ist genau wie in dem Zielfernrohr

00:38:22: Wenn die Optik

00:38:22: sich ändert, das wäre ja eine

00:38:24: Verteidigungstechnik.

00:38:25: Wenn sich die

00:38:26: Opti ändert... Der endet sich nicht!

00:38:31: Das was im Zielfernrohr ist wird erfasst.

00:38:34: Es ist einzig eine menschliche Entscheidung.

00:38:36: Das System macht keine eigene Interpretation.

00:38:39: Ich glaube was gemeint ist es der man erfasst ein Panzer der bewegt sich weg und ein anderer kommt.

00:38:44: Dann wird das mobile.

00:38:45: Ziele folgt.

00:38:48: Und die letzte Frage von dem Herrn in der ersten Runde Mein

00:38:50: Name ist Fritz Müller mein Berufsingenieur Und meine Frage ist, wir haben ja gesehen wie das funktioniert hat mit den Angriffen von Israel auf den Iran.

00:39:03: Wie gezielt diese Tötungen erfolgt sind?

00:39:08: Sehen Sie die Gefahr dass in absehbarer Zeit ein Gegenmittel erscheint gegen Ihr System, das das völlig außer Kraft setzt?

00:39:22: Und dann wäre ja alles für die Katz, was Sie jetzt machen.

00:39:27: Ich persönlich bin sicher das passiert und ich halte es tatsächlich für positiv weil wir reden jetzt hier über unsere eigenen Drohnen.

00:39:36: Wir sind ja nicht die einzigen die das machen.

00:39:39: Das heißt wir setzen uns auch der Gefahr aus von großen Anzahlern von gegnerischen Drohne angegriffen zu werden.

00:39:47: Die knesische Armee hat vor wenigen Tagen ein Video veröffentlicht, wo hundert Drohnen von einem einzigen Fahrzeug ausgestattet werden.

00:39:56: Das heißt Luftverteidigung, Luftkämpfe Dronen gegen Drohne dann wieder ähnlich wie bei Richthofen Werden die neue Normalität werden und das ist positiv weil wir wollen ja auch uns verteidigen können.

00:40:12: Und was daran positiv ist jetzt muss ich ein bisschen in die sagen wir mal in die Politik gehen, Kriege sind immer auch wirtschaftliche Auseinandersetzungen.

00:40:24: Die kosten Geld, die kosten Material.

00:40:26: Sie werden oft erst dann beendet wenn die wirtschaftlichen Möglichkeiten eines Landes erschöpft sind und wenn wir das in Zukunft tun können... ...die wirtschaftlich Erschöpfung ohne dabei Leben zu verlieren oder indem man viel weniger leben zu verliert ist es positiv

00:40:49: Nicht dass es

00:40:50: zerstört wird, sondern das ihr System außer Kraft gesetzt wird.

00:40:56: Das verstehe ich.

00:40:57: Natürlich kann unser System durch Abfangdrohnen außer Gefecht gesetzt werden.

00:41:04: Durch einen elektronischen Heck oder irgendwie sowas?

00:41:06: Oder durch eine Funkwellenstörung oder was weiß ich?

00:41:09: Das ist glaube ich der kernte Frage.

00:41:12: Okay,

00:41:14: kommen wir dazu.

00:41:15: Jede Technik muss natürlich gesichert werden.

00:41:18: Das ist keine Frage.

00:41:20: Ich glaube mit Blick auf die Uhr.

00:41:22: Ja, ja ich weiß!

00:41:23: Ich sagte auch das ist die letzte Frage.

00:41:26: also mehrere Dinge.

00:41:27: erstmal lieber Piotre das war ganz toll sich mit dir auf dieses Gespräch vorbereiten zu können.

00:41:32: wir haben eine riesige Redaktion und tatsächlich kennt sich gar nicht jeder so richtig super gut.

00:41:38: und ich habe es gerade schon deinem Chef gesagt du bist ein toller Kollege.

00:41:41: danke dass du das gemacht hast.

00:41:49: Und, lieber Herr Meier.

00:41:53: Wir haben uns mit Ihnen auf eine Entdeckungsreise gegeben und das war ein bisschen ein Wagnis gleich zum Anfang aber es war eine Lernreise für ganz viele hier im Saal da bin ich mir sicher und wir im ganzen Land können froh sein dass wir jemanden wie Sie haben.

00:42:10: Lieber Herr Meyer vielen Dank für das was sie tun und dass die heute hier waren.

Über diesen Podcast

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

Zur App für iOS und Android: https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985
Mehr erfahren: https://fazdigitec.de

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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