00:00:03: Deutschland muss technisch vorankommen.
00:00:05: Die Bundesregierung hat eine Hightech-Agenda aufgelegt, was ist zu tun?
00:00:10: Darüber wollen wir heute sprechen!
00:00:13: Herzlich Willkommen liebe Hörerinnen und Hörern zu einer neuen Ausgabe unseres FAZ Digitalwirtschaft Podcasts.
00:00:19: mein Name ist Alexander Amposter ich bin der Solleiter in unserer Wirtschaftsredaktion und ich nehme heute aus München auf aus der Fraunhofer Zentrale und mir gegenüber sitzt der Präsident der Frauenhofer Gesellschaft Holger Hanselka.
00:00:30: Hallo Herr Hanselker bevor wir in die Themen einsteigen.
00:00:36: Sie haben ein ganz besonderes Jahr als Fraunhofer Gesellschaft, denn der Mann aus dem sie so heißen ist vor zweieinhalb Jahren gestorben
00:00:45: Richtig, also der Mann, der uns der Namensgeber ist.
00:00:48: Der nicht die Fraunhofer-Gesellschaft gegründet hat.
00:00:50: Josef von Fraunhoefer ist vor zweieinhalb Jahren gestorben.
00:00:53: wie sind vor siebzig Jahren gegrundet?
00:00:55: da erkennt man dazwischen es eine Zeit ohne Fraunhöfer und uns gewesen.
00:01:00: aber die UNESCO hat Joseph von Fraumhofer identifiziert als eine besonders wesentliche wissenschaftlich prägende Persönlichkeit und hat ihm das diesjährige Jahr gewidmet.
00:01:10: er hat ihn, er hat seinen Todestag und das ist für uns natürlich auch eine gute Gelegenheit.
00:01:15: Auch für uns selber, für unsere Beschäftigten aber auch für unseren Markt, Für unsere Kunden, für unser Klientel Frau Nuffer wieder sozusagen in die Mitte des Bewusstseins zu rücken.
00:01:25: Josef von Frau Nouffer, er hängt hier übrigens im Büro hinter mir Sie sehen ihn sozusagen als Bild einer Wand man sieht es im Podcast nicht so sehr Aber sie können es sehen War ein Weisenkind gewesen Hat in einer Glasbläserei Bub gearbeitet, war sozusagen zunächst Hilfsarbeiter und dann am Ende auch richtige Arbeiter.
00:01:46: Hat nicht nur Glas geblasen sondern hat in dieser Tätigkeit sich sehr stark für Glas interessiert, hat gesehen dass es bestimmte Brechungen erzeugt das ist Farbenerzeugt und hat sich dann aus sich heraus intrinsisch motiviert als Autodidakt wissenschaftlich mit dem Thema auseinandergesetzt ist weltweit berühmt geworden.
00:02:04: Das Frauenhofer Spektrum haben wir heute noch in jedem Physikbuch, jeder hat sich damit über die Jahre auseinandergesetzt.
00:02:10: also er hat die Physik des Glases und die Physique des Lichtes im Glas hatte sozusagen sehr genug genau durchleuchtet.
00:02:17: und das besondere ist dass er dann danach aber auch gesagt hat damit kann man etwas Technisches machen hat technische optische Geräte entwickelt, beispielsweise Fernebeläser um in die Sterne zu gucken und ähnliches mehr.
00:02:29: Und hat dann sogar sich unternehmerisch engagiert und hat ein eigenes Unternehmen gegründet, um diese optischen Geräter auch zu vermarkten.
00:02:37: Studiert hat er nicht?
00:02:38: Nein,
00:02:39: studiert hat der nicht!
00:02:40: Also
00:02:41: alles als Autodidakt.
00:02:44: Das Besondere für uns als Fraumhofer ist... dass das unsere DNA entspricht.
00:02:48: Das erwarten wir von unseren einund dreißig tausend Beschäftigten, dass jeder von uns in sich ein kleiner Frauenhofer ist und letztendlich selber schaffen selbst machen möchte es sozusagen aber auch wissenschaftlich durchdringen.
00:03:02: da geht's um die wissenschaftliche Exzellenz Aber immer nicht der Wissenschaft und der Exzellenz wegen, sondern immer des Produktes und des Marktes wegen.
00:03:10: Also wie können wir das was wir wissenschaftlich durchdringen soweit auch technisch umsetzen dass es am Ende seinen Eingang in den Markt und am ende auch ins Produkt bekommt?
00:03:19: Und das ist das besondere Merkmal der Fraunhofergesellschaft.
00:03:23: Deshalb hat man uns auch vor siebzig Jahren entwickelt, um genau diesen Transfer.
00:03:27: Vor siebziger Jahren war die Wissenschaft noch im Elfenbeinturm und diesen Transfer aus dem damaligen Elfenbeiturm heraus in die Wirtschaft zu organisieren und dann auch zu gestalten, um letztendlich der Wirtschaft Technologien an die Hand zu geben.
00:03:43: Mal kurz zum Josef von Fraunhofer.
00:03:44: Wo ist der aufgewachsen?
00:03:45: Das ist von München gar nicht weit, ne?
00:03:47: Ja, es gibt einen Kloster in Benedikt-Beuern.
00:03:50: Dieses Kloster ist auch renoviert und lohnt sich zu besichtigen.
00:03:55: Es hatte vor fünf Jahren ein fürchterlichen Hagelschaden aber auch der ist sozusagen überstanden.
00:03:59: In dem Kloster sind diese Glasbläserei.
00:04:02: Diese Glasbläßerei war mal ein Museum Und wir nehmen dieses Museum in diesem Jahr wieder im Betrieb.
00:04:08: das werden wir im September machen um letztendlich einen Ort zu haben wo jeder von uns in der freien Zeit sich einfach mal sozusagen auch weiterentwickeln kann, ertüchtigen kann, informieren kann und dort kann man seine Geräte, seine Arbeit und sein Leben sozusagen auch nachvollziehen.
00:04:25: Es gibt dann auch einen virtuellen Avatar mit dem man sich unterhalten kann?
00:04:29: Zudem
00:04:29: kommen wir gleich, wenn wir über KI sprechen zu den Fraunhofer-Eins, damit ich's nochmal verstehe.
00:04:33: also was hat er mit dem Fraunhoferspektum genau rausgefunden?
00:04:36: und wie ist das passiert?
00:04:38: dass er da das entdeckt hat Im Grupp gesagt, ich glaube es ist keine Übertreibung.
00:04:44: Dass wir deswegen auch ins All gucken können.
00:04:46: Ja also letztendlich fragen Sie jetzt einen... Ingenieur, wie Physik funktioniert.
00:04:50: Ich gebe mein Bestes an der Stelle.
00:04:52: aber letztendlich ist es so dass das Licht natürlich in dem Glas Brechungen erzeugt auch das Licht aufgeteilt wird in sein Spektrum, in seine einzelnen Spektralfarben die im Licht enthalten sind.
00:05:06: Das kann man sozusagen über bestimmte prismatische Körper auch bewusst herbeiführen wenn man sie entsprechend schleift und entsprechende Oberflächen erzeugen Und die Güte der Oberfläche hinterher auch sozusagen ein Charakterium wie gut man diese Spektrum auflösen kann, wie weit man es in seine einzelnen Farbanteile zerteilen kann.
00:05:23: Das hat er durchdrungen das hat er erkannt.
00:05:26: Daraus hat aber eben auch diese Technologie entwickelt, Glas zu schleifen und Glas auch in seinen Oberflächen so zu schleiffen dass es eine besondere gute Güte hat.
00:05:35: Und diese Oberflächengüte hat dann hinterher zu den optischen Geräten geführt wie zum Beispiel Fernglaser die es vorher in der Güte überhaupt nicht gab mit denen man sehr weit eben auch in die Sterne gucken konnte und Dinge am unserem Fönerment entdecken konnte die man vorher in dieser Form noch nicht gesehen hatte.
00:05:52: Also er hat die Theorie sozusagen einerseits geliefert und das haben sie jetzt auch schon gesagt, bis zum Polieren Oberflächen.
00:05:57: Der hat die Geräte selbst erfunden gebaut also wirklich der hat sich die Hände schmutzig gemacht dabei
00:06:03: wie alle bei Frauenhofer nicht schmützig gemacht und er hat selber an gepackt genau ja Ja
00:06:09: Und die Gerete gebaut und dann ist er leider gar nicht so alt geworden.
00:06:15: Aber er ist damals, wie das in der Wissenschaft auch üblich war.
00:06:18: Er hatte veröffentlicht mit den ganzen wissenschaftlichen Organisationen, mit dem Akademienkontakt gehabt, stand im Austausch und ist dann auch mit seinen Geräten gereist – wie wir das heute auch machen?
00:06:31: Mit unserer Idee mit unserem Produkt zum Kunden an den Markt und hat sie sozusagen unter die Leute gebracht.
00:06:37: Jetzt haben Sie den Bezug schon hergestellt zur Fraunhofer-Gesellschaft den man ist ja nachher auch dann geradelt worden, Josef von Frauenhofer zum Vorbild genommen hat.
00:06:48: Weil sie im Gegensatz zu anderen Forschungsgesellschaften oder auch zur Universitäten stark den Bezug haben.
00:06:55: wir machen was auf einem theoretischen Fundament aber es braucht einen praktischen Nutzen und am besten kann man's nachher verkaufen.
00:07:03: die viele Hörer haben natürlich schon oder fast alle von der Frauenhoffer Gesellschaft gehört Aber noch nicht so genau manchmal trotzdem Wie die eigentlich funktionieren?
00:07:11: Sie sind ja auch zum Beispiel Professor, viele Fraunhofer-Direktoren.
00:07:14: Sind auch Universitätsprofessoren.
00:07:16: Wenn sie da einmal kurz noch schildern, wie das zusammenhängt... Was ist das für eine
00:07:20: Struktur?
00:07:21: Ich antworte gerne, steig aber einen Schritt früher ein.
00:07:23: Warum hat man überhaupt FraunHOFA geschaffen und warum hat man sich auch am Jose von FraunHoffer angelehnt?
00:07:28: Das war eine Entscheidung in den Bavariaten.
00:07:32: Wirtschaftsministerium, nicht im Wissenschaftsministeriums.
00:07:35: Wo man gesagt hat die deutsche Industrie lag nach dem Zweiten Weltkrieg am Boden da war nicht mehr viel.
00:07:41: um sie wieder aufzubauen braucht man Kompetenz braucht man Kapazität und braucht man letztendlich auch wissenschaftliche gute Ideen.
00:07:47: diese Ideen waren in den Universitäten ja durchaus da.
00:07:51: Aber in der damaligen Zeit war es für Universitätsforschende nicht üblich, dass man sich sozusagen am schnüten Mammem bedient hat und für Geld gearbeitet hat.
00:08:01: Man hat's eher für die wissenschaftliche Erkenntnis getan und war da auch frei von Einflüssen.
00:08:06: Da hat man gesagt, das Freie mit den Einflussen ist zwar schön aber wir brauchen echt Praktika!
00:08:10: Wir brauchen Menschen... die dieses wissenschaftliche Expertentum übersetzen in eine Sprache, die der Mittelstand, die die Wirtschaft über sozusagen versteht.
00:08:19: Und so hat man die Fraunhofer-Gesellschaft gegründet – sehr klein waren damals drei Beschäftigte heute sind bei einunddreißig tausend Beschäftigten und jetzt komme ich zu Ihrer Frage, hat dann festgestellt dass man dafür natürlich irgendwie auch ein Finanzierungsmodell und auch irgendwie einen Anreizmodell braucht damit es funktioniert.
00:08:37: denn in der Regel ist bei uns im Land Wissenschaft Weitestgehend grundfinanziert als staatliche Aufgabe, Universitäten sind staatlich finanziert.
00:08:45: Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind staatlichen finanzieren meistens zu hundert Prozent und darüber hinaus wird heute jedem Wissenschaftler jeden jeder Wissenschaftlerin sozusagen angetragen sich aber auch am Drittmittelmarkt zu engagieren und zusätzliche Mittel Mittel dritter Drittmitteln zu akquirieren um über die Grundfinanzierung hinaus Ergänzungsforschung zu machen.
