F.A.Z. Digitalwirtschaft

F.A.Z. Digitalwirtschaft

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00:00:04: Der Internetkonzern Google ist inzwischen das zweitwertvollste Unternehmen der Welt.

00:00:09: Der Aktienkurs hat sich seit dem vergangenen April um hundertzwanzig Prozent erhöht.

00:00:15: Was dahinter steckt, darüber wollen wir heute sprechen.

00:00:18: Und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer zu einer neuen Ausgabe unseres FACET Digital Wirtschaft Podcast.

00:00:24: Mein Name ist Alexander Armbruster.

00:00:25: Ich bin Resolater in unserer Wirtschaftsredaktion und ich spreche heute mit Holger Schmidt, dem Chef unseres FACET Pro Digital Wirtschaft.

00:00:34: und dem verantwortlichen Redakteur für die Newsletter und Verticals der FAZ.

00:00:39: Hallo, lieber Holger.

00:00:40: Hallo, Alex.

00:00:42: Ja, ich habe als Stichwort gegeben, Google ist ganz oben auf.

00:00:45: Es gibt noch ein Unternehmen, nämlich NVIDIA, die wertvoller sind an der Börse.

00:00:48: Die sind auch seit einer Weide.

00:00:50: Da wissen wir ja auch schon seit einer Weile, warum.

00:00:51: Und die sind seit einer Weide da oben.

00:00:53: Das sind die KI Chips.

00:00:54: Und jetzt hat Google eine unglaubliche Entwicklung hingelegt, woran liegt es?

00:00:59: Ja, das hatte man Google am Anfang in der Tat nicht zugetraut.

00:01:02: Am Anfang gab es ja mal den Spruch von Sunder Pichert im Chef, wir fahren mit einem Honda Civic hinter dem Sportwagen hinterher als die generative KI.

00:01:10: um die Ecke kam, da sah Google gar nicht gut aus.

00:01:13: Das hat sich wirklich komplett gewandelt.

00:01:16: Google hat sich gedreht zu einem so genannten Full-Stack-Anbieter.

00:01:19: Das heißt, die haben eigene Chips, die haben eigene KI-Modelle und die haben die eigenen Vertriebswege über ihre Suche, über Gmail und jüngste auch über Apple.

00:01:29: Das heißt, die sind überall verdrehten, sie sind überall vorne und das haben sie innerhalb von zwei Jahren komplett aus einer defensiven Haltung in der Offensive gedreht und ja, meiner Ansicht nach zur von der Börse auch honoriert.

00:01:42: Und in der KI auch ganz vorne mit dabei, das Modell heißt Gemini oder die Modellklasse, die ist mit das Beste, was man gerade kriegt.

00:01:51: Ja, die haben vor kurzem Gemina III an den Start gebracht und das wird sehr gelobt, funktioniert wirklich gut und gut, das ist eine Momentaufnahme.

00:01:59: Die liefern sich ja einen Kopf an Kopf-Räuten auch mit Open AI und mit Cloth, also von der Firma Andropic, das auch sehr gelobt wird.

00:02:07: Also da wird die Entwicklung ja nicht stillstehen, sondern geht derer Sand weiter.

00:02:11: Aber Google hat aufgeholt vom Nachzügler mittlerweile zur Top-Spitzen-Klasse.

00:02:16: Das ist in der Tat so.

00:02:19: Apple ist ein Stichwort, was du jetzt schon gegeben hast als einen Grund, denn da hat Google jetzt gerade einen sehr lukrativen Deal für sich abgeschlossen, die so ein bisschen das Verhältnis der beiden Unternehmen über die letzten Jahre eigentlich ein bisschen umkehrt, kann man sagen.

00:02:34: Eigentlich war Google derjenige, der viel gezahlt hat, um auf den Apple-Gerätenpräsen zu sein, was jetzt passiert.

00:02:42: Ja, der Grund ist, dass Apple es in der Tat nicht selbst auf die Reihe gebracht hat, eine gute KI zu bauen, um quasi seine Geräte besser zu machen.

00:02:50: Also vor allen Dingen den Sprachassistenten Siri mal schlau zu machen.

00:02:54: Der ist, hängt da deutlich zurück.

00:02:56: und dann hat Apple entschieden, okay, bevor wir weiter das warten und uns selbst basteln, holen wir uns Hilfe von außen und haben sich alle angeguckt.

00:03:04: Das war erst mal Open AI im Gespräch.

00:03:07: Jetzt ist es aber Google und Gemini geworden.

00:03:09: und was jetzt passiert ist, dass Gemini... sozusagen, dass das KI-Modell hinter Apple Siri wird und damit auf allen Apple-Geräten, iPhones, iPads, Macs präsent ist.

00:03:20: Und das ist natürlich ein Big Deal für Google, weil sie dann natürlich ihre Reichweite nochmal deutlich erhöhen können.

00:03:28: Nicht nur auf ihren eigenen Geräten, sondern auch auf den vielen mehr als eine Milliarde

00:03:33: Apple-Geräten.