00:09:08: Das heißt, jede dieser Einrichtungen hat damit ein hundert Prozent Basisbudget und dann plus X-Ergänzungspudget und das ist an den technischen Universitäten vierzig, fünfzig, sechszig Prozent des Budgets also fast so viel wie auch Grundfinanzen da ist.
00:09:22: Das Frauenformodell von Anfang an hat man gesagt Die Messgröße, an der man den Erfolg von Fraunhofer misst ist, Relevanz in der Wirtschaft.
00:09:31: Um diese Relevance auch anzufüttern – um sie sozusagen als incentive zu formulieren hat man im Jahre in drei Jahren, ein paar Jahre nach der Gründung von der damaligen Bundesregierung einen Kabinettsbeschluss herbeigeführt und das sogenannte Fraunhofermodell definiert.
00:09:45: Was bis heute steht und funktioniert?
00:09:48: Das Fraunoformodell bedeutet damals vom Staat gibt es dreißig Prozent Grundfinanzierung Und Frauen vermust die fehlenden siebzig Prozent im Wettbewerb am Markt erwirtschaften.
00:10:01: Das heißt auch übersetzt über unseren Personalkörper, den wir haben.
00:10:04: Der Personalkörper reicht ist finanziert für die ersten drei Monate, wenn wir Glück haben dreieinhalb Monate dann ist unser grundfinanziertes Geld zu Ende und ab dann müssen wir wie jedes normale Wirtschaftsunternehmen unseren Ertrag am Markt erwirtschaften.
00:10:18: Wenn Sie es nicht schaffen?
00:10:19: Dann gibt's uns nicht mehr.
00:10:20: ganz einfach da kommen wir nachher auch drauf zu sprechen.
00:10:23: und dieses Dieses zwei Drittel, die wir erwirtschaften müssen hat man damals auch in dem Kabinettsbeschluss festgelegt.
00:10:29: Hat gesagt eine Hälfte dieses Zweidrittel also ein Drittel direkte Aufträge aus der Wirtschaft, Auftragsforschung und das andere dritte öffentlich geförderte Projekte gemeinsam mit der Industrie im Wettbewerb, also die klassische Verbundforschungen.
00:10:46: Was bis heute bedeutet, Frauenhofer braucht damit ihre Frage sozusagen nicht heißt es gibt uns nicht mehr.
00:10:52: Sondern damit wir überleben können brauchen wir von staatlicher Seite immer wieder neue Förderprogramme, die aufgelegt werden.
00:10:59: Aktuell sprechen alle über die Hightech-Agenda.
00:11:01: Kommt man nachher auch drauf zu sprechen?
00:11:02: Hoffe ich!
00:11:03: Auf der anderen Seite muss es den direkten industriellen Auftrag geben.
00:11:07: Der Unterschied zu allen anderen ist wenn wir diese zwei Dritte nicht bekommen oder eines der Zwei Drittel nicht bekommen sind wir nicht finanziert und wenn wir nicht finansiert sind dann sind wir irgendwann nicht mehr da.
00:11:17: also wir sind wie ein Wirtschaftsunternehmen.
00:11:19: können wir auch Versagen am Markt und Wenn wir im Markt versagen würde man uns letztendlich auch abwickeln müssen.
00:11:27: Jetzt sind wir unternehmerisch unterwegs, lassen uns so schnell nicht Bange machen.
00:11:30: Auch wenn die äußeren Bedingungen im Moment nicht ganz trivial sind, sind wir gut aufgestellt haben unseren Markt und müssen uns jeden Tag am Markt neu verteidigen.
00:11:39: Jeden Tag neu unsere Projekte akquirieren, jeden Tag unsere Ideen an den Markt bringen.
00:11:44: und um ihn eine Größenordnung zu geben.
00:11:46: Einen dreißigtausend Beschäftigte!
00:11:48: Wir machen jedes Jahr achttausend direkte Aufträge mit der Industrie und nochmal in einer gleichen Größe öffentlich geförderte Projekte.
00:11:57: Jeder einzelne Auftrag mit der Industrie muss zunächst akquiriert werden.
00:12:01: Die kommen ja nicht zu uns, die Aufträge sind wir müssen ja zum Kunden hingehen, müssen sozusagen am Ende projektiert werden nachdem der Auftrag da ist, müssen abgewickelt werden, müssen am Ende sozusagen den Kunden übergeben werden und der Kunde muss mit dem Produkt so zufrieden sein dass er seine Rechnung bezahlt.
00:12:16: Also
00:12:17: ganz konkret Sie gehen zum Kunden sie haben eine Idee hier stellen vielleicht ein Prototyp her oder stellen immer einen her Siemens Bosch wem auch immer und fragen, willst du das machen?
00:12:30: Das Herstellen des Prototypens findet sehr häufig schon im Auftrag der Industrie statt.
00:12:36: Um ein Gefühl zu geben, unseres Kunden ist der deutsche Mittelstand.
00:12:40: Bei den Kunden sind die Konzerne.
00:12:43: also eher die größeren Unternehmen.
00:12:45: Vom Auftragsvolumen ist es genau umgekehrt, die Konzerne geben uns die größere Aufträge der Mittelstand gibt uns eher die kleinen Aufträge.
00:12:51: aber unsere Kernklienteel, sechzig Prozent des Kundenbestands mittelstand und sehr häufig um nicht zu sagen fast immer sind unser Kunden auch Wiederholungstäter.
00:13:01: Also wer einmal von Frauenhofer gut bedient worden ist kommt auf wieder zu Frauenhofern macht das Folgeprojekt.
00:13:06: sehr häufig ist am Ende des Projektes es bauen sich ja Vertrauensbeziehungen auf, ist am Ende eines Projektes kommt schon die Idee für das was man als nächstes machen müsste.
00:13:17: und dieses was wir als nächstes machen müsste wird dann wieder zu einem Auftrag wenn wir es entsprechend gut sozusagen verpacken und auch erklären.
00:13:24: Und mit diesem Auftrag wird dann der nächste Schritt bearbeitet und so ist das eine kontinuierliche letztendlich wie jedes Unternehmen am Markt auch.
00:13:31: also welches Produkt immer ich am Markt verkaufe Ich muss ja in einer Pipeline denken und kann nicht einmal ein Erfolg haben.
00:13:37: um mich auf dem auszuholen
00:13:39: Der Mittelstand ist häufig Kunde, weil der nicht sich so große Forschungsabteilungen leisten kann wie die Konzerne und deswegen häufiger zu ihm kommt.
00:13:45: Das
00:13:46: war die damalige Idee auf Raume für zu gründen also wenn man sich die tollen Forschungslabors der Konzerner anguckt in unserem Land und auf der Welt Spitze ausgerüstet, also ganz ohne Frage.
00:13:58: Da arbeiten wir häufig auf Augenhöhe miteinander während im Mittelstand sehr häufig es zwar Entwicklungsingenieur-Ingenieuren gibt aber ein echtes F&E-Zentrum einen Mittelständler normalerweise nicht hat.
00:14:10: und jetzt komme ich auf Ihre Frage die Sie gestellt haben wie wirkt auch Frauenhofer mit Universitäten zusammen beispielsweise?
00:14:16: Wir als Fraunhofer haben genauso wie die anderen außeruniversitären Einrichtungen keinen Auftrag Studierende auszubilden.
00:14:24: Das heißt wir machen keine Lehre, wir haben auch kein Promotionsrecht, wir können keine Doktorantinnen und Doktoranden ausbilden.
00:14:31: Wir brauchen aber die Pipeline von jungen Menschen, die immer wieder sozusagen nachwachsen und ein Interesse haben bei uns zu arbeiten.
00:14:39: Wer zur Fraunhofer geht weiß dass man sehr stark Projekt orientiert und anwendungsorientiert arbeitet.
00:14:45: Wer sehr stark an Erkenntnisgewinn in einer Grundlage interessiert ist, sollte dann eher zu einer der anderen außeruniversitären Einrichtungen geben.
00:14:53: Damit wir das können berufen wir unsere Institutsleitenden die wir haben und wir haben in Summe seventy vier Institute.
00:14:59: jedes Institute wird mindestens von einer Person geleitet häufig sind es zwei oder drei Spitzen.
00:15:04: Diese Institutsleitung berufen wir immer in einem gemeinsamen Berufungsverfahren mit einer Universität, das heißt die Hälfte der Kommissions- und Universitätsbeschäftigte.
00:15:12: Die andere Hälften der Kommission sind Fraunhofer-Beschäftigter.
00:15:15: uns gibt dann verschiedene Modelle wie man sie hinter sozusagen auffängt entweder an der Universität beurlaubt an uns an der Universität ausgeliehen bei uns oder an der Unternebentätigkeit.
00:15:26: Das sind so die drei großen Modelle, die dahinter stehen und in allen Fällen sind unsere Beschäftigten damit in die Universität eingebinden übernehmen auch akademische Pflichten an der Lehre arbeiten auch in akademischen Selbstverwaltung mit Entsprechend bieten Vorlesungen an, betreuen Master und Bachelorarbeiten.
00:15:46: Betreuen auch entsprechend Doktoranden, Doktorantinnen arbeiten um dann die Menschen von der frühen Vorlesung bis hinterher in den wissenschaftlichen Karriereweg zu begleiten und entsprechend zu entwickeln.
00:15:56: Seit wann sind Sie da?
00:15:59: Also bei der Fraunhoferverschlage...
00:16:00: Die Frage ist wo
00:16:01: es da?
00:16:02: Ja genau!
00:16:03: Was hat sie seinerzeit zur Fraunhoefer verschlagen?
00:16:05: Die Ingenieur haben Sie ja schon gesagt?
00:16:07: Ich bin ganz kurz, ich bin Ingenieur, habe nach Theo Klausler studiert War zehn Jahre lang beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, das hieß damals noch anders.
00:16:15: Aber da habe ich zehn Jahre als Jungwissenschaftler und später als Wissenschaftler gearbeitet.
00:16:19: Damals hatte man mir gesagt wenn ich was werden will in der Wissenschaft müsste ich mal eine Professur gehabt haben.
00:16:25: also hab mich am Markt der Universitäten umgeschaut war dann Universitätsprofessor ein paar Jahre gewesen Und hatte dann eine Ausschreibung gesehen.
00:16:33: Das war zweitausend ungefähr der Fraunhofer Gesellschaft und die hatte damals einen Institutsleitenden gesucht für ein Thema, wo ich das Gefühl hatte, dass ist mir auf den Leib geschnitten.
00:16:42: Und so habe mich damals bei Fraunhoefer beworben.
00:16:44: War dann knapp fünfzehn Jahre Institutscheiter bei Frauenhofer in Darmstadt gewesen.
00:16:49: Hab dort das Fraunhöfer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit geleitet mit einer Universitätsprofessur zum Thema Maschinenakustik.
00:16:59: Das war ein ganz spannendes Thema, also bei der Akustik haben wir über Wellen und Licht gesprochen aber auch Akustika schöne Welle.
00:17:05: deshalb interessiert mich das Thema.
00:17:07: Wir müssen trotzdem noch kurz erzählen bisschen was das für ein Thema ist oder für einen Eingangs?
00:17:11: Also
00:17:12: das Thema Betriebsfestigkeit war damals und es heute noch eine ganz wichtige Branche in Deutschland.
00:17:17: so ist auch das Wirtschaftswunder.
00:17:19: entwickelt war der Automobilbau Und im Rahmen des Automobilbaus ist eine der wichtigsten Komponenten, bevor ein Fahrzeug freigegeben wird.
00:17:27: Das überprüfen der sicherheitsrelevanten Komponenten ob hinterher eine Bremse, einen Achse, ein Rad, eine Schraube wirklich zweihunderttausend Kilometer hält und was dafür getan werden muss dass sie hält das war die Kernkompetenz des Instituts.
00:17:41: was ich damals übernommen habe Und damals fing es schon an.
00:17:44: Das kennen wir alle, dass dann mehr Elektronik ins Auto kamen.