00:03:34: Weißt du, mehr wie es dazu kam, warum die gesagt haben bei Apple, wir nehmen jetzt dann doch Google und wir nehmen keinen, der ja als Großattack-Konzern vielleicht ein anderer Konkurrenz, als wenn man eine KI von einem kleineren Unternehmen und wenn es nicht Open AI ist, dann vielleicht von einem ganz kleinen oder kleineren hätte.

00:03:51: Ja, also man munkelt, dass es sehr stark natürlich um das Thema Datenschutz ging, dass Apple natürlich als Konzern, der darauf sehr viel Wert legt, gesagt hat, wir wollen die Daten ausschließlich bei uns behalten, es fließen keine Daten zurück zum... KI-Konzern quasi, sondern es bleibt alles bei uns.

00:04:10: Es wird alles in unserer Cloud verarbeitet.

00:04:12: Und das war ein Aspekt, wo die anderen glaube ich nicht so zustimmen wollten.

00:04:15: Und Google hat gesagt, ja.

00:04:17: Und dann ist es natürlich auch eine finanzielle Frage.

00:04:19: Apple zahlt Gerüchten zufolge nur eine Milliarde Dollar im Jahr an Google für die Nutzung der KI.

00:04:26: Das ist im Vergleich zum Gegenwert, den sie dafür bekommen, ein absoluter Sportpreis.

00:04:31: Das muss man sich auch erstmal leisten können, sein Modell quasi in diesen Dimensionen zu verschenken.

00:04:36: zumindest kostenlos zu verleihen.

00:04:39: Also kein Google einfach da wieder.

00:04:42: so kauft sich in, gut, jetzt kann man es nicht sagen, weil sie halt Geld kriegen, aber nutzt eben die Preismacht und den Spielraum, die sie haben, um sich auf die Geräte zu bringen.

00:04:51: Und das wäre dann, wäre man bei Netto ungefähr, es gibt ja nach dem, was man sozusagen die, die sind immer noch, glaube ich, inoffizielle Zahlen, das Google-Zwanzig-Milliardenzahle, um auf Apple Präsenz zu sein.

00:05:01: Jetzt würden sie halt Netto neunzehnt zahlen dann.

00:05:03: Genau, die zwanzig Milliarden sind unwidersprochen.

00:05:05: Wahrscheinlich sind es sogar nochmal zwischen fünf und zwanzig und dreißig.

00:05:08: Man weiß es nie so genau, aber ja, es ist eine gigantische Summe, die sie zahlen.

00:05:12: Jetzt zahlen sie in Ticken weniger, aber das spielt bei den Dimensionen auch, glaube ich, keine große Rolle.

00:05:17: Das heißt, Gemini steckt hinter der Apple KI, also man fragt Siri etwas und die Antwort gibt Google, aber das auch nochmal zum Verständnis vielleicht auch für Line.

00:05:27: Die KI ist jetzt bei Apple dann komplett installiert und die haben die genommen.

00:05:30: oder liegt die bei Google und die Anfragen gehen dann von Apple an Google und dann kommen sie.

00:05:34: Also noch ist es nicht soweit, das Kolbenherbst soll das soweit sein, aber dann soll es so aussehen, dass die KI komplett bei Apple liegt.

00:05:41: und nur in der Apple Cloud auch verarbeitet wird und auf den Apple-Geräten vorhanden ist.

00:05:46: Also Google hat sozusagen es nur der Lieferant, soll aber sozusagen keine Daten bekommen von den Nutzern.

00:05:53: Das ist, glaube ich, der Deal, den Apple ausgehandelt hat, weil sie natürlich Datenschutz sehr, sehr wichtig sehen und sagen, okay, das bleibt alles bei uns.

00:06:00: Zweite gute Nachricht von Google, die du auch in dieser Woche in deinem Briefing thematisiert hast, dass wir sehr empfehlen, wenn Sie es noch nicht abonniert haben, können Sie das gerne tun über unsere Kanäle ist.

00:06:11: Und ich lese es einfach mal vor.

00:06:12: Google definiert den Onlinehandel mit dem Staat des Universal Commerce Protocol Neu, UCP Agente Commerce nennt sich das Verfahren, dass Google wieder zur ersten Anlaufstelle für den Online Einkauf machen soll und sogar den Marktführer Amazon ins Schlingern bringen könnte.

00:06:29: Was steckt dahinter?

00:06:31: Ja, Google reagiert damit darauf, dass viele Menschen, wenn sie einkaufen, also im Internet einkaufen, das mittlerweile über eine KI tun.

00:06:40: Und ich gebe mal ein Beispiel, ich habe diese Woche eine neue Docking Station für mein MacBook gebraucht.

00:06:45: Und bevor ich jetzt stundenlang durch irgendwelche Forenserfe, um genauen technischen Spezifikationen zu suchen und Nutzerrätzensionen zu suchen, zu den einzelnen Docking Stations, habe ich das genau einmal in die KI eingegeben, welche Anforderungen ich an das Gerät habe, wie es funktionieren soll und wie vieles kosten darf und habe dann die KI gebeten, such mir die relevanten Produkte raus.