00:17:47: Man hatte schon das erste ABS-System für die Bremse, das man festgestellt hat, die mechanische Betrachtung allein ist nicht hinreichend, sondern man musste eine mechanisch elektrischelektromechanische Betrechtung haben.
00:17:58: Das war damals meine Kernkompetenz.
00:17:59: Ich kam aus der Mechatronik Adoptronic und mit dieser Kompetenz habe ich dann die elektrischen, die mekanischen und die regelungstechnische Welt sozusagen in das Institut hineingepflanzt.
00:18:10: Und in diesem Zusammenhang war im Automobilbau alles, was mit Schwingungen zu tun hatte, relevant.
00:18:16: Weil Schwingung führen zur Ermüdung.
00:18:18: Schwinging führen aber auch zu Geräusch.
00:18:20: Manchmal wünscht sie dann sogar als positiv empfunden heißes Musik.
00:18:24: Aber nicht alles was geräuscht macht ist Musik.
00:18:26: das kennen wir auch und dieses war sozusagen mein Standband an der Universität dass ich das, was sich als Schwingungen an dem Fraunhoferinstitut eher schadensorientiert betrachtet habe.
00:18:37: An der auch mit meiner Universitätsseite dann im Sinne von wie funktioniert Akustik?
00:18:41: Wie funktioniert Libro-Akustik, was ist Körperschaltübertragung und alle diese Themen?
00:18:45: Das hat mir Spaß gemacht!
00:18:47: Würde mir heute auch noch Spaß machen – in der Zeit hab' ich da keine Zeit zu.
00:18:50: Dann habe ich einen Anruf bekommen von jemandem.
00:18:54: Hetthalter heißt nicht, glaube ich heute.
00:18:56: Die haben jemanden für Karlsruhe besucht um dort die Universität zu leiten.
00:18:59: Das war eine schwierige Phase.
00:19:01: Exzellenz war gerade verloren gegangen und das KIT war in einer Umbruchphase.
00:19:05: Und dann hat man mich sozusagen aus der Frauenhoferwelt raus in das KIT geholt.
00:19:09: Dort war ich zehn Jahre lang Präsident gewesen und glaubte eigentlich, dass die letzte Station in meinem Leben ist.
00:19:15: bis vor zweieinhalb Jahren die Fraunhofergesellschaft wiederum angerufen hat und gesagt hat ob ich nicht Interesse hätte hatte Ich und jetzt sitze ich seit zweieineinhalb jahren hier
00:19:24: und an der Spitze eben der frauenhofer gesellschaft.
00:19:27: die.
00:19:27: und Jetzt kommen wir in die aktuelle sozusagen Situation.
00:19:31: Haben Sie vorhin schon angedeutet, das Umfeld ist momentan gar nicht so leicht?
00:19:34: Warum?
00:19:35: Also spannend.
00:19:36: Die Frage ist... Das Umfeld is'n nicht so leicht!
00:19:38: Ich mein', wir brauchen ja nur Nachrichten zu schauen, dann sehen wir es geht im Moment der deutschen Wirtschaft nicht so gut wie es ihr mal ging.
00:19:45: Wir sehen dass wir durch Rahmenbedingungen sei's arbeitsrechtliche Rahmenbedingerungen, sei´s tägliche Rahmenbedienung Sei´s die Energiepreise Sei´es die Zollpolitik Sei´is die geopolitischen Verwerfung All das IS da und all das spüren unsere Kunden.
00:20:00: Und wenn ein Kunde sozusagen Spardruck hat, dann spart man zunächst an dem Geld was man dritten gibt.
00:20:07: Also Aufträge an Dritte – das sind wir – sind an der Stelle eher betroffen als dass man die eigenen Dinge vor Ort macht.
00:20:12: Das ist das eine Element des Problems, was wir haben.
00:20:16: Das andere Element ist, dass wir seit längerer Zeit – wir haben ja einen Regierungswechsel vor, weiß nicht, anderthalb Jahren ungefähr Einigen.
00:20:22: wir haben ungefähr gehabt, in der Zeit kurz vor dem Regierungswechsel.
00:20:26: Sie erinnern sich vielleicht waren ja ein paar Gelder auch ausgenommen worden.
00:20:29: Der KTF ist damals vom Verfassungsgericht gesperrt worden.
00:20:33: also es sind einfach öffentliche Fördertöpfe sind versiegt an denen Frau Muffer partizipiert hatte nicht nur Frau Mufa aber auch Frau.
00:20:42: für uns heißt aber diese Partizipation das ist aus unserem Kernhaushalt verloren gegangen ist.
00:20:47: Für alle anderen, für die das Geld verloren gegangen sind, ist es nur von den Drittmitteln weggegangen.
00:20:51: So dass wir bei Fraunhofer über die letzten zwei Jahre, sagen wir mal Schwierigkeiten sehen im Generieren dieser Mittel klingt jetzt ganz katastrophal.
00:21:02: ich muss auf der anderen Seite der Medaille sagen, wir haben gerade ein Jahresabschluss-Fünfundzwanzig.
00:21:06: Fraunhof hat in Fünfundzwanzig mehr Industrieprojekt gemacht, als in den Vierundzwanzig.
00:21:11: Mehr als im Dreiundzwzig und mehr als im Zweiundzwenzig.
00:21:13: Wir hatten unser erfolgreichstes Industriejahr vierund zwanzig – obwohl die ganze Welt von Krise redet!
00:21:18: Und uns ist im öffentlichen Teil auch etwas weggebrochen aber immer noch sozusagen auf der Größe dass wir sagen das Drittel-Drittel-Drittelmodell vom Fraunhofer erledigt.
00:21:27: Also würde man sagen wo ist das Problem?
00:21:29: Da ist erst mal kein Problem, das Problem ist natürlich auch alle Kosten steigen.
00:21:33: Auch bei uns Tarifabschlüsse steigen Energiekosten steigen die ganze Inflation alles wird teurer.
00:21:39: aber dass was wir an Steigerung bekommen Wir kriegen ja aus dem Pakt für Forschung und Innovationen drei Prozent Steigerungen der Grundfinanzierung.
00:21:47: Bei den anderen außer Universitären heißt es drei Prozent auf Alles Bei uns das heißt drei Prozent auf dreißig Prozent.
00:21:53: Das heißt die anderen siebzig Prozent bekommen diese Steigerung nicht, sodass wir im Moment eine gewisse Diskrepanz haben zwischen Erträgen und Kosten.
00:22:03: Das ist aber nichts, was jetzt zu einer Nervosität führen sollte.
00:22:07: Sondern da muss man eben konsolidieren.
00:22:08: also wenn man mehr Kosten als Erträge hat dann muss man entweder die Erträhre hochfahren oder man muss die Kosten runter fahren oder man muß an der Stelle die Belang sehen bekommen.
00:22:17: das ist im Moment die Aufgabe die ich habe.
00:22:19: wir müssen konsolidieren das heißt am Ende dass die Fraunhoferinstitute am Markt schauen müssen gibt es im moment zusätzliche erträge die unsere Kostenlücke schließen oder sind diese zusätzlichen Erträge im Moment am Markt.
00:22:35: nicht generierbar, dann müssen wir offen am Kostenblock entsprechend reduzieren.
00:22:40: Und das
00:22:41: ist... Bislang ist ja mehr gesagt.
00:22:42: es gibt seventy-viert Institute.
00:22:44: momentan, am Jahresende auch noch?
00:22:47: Sagen Sie so, es gibt vierhundertinstitute.
00:22:49: Es gab ja wenn wir zwei Jahre zurückgehen, gab es fünfundsebzig Institute fast sogar sechsensechzig.
00:22:55: also wir haben schon ein bisschen Konsolidierungsarbeit hinter uns.
00:22:58: aber wir haben nicht nur Institute sondern wir haben ganz viele Außenstellen von Instituten.
00:23:03: An der Stelle muss man einfach sagen, die Forschungs- und Förderpolitik der letzten fünfzehn Jahre war so dass man versucht hat überall in Deutschland zusätzliche Kapazitäten aufzubauen.
00:23:15: Die Bundesländer haben sich sehr engagiert neue Themen für sich zu identifizieren und über Institute die man irgendwo ansiedelt damit auch Ich sage mal Innovations-Ökosysteme zu schaffen.
00:23:26: Das ist ja erstmal eine gute Idee, gar keine Frage.
00:23:29: und einen Fraunhoferinstitut in einem Bundesland anzusiedeln ist sogar eine besonders gute Idee weil ich habe ihn eben im Finanzierungsschlüssel berichtet etwa ein Drittel ist öffentliche Förderung.
00:23:40: von diesem Drittel sind neunzig Prozent vom Bund um zehn Prozent vom Land bezahlt.
00:23:45: das heißt wenn ich durch ländersicht gucke dann kostet mich ein laufendes institut zehn prozent von dreißig Prozent also überschaubar viel sind aber hundert Prozent von allem, also eine attraktive Geschichte.
00:23:58: Dieses sozusagen als Verlockung Und auch als Deutschland war ja in einer starken Wachstumskurve die letzten fünfzehn Jahre gewesen, hat man viele Institute oder Außenstellen von Instituten über Deutschland verteilt gebaut.
00:24:11: Hat sie über eine längere Zeit erst mal – das macht mir immer so wenn man was Neues baut – Anschub finanziert über reine Landesmittel und dann müssen Sie irgendwann in die Bundesländerfinanzierung übernommen werden.
00:24:22: Da hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
00:24:25: Der wird es in diesem Fall der Bund.
00:24:27: Da hat man das Frauenhofermodell entwickelt, hat gesagt ein Drittel ist Staatsfinanzierung als Belohnung für die Zweidrittel.
00:24:36: Ich habe nicht gesagt dass man Ende der neunziger Jahre den Pakt für Forschung und Innovationen eingeführt hat und damit diese Wachstumskurve nach oben begrenzt hat.
00:24:45: danach sind wir nur noch erst fünf Prozent und später drei Prozent pro Jahr gewachsen.
00:24:50: Das heißt unsere Grundfinanzierungen ist quasi konstant eigentlich sogar degressiv wenn ich mir überlege dass Inflation, Tarif, Energie mehr als drei Prozent pro Jahr ausmachen.
00:25:00: Das heißt eigentlich geht die Grundfinanzierung geringfügig runter.
00:25:03: Es sind sehr viele öffentliche Projekte zu Fraunhofer gekommen über die letzten fünfzehn Jahre und es ist konstanter Industrie-Attrakt zu Fraung hergekommen.
00:25:11: Und das heißt die Balance zwischen was ist öffentliches Geld?
00:25:15: im Wettbewerb eingeworben und was das Industriegeld, die ist sozusagen aus dem Gleichgewicht geraten.
00:25:21: Eigentlich müsste es jeweils ein Drittel sein.
00:25:23: Real war uns eher vierzig Prozent zu dreißig Prozent, also vierzig prozent öffentlich, dreizig Prozent Industrie.
00:25:29: Und wir müssen wieder zurück auf Formal Dreiundreißig, Dreindreißige real ehrfümundreizig bringen.
00:25:36: Das bedeutet – und das ist für Wissenschaft Echt neu und eine echte Herausforderung, dass Institute einzelne Arbeitsgruppen sagen müssen.
00:25:44: Und was will ich jetzt nicht mehr machen?
00:25:47: Zu sagen, was würde ich noch machen?
00:25:48: Da sind wir alle Spitzenreiter drin.
00:25:49: Jedem fällt ein, was man noch alles machen könnte.
00:25:52: Aber zu sagen, von dem, was ich tue, tue ich jetzt nichts mehr.
00:25:55: Das ist die große Aufgabe mit der sich Frau im Moment beschäftigt.
00:25:58: Ich finde das keine schlimme
00:25:59: Aufgabe.".
00:26:00: Ich finde das auch keine ehrenhörige Aufgabe, sondern eigentlich Kerngeschäft eines jeden Unternehmers in diesem Lande.
00:26:07: zu sagen was bei mir läuft noch gut?
00:26:09: Was entwickelt weiter?
00:26:10: Was hat ausgedient und was lege ich auch ab.
00:26:12: Das ist ein ganz normaler Bereinigungsprozess.
00:26:15: Gerade in der Phase, in der wir jetzt gerade sind, die es auf disruptive Technologie gibt, bei denen man sowieso vielleicht noch viel mehr als vor zwanzig dreißig Jahren sagen muss Ich muss vielleicht eine härtere Entscheidung treffen, weil die Idee der sich einfach mich incrementell verbessere oder verschlechtere was man nicht möchte aber das dann auch nicht ganz so schlimm ist als einen harten Cut zu kriegen.
00:26:35: Da sind wir gerade nicht drin.
00:26:37: ist es etwas wo sozusagen vom Mindset ihre Mitarbeiter sozusagen sich drinnen aufhalten müssen dass sie wirklich viel eher härterei Entscheidungen treffen müssen weil man eben sagen muss okay jetzt gibt's wir sind in Stichwort künstliche Intelligenz einer Phase.
00:26:52: Da ist auch diese ganze Idee, wir liefern einfach die nächste Auflage von einem bestehenden Produkt was das ein bisschen besser ist.
00:27:03: Das reicht halt nicht mehr.
00:27:03: ich muss eigentlich etwas ganz Neues bringen und viel grundsätzlicher dran denken bis es...
00:27:08: Also es wäre zu einfach wenn ich jetzt sage ja Es ist ein bisschen komplexer Ich würde sie auch gerne sozusagen an die Seite legen da würde ich gern wenn Sie das nachher nochmal aufgreifen.
00:27:16: das Thema Innovation Was ist disruptiv?
00:27:19: Und was ist incrementell?
00:27:20: Weil die Frage haben Sie eben auch schon mit Schwingen gehabt, also das inkrementelle Fortschreiben oder das disruptive Fortsschreiben.
00:27:28: Tatsächlich ist es immer so gewesen seitdem es Frau Nuffer gibt dass wir niemals ein zweites Mal das verkaufen können was wir schon einmal verkauft haben.
00:27:36: Das ist ja der Unterschied zwischen uns und einem Unternehmen, was skalieren kann.
00:27:39: Wir können unsere Ideen genau einmal verkaufen und dann müssen wir aus der Idee wieder eine neue generieren und müssen sie wieder verkaufen.
00:27:45: Und da gab es immer wieder auch disruptive Veränderungen über die Jahre.
00:27:49: Also sage ich mal im ganzen Bereich der Materialentwicklung wo man mal mit Eisen und Stahl angefangen hat und dann die Polymere reinkam, dann die Hochleistungspolymere, die Kunststoffe, die Faserverstärken-Kunststoffe Dann die ganze Beschichtung also das waren alles immer für sich.
00:28:03: Man könnte sagen ist eigentlich nur inkrementell.
00:28:05: Aber denken Sie sich an die große Debatte, die Airbus lange geführt hat.
00:28:08: Machen wir einen Aluminium-Rumpf oder einen Schwarzen Rumpf?
00:28:11: Also aus Grundstofffasern ist das nicht inkrementell.
00:28:14: Das ist disruptiv und diese Art von Disruption gab es immer und in allen Branchen.
00:28:19: wenn ich mir den produktionstechnischen Prozess angucke bei der Lochkarte mal begonnen irgendwann über die elektronische Steuerungen bis hin dann zu Regelungstechniken aktiven Regelungs technik adaptiven und heute bis zur KI.
00:28:33: also Eigentlich sind es immer Fortschritte und je nachdem ob das Inkrement jetzt groß ist, dann würde man sagen, dann war's wohl disruptiv oder wenn es eher klein wäre, dann wars ein Inkrement.
00:28:44: Also irgendwie ist nichts auf dieser Welt entsteht aus dem nix wo nicht vorher schon irgendwas war.
00:28:49: also es muss ja immer auf irgendeinem geistigen Gut aufsetzen dass es sozusagen etwas völlig völlig neues nie da gewesenes gibt.
00:28:57: Das sehe ich nicht.
00:28:58: auch die KI von der wir im Moment alle reden Die können wir auch schon seit den sechziger Jahren.
00:29:02: Das ist sozusagen eine sehr, sehr lange Geschichte wo man mit neuronalen Netzen mal angefangen hat und das entwickelt hat.
00:29:08: Und jetzt kriegt es plötzlich weil es diese riesigen Rechner- und Speicherkapazitäten gibt, eine ganz andere Geschwindigkeit die es vor fünfzig, sechzig Jahren damals hat, sechszig Jahre es bisher hatte also das an der Stelle.
00:29:20: Also natürlich ändern sich die Dinge.
00:29:22: ich mache ein Beispiel wo man so deutlich machen kann ist Material Forschung, Materialentwicklung.
00:29:27: da gab's früher die Goldenregel jede neue Materialentwickeln braucht zwanzig Jahre weil sie sehr stark auch mit einem Trient Error-Prozess verbunden war.
00:29:35: Man hat mal was gemischt, man hat gemessen und geguckt.
00:29:40: Und so hat man das irgendwo hin entwickelt.
00:29:42: Heute kann man es natürlich atomisch runterbrechen und vom Atom über das Molekül in einem Rechnersystem Materialien designen bevor man sich ein einziges Mal echt da hergestellt hat.
00:29:54: Und über diesen Ansatz, das können Sie für die Materiartechnik machen und das können sie für die Medizin und für die Medicamente machen.
00:30:00: Das kann man für viele andere Prozesse auch machen, kommt völlig andere Geschwindigkeiten rein, die natürlich auch gemanaged werden müssen weil...
00:30:08: Da werden aus zwanzig Jahren ungefähr.
00:30:11: Also ich sage mal, der Rechner macht das schnell.
00:30:14: Das was vor zwanzig Jahre war, das macht er über Nacht aber wenn er das dann fertig gerechnet hat muss es ja immer noch dahinter ein Herstellungsprozess, ein Fertigungsprozess.
00:30:23: Aber ich würde sagen aus zwanziger Jahren ein Jahr zu machen ist das was wir heute sehen und haben und damit müssen uns auseinandersetzen und manchmal auch schneller Und das ist toll.
00:30:33: Das ist faszinierend, weil früher in dieser, sagen wir mal, inkrimellen Tellen-Entwicklungsseite bei der Materialwissenschaft ist auch sehr viel Blindleistung entstanden, wo man einfach in irgendwelche Irrwege gegangen sind die viel Kraft und viel Geld gekostet haben aber dann irgendwann nicht weiterverfolgt wurden, weil sie sich nicht materialisieren ließen.
00:30:53: Da es ein solcher Ansatz vom Atom hoch bis zum Bauteil zu rechnen ist schon ein spannender Ansatz.
00:31:01: Und wenn wir jetzt das weiter noch weiter gehen und dann in die KI entsprechend hineingehen, die ja von dem Methodenansatz ganz anders ist weil sie immer prädiktiv ist.
00:31:11: Also Sie geht immer von einem was ich hier jetzt gehe entwickelt sich den Gedanken nach vorne weiter aus einer Kombinatorik heraus während des Alte-Rechnens ja immer ein Rückwärts gewesen ist.
00:31:22: also ich kannte schon die Gleichung Ich kannte die physikalischen Zusammenhänge habe etwas reingegeben und dann ist eben etwas rausgekommen Richtig, weil ein Gesetz dahinter war.
00:31:30: Das ist bei der KI nicht mehr ganz so richtig, weil es ja immer eine Hypothese dahinter ist.
00:31:34: Es könnte so sein und es könnte auch anders sein Und das haben wir jetzt als neues Instrument, ein tolles Instrument was viele um mich zu sagen alle unsere Forschungsprozesse aber auch alle unsere Lebens Prozesse, die wir haben durchdringen wird.
00:31:50: Das ist eine Disruption, die auf uns zukommt, die aber in der Umsetzung im Produkt dann häufig wieder aufs Inkrement runterfällt.
00:31:57: Ich habe zwar eine disruptive Technologie KI, aber wenn ich ein bestimmtes Produkt weiterentwicke, dann ist am Ende ja nicht ein völlig anderes Produkt.
00:32:05: Also es macht man einfach als Maschinenbauer ne Schraube, bleibt immer ne Schaube und sie wird sich immer mit Gewinde drehen und ich brauche einen Anzugsmoment Aber dass diese Schraube möglicherweise ganz andere Eigenschaften haben wird, dass sie möglicherweise ganze andere Gleitkoeffizienten haben.
00:32:18: Also keine.
00:32:18: alle Parameter die es da gibt und die will ich jetzt gar nicht auflisten kann Ich über den methodischen Ansatz der KI so weit entwickeln wie ich jetzt mit meiner eigenen Fantasie gar nicht kommen würde.
00:32:28: Das ist ein wichtiges Stichwort wenn zum künstlichen Intelligenz geht das die eben.
00:32:33: Und manchmal denkt man da gibt's vor allen Dingen neue Produkte oder neue KI Assistenten und der nächste ist noch viel glücker als der vorherige aber Vornofergesellschaft oder auch jedes Industrieunternehmen denkt über KI nicht nur als Produkt nach, was ich vielleicht anbiete.
00:32:46: Sondern eben es kommt auch in den Prozessen, was Sie gerade gesagt haben.
00:32:49: also sie nutzen KI nicht um KI Systeme zu verkaufen oder zu erfinden sondern eben auch was die ganz normal machen, einfach schneller und besser machen zu können.
00:32:59: Also es besteuert nicht einfach viele Prozesse.
00:33:01: wie wird sich eine Schraube schneller machen?
00:33:02: Die Schrauben ist jetzt ein Beispiel.
00:33:03: und wenn man das, was wir alle jetzt als Otto-Normal Verbraucherinnen, Verbraucherspüren sind, wenn man mit der KI spielen, ich sage bewusst spielen und sie irgendetwas fragen und dann erzählt sie uns ganz schlau die Antwort in der Regel so überzeugend dass man kein Zweifel mehr hat.
00:33:17: Wenn man aber zu dem Themen fragt wo man sich selber auskennt, dann stellt man festen paar Zweifels sind vielleicht doch noch da und es ist gar nicht inhaltlich so richtig wie einem erzählt wird.
00:33:25: also
00:33:26: Die ist viel menschlicher, als man denkt die KI noch.
00:33:28: Genau!
00:33:30: An der Stelle ist sie sehr menschlich weil es nämlich auch nicht perfekt ist wie wir alle.
00:33:34: aber wenn ich jetzt die KI als Beispiel nehme in der Programmierung eines Roboters dann war Roboterprogrammierung eine Technologie.
00:33:43: die machen wir seit dreißig Jahren.
00:33:44: die ganzen Industrierobotter die da irgendwie was anreichen was schrauben was heben.
00:33:49: Aber die sind sozusagen sehr stark programmiert worden im Sinne von der Programmierer.
00:33:53: Die Programmiererin hat sich alle möglichen Bewegungsvarianten vorgestellt und hat sie dann in physikalischen Gleichungen vorhergeschrieben, aber der Roboter hat versagt.
00:34:05: Wenn ein nicht vorher gedachter Zustand eingetreten ist, dann hat das Ding einfach auf Error umgeschaltet oder Fehler gemacht.
00:34:12: Von der KI.
00:34:13: wenn wir die jetzt in diese Programmierung mit einbinden, dann sagen wir auch während der Roboter in seinen Arbeitsprozesses und um sich drumherum Dinge ändern Dann kann er sie sozusagen adaptieren daraus lernen Und aus dem neu gelernten dann in der nächsten Anwendung den Fehler der früher zum Versagen geführt hatte Einfach sozusagen überspielen und das Problem damit lösen.
00:34:34: Menschen nutzen im Verhalten, was wir auch können.
00:34:38: Wir haben ein gewisses ... Training bekommen schon als Baby, wenn wir sozusagen so ist zumindest die Vorstellung, die zumindest eine Gruppe der KI Forscher hat.
00:34:46: Wir wurden mit ganz vielen Daten trainiert.
00:34:47: Wir hören viel, sehen viel.
00:34:48: Irgendwann sprechen wird das erste Wort und während wir dann sprechen und uns anfangen oder laufen und dann fahren wir mal an der Treppenstufe runter oder irgendwo hin aus dem Ganzen aber lernen wir permanent weiter und entstehen keine Lücken und wir verfügen genau über diese Fähigkeit dass wir auch in dem scheinbar unbekannten plötzlich in der Lage sind Das zu überprüfen, mit was wir können und das wir vorherigen eben mitgenommen haben.
00:35:11: Also ich
00:35:12: finde es ein tolles Bild, was Sie zeichnen.
00:35:14: Ich sehe das momentan bei meiner Enkeltochter mit Faszinationen wie das Programmieren oder wie das Lernen geht.
00:35:20: Was ich beobachte ist auch der Unter... also was ich als Unterschied sehe ist dass wir als Menschen eine Kombination haben aus adaptiert Wir haben geguckt, wir haben gelernt Und wir haben echtes Fakten wissen, was wir uns eben früher mal in der Schule oder wo immer aneignen mussten und je nachdem zu welcher Zeit man in der unterschiedlich intensiv Faktenwissen gelernt oder auch nicht gelernt.
00:35:40: Ich sage das jetzt bei aller Höflichkeit, man könnte es noch auf die Bundesländer unterdifferenzieren will ich aber gar nicht.
00:35:46: und dieses Fakting Wissen wenn wir auch ehrlich sind dass ist endlich und es ist auch flüchtig.
00:35:51: also wenn man bestimmtes Wissen über eine bestimmte Zeit nicht angewendet hat dann verliert man auch wieder das Wissen darüber.
00:35:57: Also ich merke das selber in meinen.
00:35:59: als Ingenieur musste man sich mit den Differentialgleichen der Mathematik hoch-und runter beschäftigen.
00:36:03: Wenn man zehn Jahre lang so ein Ding nicht mehr gelöst hat Das ist ganz mühsam, sich damit mal wieder auseinanderzusetzen.
00:36:09: Wie ging das denn eigentlich noch?
00:36:10: Man kriegt es wieder hin aber man braucht es ja auch nicht mehr.
00:36:13: und wenn ich dieses Faktenwissen jetzt vergleiche mit dem was eben eine KI an Fakton Wissen immer permanent da hat.
00:36:19: nämlich alles was sie trainiert hat ist ja zum gleichen Moment in gleicher Intensität da.
00:36:25: und dieses Vergessen was wir haben das hat Sie an der Stelle nicht Und da ist sie uns dann auch überlegen plötzlich weil sie immer alles verfügbar hat während wir bestimmte Dinge halt nicht mehr verfügbar haben.
00:36:36: Und das muss man mitdenken in diesem Vergleich auch, was kann der Mensch alleine?
00:36:41: Früher immer gesagt hat du Roboter und ich der schlaue Mensch.
00:36:44: Das müssen wir vielleicht ein bisschen jetzt ändern von der Vorhersage und müssen sagen, der Roboter hat Fähigkeiten die ich nicht habe, dafür hab' ich Fähigkeit, die er nicht hat.
00:36:52: Wie können wir eine Kollaboration zwischen dem Roboter oder mir herstellen, dass sie am Ende besonders sinnbringend und auch besonders zielorientiert
00:37:00: ist?".
00:37:01: Viele Leser fragen sich bei uns, was sind denn die Fähigkeiten, als Menschen, die die KI noch nicht hat oder diese vielleicht auch in fünf Jahren nicht.
00:37:09: Das wird dann philosophisch das Thema Gefühle.
00:37:15: also die KI hat sie nicht aber wenn man mit ihr spricht suggeriert sie einem dass sie das hat.
00:37:22: Sie kann ja sehr empathisch mit einem reden und da wird einem plötzlich bewusst, jetzt werde ich philosophisch, dass wir als Menschen irgendwie auch in all unserem Tunen- und Handeln eine schauspielerische Komponente haben.
00:37:34: also nicht immer wenn wir uns ärgern erklären wir dem gegenüber dass wir uns gerade ärgert sondern wir haben ja dann Mechanismen dass wir das irgendwie sozusagen für uns behalten.
00:37:43: damit geht auch ein Stück Ehrlichkeit verloren.
00:37:45: Menschen sind ja nicht nur ehrlich miteinander.
00:37:47: Und jetzt zu sagen, was kann die KI besser?
00:37:49: Was können wir besser?
00:37:51: Also ich denke mal dass wir bestimmte durch das gesellschaftliche System und Standards angeeignet haben mit denen wir in unserer Umgebung überleben Die aber schon nicht mehr funktionieren würden wenn wir in einen anderen Kulturraum hereinkommen.
00:38:06: Das erlebt jeder von uns der Mal auf der Welt ein bisschen unterwegs sein darf Dass andere Kulturräume da andere Standards und andere Normen haben als wir.
00:38:13: Also von daher, ich kann Ihnen das nicht sagen.
00:38:15: Die KI entwickelt sich auf jeden Fall schneller weiter als wir und sie wird für uns ein immer attraktiverer
00:38:21: Partner.".
00:38:22: Ist sowas wie Kreativität dahinter versteckt?
00:38:24: sicher manche und sagt es ist was?
00:38:26: Das ist so eine menschliche Domäne.
00:38:28: Wir sind halt dann die kreativen, die KI, die weiß zwar mehr, die kann ja vielleicht besser Schach spielen und go und so weiter aber das kreative kriegt's doch nicht hin.
00:38:36: oder verstecken wir uns dahinter was?
00:38:38: weil Kreativity eigentlich auch viel mitlernen.
00:38:42: Also jetzt nehme ich Ihr Beispiel des Säuglings und gucke ihn mir in einer sehr frühen Lebensfaser an, überlege was von dem, was der Säuchtling gerade tut ist eigentlich kreativ.
00:38:51: Also wo ist das Kreative?
00:38:53: Er fängt an Muster sozusagen zu übernehmen aus diesen Mustern eine Kombinatorik zu haben und in dieser Kombinatorie sind einige Menschen kreativer und andere sind weniger kreatif.
00:39:04: also das ist sicherlich Eigenschaften die bei den Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt sind.
00:39:11: Und dieses Thema Kombinatorik, also auch aus einem Wissen ein Transfer in ein anderes Wissensgebiet hinein zu machen das ist ja das was man über die Jahre sich aneignet wo man dann auch eine gewisse Expertenfähigkeit bekommen kann.
00:39:24: nicht alle von uns sind Experten aber man kann eine Expertenfähigkeit bekommen.
00:39:28: wenn ich einfach Themen mische da würde ich sagen dass kann die KI immer.
00:39:31: das ist faszinierender dass sie immer die Themen mischen können und darüber aus Querverweise hinbekommt.
00:39:37: Unsere Herausforderung, unsere Kunst wird es jetzt sein diese Fähigkeiten für uns zu nutzen um unsere eigenen Fähigkeiten zu erweitern.
00:39:44: Das ist glaube ich die große Kunst.
00:39:46: Sie merken das an meinen Worten.
00:39:47: Ich habe wieder keine Angst vor der KI Keine Sorgen, keine Zukunftsängste!
00:39:51: Ich sehe hier die Chancen Und Missbrauch ist bei jeder Technologie geboten.
00:39:55: Also da muss ich nicht die KI böse machen als alles andere.
00:39:59: Jede Form von Technik-Buelius.
00:40:00: als Stichwort kann ich.
00:40:02: In meiner Vorlesung habe ich immer das Streichholz früher genommen und hab gesagt, der Streichholtz ist eine Supererfindung.
00:40:07: Damit kann ich meinen Nachbarn den ich nicht so gerne mag dem Weihnachtsbaum anzünden.
00:40:12: Ich kann aber auch das gleiche Streicholz nehmen um bei mir einen Kerzen beim Weihnachtsbau zu zünden.
00:40:15: Und das eine ist was ganz Tolles und das andere ist ganz fürchterlich.
00:40:18: Nutzen Sie KI.
00:40:19: also diskutieren sie mit KI Ihre Ideen?
00:40:23: Also ich bin noch nicht soweit ganz ehrlich dass ich meine Ideen als zum Challengen.
00:40:28: So nach dem Motto, ich habe mal eine Idee was meinst du denn dazu?
00:40:32: Was ich sehr häufig mache ist wenn man unterwegs ist und beim Autofahren kann ja nicht so viel sinnvolle Sachen machen da ist die KI jetzt sehr häufig meinen Gesprächspartner Wo ich mit der KI dann Themen, die mich interessiere, mit ihr sozusagen diskutieren.
00:40:48: Da auch durchaus.
00:40:49: vielleicht sind Ideen, die ich tausche.
00:40:51: aber eigentlich bin ich eher noch auf der Phase abzuklopfen wie gut ist sie eigentlich?
00:40:56: Also in dieser Phase, dass ich noch nicht sage das ist jetzt Partner-auf-Augenhöhe und mit dem diskutier' ich meine tiefsten Probleme.
00:41:03: so und ich bin eher noch in der Phase wo ich sage Ich prüfe mal wie weit es mir ein sinnvoller Partner ist und wo sie mir dann auch anfängt, nicht mehr sinnvoll zu sein.
00:41:12: In der Phase bin ich
00:41:13: gerade.".
00:41:14: Und die KI mit der Sie da sprechen ist zum Beispiel die Josef von Fraunhofer.
00:41:18: Das haben Sie ja ganz am Anfang schon erwähnt.
00:41:19: Ich habe den auch neulich mal hier betesten dürfen.
00:41:22: Den haben Sie nachgebaut hier mit Kollegen als Avatar.
00:41:26: Mit dem kann man sprechen, kann man alles fragen – auch die Gruppe mit der ICHTA stand.
00:41:33: Das ist nicht werblich und gar nicht gemeint, weil ich hier sitze jetzt.
00:41:36: Aber wir haben keine dumme Antwort gekriegt.
00:41:39: Ich hoffe, wir haben auch keine dummen Frage gestellt aber das ist für uns natürlich mittlerweile erstaunlich wie gut diese Geräte des Systemes funktionieren.
00:41:48: Aber mit dem Sprechen sind sie zum Beispiel.
00:41:49: Wobei man sagen muss es ist ja der Avatar.
00:41:51: Das ist nur die äußere Hülle, die wir sehen.
00:41:54: Wir haben bei Frauenhofer vor drei vier Jahren aufgesetzt, wir nennen das FH Genie FHG und Genie steht dahinter, das ist Genie.
00:42:03: Und im FHGenie ist für uns eine Plattform wo wir alle Sprachmodelle die im Moment am Markt verfügbar sind also vom OpenAI-Modell bis zum Chord bis zu Mistral bis zu unserem eigenen Teugnen so dass ich dann auch als Nutzer sagen kann Ich habe jetzt ein Thema und was würde mir der Sprach Modell X dazu als Antwort geben oder was würden mir der sprachmodell Y dazu als antwort geben um auch mal zu sehen Die sind ja auch in unterschiedlichen Räumen mal programmiert und entwickelt worden, wie das dann auch einflussend auf die Antworten.
00:42:31: Und die Unterschiede sind groß zum Teil?
00:42:33: Sie sind groß!
00:42:33: Also ich will jetzt nicht politisch werden aber fragen Sie mal eine eines dieser Sprachmodelle wenn sie mal lange Weile haben nach der deutschen Energiewende und fragen Sie das Systemal, wie viel unseres Gesamtenergiebedarfs denn inzwischen schon erneuerbar ist.
00:42:48: Stellen Sie mal die Frage und prüfen Sie die Antwort
00:42:50: Da kommt was raus?
00:42:51: Die Antwort ist, dass Ihnen der Strombedarf oder der Stromverhältnis dargestellt wird.
00:42:56: Nicht auf die Frage eingegangen.
00:42:57: also man fragt über den Energiebedarf und dann kriegt eine Antwort aus das Stromnetz ist zu sechzig Prozent erneuerbar.
00:43:02: Ist ja super die Antwort aber es ist nicht die Antwort auf die frage.
00:43:06: Das liegt am schlechtesten Training oder an dem vielleicht
00:43:09: in dem was man in einer Zeitung wiesst.
00:43:12: Wenn wir über das Thema reden, reden wir immer über Strom.
00:43:15: Aber es ist ja mehr als Strom.
00:43:16: Wir müssen das Molekül mitdenken.
00:43:17: Das ist jetzt die wissenschaftliche Antwort, sagen wir mal.
00:43:20: Achtzig Prozent unseres Bedarfs in unserem Land ist eben Molekul basiert und das können wir auch erneuerbar machen.
00:43:25: Das spricht ja nichts gegen aber wir müssen's eben machen.
00:43:29: Jetzt waren wir vorhin schon bei dem Thema inkrementelle Innovation versus Disruption und weiten den Blick jetzt mal auf unser Land Deutschland Und ich fange jetzt nochmal mit dem Inkrementellen an.
00:43:41: lange hat es super funktioniert in Teilen auch heute noch, aber Deutschland hat im Prinzip ein paar sehr gute Industrie gehabt.
00:43:49: Autos sind eine zum Beispiel, aber die Konzerne haben eben jedes Jahr, ich ohne das mal einen Namen zu nennen, aber immer das jeweilige, vielleicht das jeweillige Spitzenmodell in einer neuen Version gebracht.
00:44:00: Da war dann mal noch ein aufgewärmter Sitztrinne oder Lenkrad, oder noch eine bestimmte Gebläse-Situation.
00:44:09: Oder sowas war anders.
00:44:10: Oder es war mal aus ein bisschen des Designs und das aber im Kern hat man immer einen gut verkauftes beliebtes Auto Modell mit einer etablierten Marke genommen.
00:44:18: Hat die ein bisschen verbessert gegenüber dem Feuer und hat dann damit weiter ganz gut Geld verdient.
00:44:22: Und jetzt so scheint es sind wir in der Phase drin, in der dieses Modell an seine Grenzen kommt weil die Technik eher dahin geht dass man nicht sagt ich kann dasselbe Auto mit der besseren Version rausbringen, sondern sich vielleicht fragen muss ist mein Produkt eigentlich im Kern noch ein Auto oder ist es nicht?
00:44:43: Ich spitz das jetzt mal bisschen zu.
00:44:44: Eine KI an der auch vier Räder dran sind aber das Hauptprodukt ist eigentlich am Ende eine KI und die Rädern kann eigentlich jeder dran schrauben und das andere ist das was das also ist nicht eigentlich perspektivisch?
00:44:55: ein ganz neues Produkt?
00:44:58: Wohin?
00:45:00: Ist das Inkrement funktioniert noch oder ist der Abgesang zu früh, wo sind wir gerade?
00:45:06: Der Abgesank ist zu früh.
00:45:07: Das sage ich jetzt als Ingenieur und Optimist nicht als Zweckoptimist sondern als Optimist aber im Moment ist die Situation schwieriger.
00:45:14: Ich gehe eine Hierarchiestufe tiefer in der Produktentstehung.
00:45:19: Das Auto ist ja nur Das Endprodukt, in dem viele einzelne Produkte und Technologien ihren Eingang und Zugang gefunden haben.
00:45:29: Der eigentliche Innovationsmotor ist ja nicht am Ende der Autohersteller, sondern die eigentlichen Innovationsmotoren sind die vielen Zulieferer die auf diesem Zulieferweg eine Innovation nach der anderen ins Produkt bringen.
00:45:41: Und ob das jetzt Innovationen im Bereich Optik und Messtechnik sind, ob das in den Innovationenbereich Sensorik sind oder ob das Innovation im Bereich Algorithmen Software sind also eine Vielzahl von Innovationen die auf diesem Entwicklungsstrang entstehen.
00:45:55: Und am Ende werden sie in irgendeiner Art und Weise kompelliert, und wir können das dann als Auto kaufen.
00:46:02: Wo haben wir sozusagen auf jeden Fall die Abzweigung verloren?
00:46:05: oder wo ist uns was daneben gegangen?
00:46:07: In der Automobilbranche, die man noch mal extras beleuchten kann... ist sozusagen der Übergang von der klassischen Automobiltechnik, Antriebstechnik, Verbrennungs-Technik versus Elektromobilität.
00:46:20: Der chinesische Markt hat einen Technologiesprung übersprungen und ist an uns vorbeigerannt.
00:46:27: Da komme ich aber gleich nochmal drauf zu sprechen.
00:46:29: das andere ist wo wir etwas verloren haben es im Bereich IT und Software wo wir sozusagen ja bis heute, wenn es um Industrie-Software und Industrieanwendungen geht mit Industrie.null, mit dem was auch die SAP macht und ähnliches mehr immer noch Weltmarktführer sind.
00:46:46: Nur das sind nicht die Dinge, die man groß skaliert und es sind auch nicht die Dinge, die jetzt jeden Tag in den Medien sind.
00:46:52: Das was wir im Silicon Valley gesehen haben ist dass man dort in eine Plattformökonomie sich hinein entwickelt hat, dass man riesige Skalierungsfaktoren gefunden hat indem man ein BtoC-Geschäft, also zum Endkunden entwickelt hat.
00:47:07: Jeder von uns, wir haben hier ihr Mikrofon auf dem Tisch das Handy, jeder hatte ein Betriebssystem drin, jeder hatten Anwenderssoftware drinnen.
00:47:14: Das sind die riesengroßen Märkte die entstanden sind mit denen sich die Häuser in den USA die Big Five entwickelt haben.
00:47:21: Das haben wir bei uns so nicht gehabt und auch nicht hinbekommen war sozusagen nicht im Fokus.
00:47:28: Dann hat man politisch sich das angeguckt und hat gesagt, da müssen wir unbedingt so wie die das im Silicon Valley gemacht haben.
00:47:33: So müssen wir das auch machen.
00:47:35: Und deshalb reißt ja sozusagen jeder dahin guckt sie das an und jeder will hier jetzt eine Start-up Community aufbauen, die das irgendwie kopiert und hier in Deutschland auch macht.
00:47:44: Vorweg als Disclaimer Startups finde ich super!
00:47:48: Aber Startups sind für mich nicht der Ersatz, was wir möglicherweise an anderer Stelle nicht richtig gemacht haben.
00:47:54: Startups ist ein komplementierendes Element zu einem sehr gesunden und gut funktionierenden Mittelstand.
00:48:02: Diese Balance will ich auch unbedingt hinbekommen in der Botschaft, wo immer ich sie senden darf, dass ich sage ja, wir haben eine eher inkrementell wachsende Industrie mit inkrementellen Innovationsprozessen die aber jeden Tag stattfinden.
00:48:19: Also der deutsche Mittelstand wäre nicht der deutschen Mittelstand, wenn er sich nicht Jahr für Jahr Tag für Tag jeden Tag neu erfinden würde.
00:48:26: Und da kann ich ihm gleich zwei drei Zahlen auch aus den aktuellen Patentstatistiken sagen.
00:48:30: Da passiert im Moment unheimlich was und kontinuierlich.
00:48:34: Daneben gibt es die das Disruptive, was es bisher noch nicht gab.
00:48:38: also wie wir die Plattform Ökonomie haben, wie wir das BtoC-Geschäft haben möglicherweise ins BtoB hineingehen.
00:48:43: Das müssen wir uns in Deutschland eröffnen und dann müssen entwickeln, die dieses auch beherrscht.
00:48:50: Denn der Bosch war ja mal Start-up und wie Sie hatten es nur halt hundertundzwanzig Jahre oder noch länger her an der Stelle?
00:48:56: Das ist genau ein Punkt bei dem manche sagen wir hatten ja auch mal paar gut aber alle sozusagen ... Wir leben immer noch oft von Technologien, die sind halb vor Hundert Jahren groß gemacht worden und uns fehlt dann der...
00:49:07: Genau das ist falsch!
00:49:09: Die Technologie, die uns vor hundertzwanziger Jahren großgemacht hat, kauft heute kein Mensch mehr.
00:49:14: Das Unternehmen, was diese Technologie damals auf den Markt gebracht hat ist auch heute noch am Markt.
00:49:19: Aber natürlich mit ganz anderen Technologien.
00:49:21: Und das Unternehmen ist deshalb so stark und verwurzelt international, weil es sich kontinuierlich weiterentwickelt hat.
00:49:27: Das ist dieser kontinuerliche oder auch inkrementelle Weg.
00:49:31: Das was man dazu nehmen muss ist dass natürlich wer in diesem Weg drin ist hat auch Schauklappen.
00:49:37: also man muss die Welt nicht schön malen.
00:49:38: Also man ist in irgendeinem Fahrt unterwegs und man sieht das was innerhalb des Fahrtes ist das versteht man und das was links und rechts daneben ist außerhalb des Horizons das verstehe ich.
00:49:47: Dazu quer dazu, was Disruptives zu entwickeln und hochzufahren.
00:49:51: Und so sagen wir brauchen jetzt, wo hätte man gesagt die Querdenker?
00:49:54: Also Menschen, die quer dazu etwas hineindenken und das könnten dann Unternehmen sein, die es heute noch nicht gibt, die einfach disruptiv am Markt entstehen.
00:50:02: ein super tolles zusätzliches Element.
00:50:05: bei diesen Startups muss man sich dann auf jeden Fall Gedanken machen insbesondere wenn sie auch staatlich finanziert werden durch Anschubfinanzierung über welche Form auch immer.
00:50:13: wem gehört das geistige Eigentum Und wo etablieren sich die Unternehmen, wenn sie dann mal eine gewisse Reife und auch eine gewissen Marktkapitalisierung haben?
00:50:22: Schaffen wir es diese Unternehmen dann im deutschen oder europäischen Raum zu halten.
00:50:26: Oder werden dann die internationalen Kapitalmärkte zuschlagen und sie irgendwo aufkaufen?
00:50:30: Da sehe ich eine gewiss Gefahr, die wir ganz klar im Auge haben müssen dass wir dieses tolle Gut, was wir dort entwickeln.
00:50:38: Später nicht als Freiwild sozusagen der Welt zu verfügen
00:50:42: ist.
00:50:42: Ich war technische Souveränität
00:50:45: Als Beispiel und deshalb ist für mich diese Dualität wichtig.
00:50:47: Wir brauchen diesen extrem starken Mittelstand.
00:50:50: Wir müssen ihn pflegen dass es auch eine politische Botschaft gibt Unternehmerinnen, die Unternehmer.
00:50:55: Das müssten die Helden unserer Nation sein.
00:50:57: Sie müssten eigentlich jeden Tag irgendwo in besonderer Weise belohnt und ich sage mal wertgeschätzt werden.
00:51:03: das vermisse ich an der einen oder anderen Stelle.
00:51:06: da muss etwas getan werden und wir brauchen natürlich die zukünftigen UnternehmerInnen und Unternehmer die sich dann in ihren Start-ups etablieren hochfahren.
00:51:14: und sehr häufig ist es sogar eine Dualität dass etablierte Unternehmer sich in den Start-ups engagieren, um dort auch neue Geschäftsräder zu entwickeln.
00:51:22: Die Wertschätzung der Unternehmer meinen Sie bei mehr als Sonntagsreden oder?
00:51:25: Auch mehr in Sonntagssreden?
00:51:28: Ja, die sollt man vielleicht zukünftig sowieso vermeiden, sondern wirklich Alltagsrede sein werden.
00:51:33: Aber sagen wir so dieses ... Wir leben ja im Moment in einer Gesellschaft wo immer polarisiert wird.
00:51:39: Alles gegen alles wird polarisiert und das Unternehmertum hat in unserer Gesellschaft nicht höchsten Stellenwert, sondern es wird eher als...
00:51:48: Leider.
00:51:49: Und so das ist völlig falsch.
00:51:50: Das ist der völlig falsche Ansatz weil wenn wir diese Unternehmer nicht ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit stellen dann würde sich unsere gesamte Gesellschaft und die Gesellschaftsstruktur unser Wohlstand nicht halten können.
00:52:01: Aber dafür haben wir ja eine Politik und dafür wählen wir auch.
00:52:06: Und das müssen sozusagen unsere gewählten Vertreterinnen und Vertretern da auch gucken, was sind wirklich die wichtigen Signale, die unser Land braucht?
00:52:12: Das, was ich im Moment in den letzten Wochen und Monaten erlebt habe, beängstigt mich manchmal.
00:52:16: Wenn es
00:52:17: zu viel um Umverteilung geht...
00:52:18: Ja nur!
00:52:21: und zu wenig darum, dass das was unverteilt wird ja auch irgendwo herkommen muss.
00:52:24: Ein paar Zahlen haben Sie gerade versprochen zum Mittelstand?
00:52:26: Ja
00:52:27: also ich sag mal Patente, das europäische Patentamt gibt immer ein Jahr pro jedes Jahr Studien raus die fünfundzwanziger Zahlen relativ aktuell.
00:52:35: Deutschland ist EU.
00:52:37: bei der EU-Arbeiteranmeldung sind wir Nummer eins EUweit Deutschland und weltweit EU Anmeldungen Nummer zwei Deutschland, das klitze kleine Deutschland.
00:52:45: Ein Prozent der Weltbevölkerung.
00:52:48: Wenn wir das jetzt reduzieren auf das Thema wo man sagt aber in der KI und in der Computertechnik haben sie ja gar keine Ahnung da sind wir komplett abgehängt.
00:52:54: KI sind wir Nummer eins in der EU und Nummer drei weltweit vor uns in China und USA natürlich die USA.
00:53:02: Also
00:53:03: auch Akzeptien?
00:53:03: Die sind ja auch ein bisschen größer beide.
00:53:05: Das muss man dazu sehen.
00:53:06: Wir vergleichen hier nicht die EU mit USA und wir vergleiche nicht die EU mit China sondern wir vergreichen das klitzekleine Deutschland.
00:53:12: Und das heißt, an der Stelle von den Patenten in dem XXV-Zahlen brandaktuell sind wir immer noch Weltspitze.
00:53:20: Da wo wir nicht mehr gut sind ist ein Patent ist ja nichts wert!
00:53:24: Also schön dass man es hat, ist sicher eine Chance.
00:53:27: aber ich muss ja das Patent hinter einen Markt in eine Anwendung hineinbringen und das funktioniert am Ende nur wenn der Markt das Patente auch haben will also wenn ein Unternehmer eine Unternehmerin eine Standortentscheidung trifft.
00:53:40: Ich investiere jetzt in diesem Land, weil die Standortbedingungen sind gut.
00:53:44: Ich werde hier sozusagen wertgeschätzt und ich werde hier gewünscht.
00:53:48: Man bietet mir Rahmenbedingung unter den ich vernünftig arbeiten kann, seien es die Energiepreise sein zu sagen das ganze Thema Arbeitsmarkt.
00:53:55: Das ganze Thema auch Bereitschaft unserer Gesellschaft Leistung zu bringen.
00:54:00: Leistungsbereitschaft ist auch ein Thema über welches wir unsere Gesellschaft ab und zu mal wieder nachdenken sollten.
00:54:05: Da kannst
00:54:05: du ja gerade in China zum Beispiel auch gesehen und dann sich glaube ich auch davon überzeugen können dass wie es hier manchmal heißt, die Chinesen sind so gut bei dir alles subventionieren.
00:54:14: Sondern sie sind auch deswegen sehr gut, weil ihr halt auch sehr viel arbeitet.
00:54:17: Nein
00:54:18: nein nein, neun sechs von neun bis neun, sechs Tage die Woche.
00:54:22: also da müssen wir uns wieder zurück.
00:54:25: das gab's ja hier auch mal dass er nicht so dass wir das nicht konnten aber im Moment ist das gerade nicht sozusagen.
00:54:33: Aber damit müssen wir uns zurück bewegen, wenn wir wieder zurück zu alten Stärken kommen wollen.
00:54:40: Und das was wir jetzt machen ist ... von der Substanz, wir vorstücken die Substanz ab und irgendwann wird sie unterkritisch sein.
00:54:50: Das Potenzial ist riesig!
00:54:54: Wir sind immer noch dabei uns aufzustellen und haben diese Patente und können all diesen Märkten auch wieder Weltmarktführer bleiben oder werben.
00:55:04: Also es liegt nicht daran dass wir da nichts haben müssen also auch nicht mehr Geld in dieses Thema hineinstecken.
00:55:10: Wir müssen mehr Aufmerksamkeit hinein stecken, wie organisieren wir besser den Transfer?
00:55:16: Das ist die Kernaufgabe, die aus meiner Sicht im Besonder- weise dahinter
00:55:19: steht.".
00:55:19: Da
00:55:19: gibt es das Innovationsfreiheitsgesetz, das sogenannte was die Regierung ja auf den Weg bringen möchte.
00:55:24: Das ist Ihnen auch selbst ein sehr großes Anliegen denn da haben Sie selbst Schwierigkeiten oder sagen wir könnten vielmehr machen wenn wir viel mehr dürften und haben auch ein paar extreme Beispiele.
00:55:34: Ja
00:55:34: also ich habe dann zwei Dinge, die ich auch politisch jeden Tag sozusagen nach Berlin transportiere.
00:55:40: Wir finden das supertoll, dass im Koalitionsvertrag ein Innovationsfreiheitsgesetz drin steht.
00:55:44: jetzt müssen wir es natürlich auch irgendwie fassen.
00:55:47: aus unserer Sicht zwei Elemente.
00:55:49: Das eine ist der Begriff der Gemeinnützigkeit.
00:55:52: Forschung in Deutschland ist gemeinnützig.
00:55:54: weil Forschung gemeinütze ist dürfen wir die ganzen Forschungsgelder ausgeben müssen sie natürlich auch der Gemeennützigkeiten zukommen lassen sind dann auf dem Steuer recht freigestellt und ähnliches mehr.
00:56:06: Das, was nicht gemeinnützig ist, ist Transfer.
00:56:09: Also das Überführen des Forschungsergebnisses in die Anwendung.
00:56:13: und meine Botschaft ist diesen Transfer-Teil den müssen wir auch noch gemeinnutzig stellen weil Geld verdient wird ja nicht während des Transfers.
00:56:22: also wenn ich jetzt aus Sicht eines Finanzministers darauf gucke dann würde ich die Frage stellen oh Gott oh Gott geht mir der Geld verloren vielleicht ein paar Euro.
00:56:28: Aber Geld verdient wird ja am Ende, wenn aus dem Transfer dann neue Märkte, neue Industrien und neue Umsätze entstehen, aus denen ich dann wieder schöpfen
00:56:38: kann.".
00:56:39: Und dieser Transfer ist heute eben nicht gemeinnützig.
00:56:41: Was heißt das ganz konkret für uns?
00:56:43: Wir haben zum Beispiel die FMD, die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland eine super Investition der letzten fünfzehn Jahre auch der Bundesregierungen, die wir hatten gemeinsam mit der Europäischen Kommission.
00:56:55: Wir haben nur drei Orte in Europa wo man wirklich Mikro elektronik beherrscht.
00:56:59: Das ist bei Fraunhofer und das ist im Belgien bei IMEC Leti bei den Franzosen, das sind die drei großen Orte.
00:57:07: Wir sind einer von den dreien weltberühmt Welt bekannt.
00:57:11: was wir sozusagen haben ist eine Schippindustrie Die ja im wesentlichen auch nach Taiwan abgewandert ist.
00:57:17: aber wenn sich ein Standort wie Dresden angucken dann gibt es einige Foundries die auch Schippproduktion in Deutschland wieder hochfahren.
00:57:24: und jetzt entwickeln wir bei Fraunhofer mit unserer Forschungsfabrik ein entsprechendes neues Schippdesign, einen neuen Schiptyp eine neue Aufbau- und Verbindungstechnik.
00:57:33: Und wollen dieses Ergebnis jetzt in den Markt an einem Kunden heranbringen.
00:57:37: und der Kunde sei jetzt einfach ein Waschmaschinehersteller.
00:57:41: und er baut eben was weiß ich?
00:57:43: Pro Einheit pro Jahr oder Pro was auch immer und will jetzt von uns hundert Chips haben um zu sagen ich rüste mal die ersten Hundert Chipps aus, um zu gucken wie meine Waschmaschine laufen ob ich dafür einen Markt habe.
00:57:54: Dann sagen wir eben naja hundert Chips in der Kleinserie das dürfen wenn ich für Kinder eingeben den Prototypen.
00:57:59: Sagt er aber mit einem kann ich ja nichts anfangen.
00:58:00: ich kann nicht mit einer Wasch Maschine rausgehen muss ja wenigstens zehn haben um bei mir die auf dem Prüfstand laufen zu lassen.
00:58:05: Hundert hätte ich gerne.
00:58:06: Dann gehen wir zu den Formaries und die Formaries sagen, hundert Chips unter einer Million fange ich gar nicht an.
00:58:12: Da drunter manchmal.
00:58:14: Das ist jetzt das Tal des Todes dazwischen.
00:58:16: Wir haben Glück an dieser speziellen Stelle dass wir in diesem Fall sagen können es is ein Marktversagen Der Markt will was haben Die dies können bieten's nicht an weil die Stückzahlen zu klein sind.
00:58:27: In diesem Sonderfall haben wir eine Ausnahmeregelung Und dürfen jetzt diese hundert chips fertig.
00:58:32: um
00:58:32: das einmal zu verstehen Sie dürften einen dem geben Aber nicht hundert und zwei auch nicht.
00:58:37: oder ist ein zwein noch okay?
00:58:38: Oder kann man das genau
00:58:40: sagen, dass es jetzt da kann ja sagen zwei ist auch noch ok.
00:58:43: Aber aber ist jetzt?
00:58:45: das können sie nicht definieren.
00:58:46: also wir dürfen den Prototypen machen, aber wir dürfen nicht die Serie machen.
00:58:49: Das ist der Übergang und diese über die wir hier sprechen ist eine kleinste Serie.
00:58:53: Hundert Stück.
00:58:54: Dass aus Sicht der Chip-Industrie ist das lächerlich.
00:58:57: dafür schreibt keiner Schmeiß keine einer Fab an Und da haben wir jetzt das Markt versagen.
00:59:02: Deshalb können wir das machen.
00:59:03: Es gibt aber viele, viele ähnlich geartete Anwendungen wo dieses mit dem Marktversagen nicht ganz so sicher ist.
00:59:10: und da wo wir nicht ganz sicher sind müssen wir hier in der Zentrale unseren Instituten sagen es gefährlich für die Gemeinnützigkeit dürft ihr nicht tun Und da fällt uns etwas zwischen den Ritzen.
00:59:20: Gleiches Beispiel wenn wir Startups ausgründen wollen bei Frauenwuffer oder aus den Universitäten.
00:59:25: Dann ist es ja häufig so, dass es eine junge Wissenschaftlerin ein Wissenschaftler ist die aus einer Doktorarbeit mit einem Thema in einen Labor kommen und sagen dieses Thema würde ich jetzt gerne zu einem Produkt an dem Markt bringen.
00:59:36: sie brauchen dann auch ihre Labor Umgebung.
00:59:38: Sie brauchen vielleicht eine Maschine die im Labor steht um das zu einer gewissen Reife zu bringen vor mann isst dann an den Markt bringt.
00:59:44: Dieser Übergang wie lange bin ich noch auf dieser Labormaschine?
00:59:47: die von Steuergeldern finanziert ist und nur für gemeinnützige Aufgaben genutzt werden darf.
00:59:52: Und wann bin ich schon im unternehmerischen Handeln, ist ein weicher Übergang.
00:59:58: Und dieses Weiche enthält für alle Beteiligten einen Risiko.
01:00:02: Weil bin ich jetzt gerade noch auf der guten Seite des Weichens oder habe ich mich ein bisschen über die gute Seite hinweg bewegt?
01:00:08: Und dieses Risiko könnte man, wenn man sagt Transfer ist von Gemeinwohlinteresse.
01:00:13: Jegliche Form von Transfer ist uns wichtig weil wir wollen eine prosperierende Wirtschaft haben.
01:00:17: dafür brauchen wir neue Ideen und deshalb schalten wir einfach um das Thema einfach zu machen.
01:00:21: Transfer gleichgemeinnützigkeit Das ist die eine Forderung die wir haben.
01:00:25: Die zweite Forderung ist das sogenannte Besserstellungsverbot.
01:00:28: Und da denkt jeder nach klar, die wollen ja mehr Geld verdienen und besser gestellt werden.
01:00:31: Also nochmal die erste ist... Gemeinnützigkeiten.
01:00:34: dazu gehört das Transferbeispiel und das zweite ist so klein, denn sie müssen ja ein bisschen mehr herstellen dürfen.
01:00:40: Also die Gemeinnetzigkeit für Transfer da ist die Kleinserie mit drin, da ist der Inkubator mit drin.
01:00:45: Das sind alle die Dinge.
01:00:46: also wir wollen transfer muss gemeinnützig sein.
01:00:48: unsere eine Forderung die wir haben beim Besserstellungsverbot ist es so dass ganz viel drunter geregelt.
01:00:55: also natürlich hat was mit Gehältern zu tun.
01:00:57: da wollen man nicht dran rütteln.
01:00:59: Wissenschaft verdient nicht so viel Geld wie Wirtschaft und das ist auch in Ordnung.
01:01:03: Das hat etwas mit unseren Reise, Bewertungs- und sonstigen Kranes zu
01:01:06: tun.".
01:01:07: können wir auch mitleben, das ist bei uns zwar nicht fürstlich aber wir kommen damit zurecht.
01:01:11: Aber unter anderem hat der Bund das sogenannte Selbstversicherungsprinzip.
01:01:14: Das musste ich auch erst lernen.
01:01:15: alle Bundesfahrzeuge die sie irgendwo auf den Straßen rumfahren sehen sind nicht wie ihr Fahrzeug hafffüllig versichert sondern der Bund sagt Ich habe ein gemeinsames Risiko.
01:01:24: da passiert ja nicht so oft was und wenn mal etwas passiert dann wird aus der Bundeskasse der Schaden bezahlt.
01:01:28: Das heißt dass das Selbstversicherungsprinzip des Bundes Wir wollen und müssen für bestimmte Tätigkeiten bei uns Versicherung abschließen.
01:01:35: Also wenn wir zum Beispiel im Bereich medizinische Studien etwas tun, dann ist das Risiko dass möglicherweise auch mal ein Personen- oder Patientenschaden entsteht und es zu riesigen Klagewellen kommt ist gewaltig.
01:01:46: Das heißt jeder der medizinischen Studie macht schließt natürlich dafür eine entsprechende Versicherung ab.
01:01:51: Und jetzt kommen wir an diese Grenze, Selbstversicherungsprinzip des Bundes.
01:01:55: Wir sind zwar nur zu dreißig Prozent bundesfinanziert – nicht mal, neunzigzehn, aber hundertprozent unseres Tun und Handels unterliegen dem Zuwendungsrecht und den Hundertprozent unseres Handelns müssen wir uns an diese Bundesgesetze halten.
01:02:08: Also wünschen wir uns eine Ausnahme vom Besserstellungsverbot um bestimmte Dinge die für unser Tun-und-Handeln von Redervans nicht so strikt zu handhaben, wie es das Besserstellungsverbot vorsieht.
01:02:19: Und das sind die beiden Elemente, die wir uns aus dem Innovationsfreiheitsgesetz wünschen würden.
01:02:24: und wenn wir diese zwei Elemente hätten, würde ich sagen, dass ist ein Booster für den Transfer ohne dass man groß... Das ist ja nur eine Zversetze, die man ändern muss.
01:02:33: Ohne dass man da groß Fördergelder falsch halten muss, eine neue Agenda machen muss, neue Kapitals investieren muss.
01:02:40: einfach nur als uns erlauben
01:02:41: Siehst du die Regierung auch so?
01:02:43: Ein, zwei Sätze erinnern ist ja nicht so kompliziert und sie haben mit denen auch schon gesprochen.
01:02:47: Also wir haben... Unser Zugang ist unser Ministerium, das Forschungsministerium Und ich würde sagen, die sehen das genauso und verstehen das auch.
01:02:55: Jetzt ist es ja so Gesetze werden ja nicht in einem Ministerium verabschiedet, sondern sie wären dann im Kabinett am Ende verabsiedet.
01:03:00: Das heißt jetzt müssen alle, die dort sitzen, müssen das gut finden Und da ist jetzt unser Zugang natürlich nur indirekt.
01:03:07: Ich gehe ja nicht zu jedem Ministerium hin, schliebe mir auch nichts zu, dass ich damit allen sozusagen über alles rede.
01:03:12: Das muss unserem Ministerium dann weiter tragen und da ist im Moment eine Vermutung, die ich habe, das ein Finanzministerium zunächst bei allem zugeknüpft ist was in irgendeiner Art und Weise zur Veränderung führt.
01:03:26: Und das muss jetzt unser Bundesministerium mit all unseren Argumenten, die wir geliefert haben dem Finanzministeriums erklären, dass es eine richtig gute Idee ist.
01:03:33: Gut, andererseits hat das Finanzministerium gehört auch zur selben Regierung oder der Minister die eine heitige Agenda auf den Weg gebracht haben und die ja auch zumindest in Sonntags- und Alltagsreden sagen sie wissen nicht dass wir so bleiben können wie wir wollen.
01:03:46: Wir müssen mehr tun.
01:03:54: Im Herrn Selker wenn wir zum Schluss nochmal nach nach vorne schauen technisch ich habe jetzt ein bisschen immer rausgehört Wir verkaufen uns oft als Deutschland unter Wert, kann das sein?
01:04:07: Also es ist so schwarz-materisch müssen wir gar nicht seien wie wir sind.
01:04:12: Stichwort Mittelstand zum Beispiel was Sie gesagt haben oder auch diese Idee naja mit der incrementellen Verbesserung so stimmen oder so falsch ist das eigentlich gar nicht und in der Industrie sind wir sowieso gar nicht so schlecht wie man denkt.
01:04:23: aber also wir sind einerseits müssen wir nicht so sehr schwarz machen aber andererseits Muss trotzdem was passieren, weil es reicht ja nicht mittelklassig zu sein oder sozusagen oder Schleichen zurückzufallen ist natürlich auch keine Option.
01:04:36: Es ist eigentlich relativ einfach.
01:04:38: bei uns ist vieles teurer als bei anderen auf der Welt.
01:04:42: damit wir uns das leisten können müssen halt besser sein als andere auf der welt.
01:04:45: so einfach ist.
01:04:47: Und in einigen Feldern, ich sag mal unser deutsches Wissenschaftssystem sucht seinesgleichen auf der Welt.
01:04:52: Also wir sind im Wissenschafts-System wirklich Exzellenz aufgestellt.
01:04:55: wenn man sich die exzellenten Universitäten anguckt egal ob es jetzt die Exzellenzuniversitäten sind oder auch die anderen Spitzentforschung Wenn ich mir angucke was die außeruniversitieren Einrichtungen bei Max Planck, bei Leibniz und Helmholtz machen.
01:05:07: Wir sind richtig gut aufgestellt.
01:05:12: Da müssen wir dafür Sorge tragen, dass uns das erhalten bleibt.
01:05:15: Dass wir an der Stelle gerade der Pakt für Forschung und Innovation in einer Debatte wie weit man sich das leisten will oder nicht da würde ich sagen verdammt gut investiertes Geld bringt zwar keine Wählerstimmen ist aber wichtig für unsere Zukunft dass man an dieser stelle unbedingt weiter investiert.
01:05:29: wichtig dann haben wir eine super starke Wirtschaft immer noch.
01:05:34: Allerdings investiert unsere Wirtschaft im Moment nicht unbedingt in Deutschland.
01:05:38: Es ist ja nicht so, dass unser Wirtschaft nicht funktioniert.
01:05:41: Sie ist halt global aufgestellt und sie investiert in die Zukunft an den Stellen wo sie auch Rahmen- und Randbedingungen hat zu denen sich das lohnt.
01:05:48: Und das ist eine ganz klar politische Aufgabe, dass bei uns die Rahmen-Bedingungen so gestaltet werden, dass es der Wirtschaft wieder Spaß macht in Deutschland zu investieren.
01:05:58: Das hat natürlich etwas ich sage mal mit dem gesamten... Genehmigungsprozessen von Baugenehmigung über was, was ich sonst die Genehmigung zu tun.
01:06:05: Das hat etwas mit Lieferketten-Sorgfaltsgesetz und all dem Papierkrams zu tun der damit verbunden hat.
01:06:10: Es hat etwas Mit dem Arbeitsrecht unter Flexibilität zu tun.
01:06:13: ist das was mit dem Tarifrecht zu tun?
01:06:15: es hat Etwas mit den Energiepreisen zu tun also alles dieses Wasserrand Bedingungen für die Wirtschaft sind.
01:06:20: da müssten wir Und hoffe Ich auch müssen Wir eine Politik Haben Eine Wirtschaftspolitik Die Sagt der Wirtschaft einen Standort zu liefern, dass es ihr Spaß macht hierzu prosperieren.
01:06:33: Das müsste das oberste Gebot dessen sein was wir in unserem Land machen weil dann können uns alles andere was auch schön ist mit leisten.
01:06:41: und im Moment habe ich das Gefühl dass alle anderen Dinge sie haben vorhin den Begriff Transferleistungen höhere Priorität haben und der sozusagen der Bestand der Wirtschaft im Moment ernsthaft gefährdet ist, weil die Rahmen- und Randbedingungen nicht passen.
01:06:54: Ich bin fest überzeugt ich kenne ja auch viele von den Unternehmerinnen und Unternehmern, die würden ja auch gerne hier bleiben.
01:06:58: aber viele Unternehmen kommen jetzt in die Phase wo man möglicherweise an die nächste Generation weitergeben muss dass man vererben muss.
01:07:03: wer macht denn das noch in diesem Stand?
01:07:05: In diesem Land wo ständig sozusagen nur darüber nachgedacht wird wie man jedem der irgendwo ein Euro hat den Euro auch noch wegnehmen kann weil es möglicherweise reichtum ist?
01:07:14: also ich wünsche mir ganz viel reiche Menschen in Deutschland, die ihren Reichtum dazu verwenden beizutragen, dass es Deutschland gut geht.
01:07:20: Das wäre toll!
01:07:22: Der Kanzler oder Finanzminister haben ja angeblich arbeiten ja an einem großen Reformpaket und jetzt ist ja die sozusagen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gerade rumgegangen und dann heißt das so bisschen, jetzt kommt es vielleicht.
01:07:33: aber sie glauben nicht so richtig... Trauen Sie denen zu, dass sie zu einem großen Wurf fähig sind?
01:07:41: Ich habe die große Hoffnung und insbesondere auch die Hoffnung an unserem Bundeskanzler.
01:07:45: Um das ganz klar zu sagen, der ja nun auch unternehmerische Kompetenz- und unternehmerisches Verständnis hat dort die richtigen Reichen zu stellen.
01:07:53: bei uns ist ja schon die Definition was es in Deutschland reich?
01:07:56: Und ich sage mal Der Facharbeiter in Nordrhein-Westfalen oder in Rheinland-Pfalz, der seinen, ich weiß nicht, fünftausend Euro nach Hause bringt, ist in Deutschland Reich!
01:08:05: Und die werden jetzt als nächstes geschriftet.
01:08:06: Das kann doch nicht sein.
01:08:09: Sagt Holger Anselker Präsident der Fraunhofer Gesellschaft.
01:08:12: Vielen vielen Dank für das Gespräch und die Zeit.
01:08:15: Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörern vielen Dank dass Sie einmal mehr eingeschaltet haben.
01:08:19: natürlich informieren wir sie nicht nur über den Fortgang der Digitalisierung der Innovationen in Deutschland und der Fraunhofer Gesellschaft sondern auch über alle anderen Themen von denen wir denken dass sie von ihnen gehört haben müssen.
01:08:30: in diesem Podcast.
01:08:31: bleiben sie uns gewogen.
01:08:32: bleiben sie gesund und bis in der kommenden Woche Tschüss.