00:07:06: Und dann kam exakt das wieder, was ich gebraucht habe, nämlich die Beschreibung der Produkte, die technische Leistungsfähigkeit und wie das in dem Setting mit meinen Monitoren und Geräten, die ich zu Hause habe, am besten funktioniert.

00:07:20: Das heißt, ich habe mir unfassbar viel Zeit gespart, das selbst herauszusuchen.

00:07:25: Das nennt sich Genetic Commerce und das ist mittlerweile bei allen Produkten, die ein bisschen komplexer sind.

00:07:33: T-Shirt lohnt sich das jetzt nicht so wirklich, aber bei allen technischen Produkten, bei ganz vielen etwas erklärungsbedürftigen Produkten, ist das im Moment sehr im Kommen, dass ganz viele Menschen genau so anfangen, ihre Produkte einzukaufen.

00:07:46: Und das zieht ja noch viel weitere Kreise, wenn man das ganze Thema Business-to-Business denkt, wenn Unternehmen einkaufen.

00:07:52: Die haben ja alle sehr große technische Anforderungen an ihre Produkte.

00:07:56: Die werden auch immer häufiger in die KI eingegeben.

00:07:58: Das heißt, man schätzt, dass im Online-Weihnachtsgeschäft schon ... bis dreißig Prozent ... ... schon über diese Kanäle gelaufen ist.

00:08:07: So, was heißt das?

00:08:08: Heute gehe ich, wenn ich was shoppen will, ... ... gehen die meisten Nutzer, fangen sie in einen Shopping-Start ... ... und der beginnt auf Amazon.

00:08:14: Ja, und du gibst oben in dieses weiße Suchfeld

00:08:16: ein.

00:08:16: Man gibt was eigen und bekommt dann die Produkte angezeigt, ... ... die es da zu gibt, die der Amazon-Algorithmus ... ... am Vorschlägt.

00:08:23: Google hofft jetzt, dass die Menschen sagen, ... ... okay, bevor ich jetzt da bei Amazon rumsörfe ... ... und irgendwas ausprobieren muss und suche, ... fange ich doch wieder sozusagen wieder bei Google an und gib einfach die KI, welches ist das beste Produkt.

00:08:35: Und das kann natürlich sehr große Teile des, sag ich mal, etwas... Der wahren Körper, die ein bisschen höher wertlich sind, also mit technischen Produkten, mit anspruchsvollen Produkten, wieder zurückziehen zu dem, der die beste KI hat.

00:08:47: Und das Amazon da im Moment nervös ist, sieht man schon daran, dass sie bei all diesen Projekten nicht mitmachen.

00:08:53: Sie sperren diese KIs aus, die dürfen auf Amazon nicht suchen, sondern Amazon sagt, das machen wir selber.

00:09:00: Also da tropft jetzt ein Kampf sozusagen um die sogenannte First Destination.

00:09:05: Wer wird der erste Anlaufpunkt für Online Shopping?

00:09:08: Das war ja Google jahrelang, dann ist es vor ein paar Jahren gewechselt zu Amazon, weil die da einfach das beste Angebot hatten.

00:09:14: Man wusste, man findet es auf Amazon zu neun neunzig Prozent, so hat man dort begonnen.

00:09:19: Jetzt könnte sich das wieder drehen und sozusagen diese First Destination wieder zurück zu Google bringen.

00:09:25: Super spannende Entwicklung, das können wir momentan nicht absehen, aber Google hat damit auch wieder einen guten Deal gemacht.

00:09:33: Was ist das Universal Commerce Protocol?

00:09:35: Genau, wenn im Internet von Protokoll die Rede ist, ist es ja oft was sehr grundsätzliches, eine Standardisierung, was was alle verwenden.

00:09:42: Was heißt das in dem Zusammenhang?

00:09:44: Genau,

00:09:44: das ist Open Source.

00:09:46: Das heißt, das ist nicht nur für Google ein Projekt oder Produkt, sondern das können alle verwenden.

00:09:52: Und das Interessante ist, dass alle Händler, alle Zahlungsanbieter, also alle, die normalerweise in so einer Kette mit dabei sind, das für sich einsetzen können.

00:10:01: Das ist anders.

00:10:02: Es gab es auch schon von Open AI.

00:10:04: Da nennt sich das Genetic Commerce Protokoll.

00:10:07: Das war aber nur für Open AI zugeschneidert.

00:10:09: Das hier Universal soll halt sagen, es ist offen für alle.

00:10:13: Und das können auch andere Suchmaschinen, andere Shopbetreiber, alle können das für sich einsetzen.

00:10:18: Das Ziel ist natürlich an dieser Stelle ein Branchenstandard.

00:10:21: zu setzen.

00:10:21: und das hat Google auch ganz clever gemacht, weil ganz viele Unternehmen wie Walmart, wie die Kreditkartenanbieter, Shopify ist ja ein Riesenanbieter von sozusagen einer Plattform für Händler, macht damit, also die haben schon relativ viel Power mitgebracht zum Start und insofern ist die Chance, dass das der Branchenstandard wird ziemlich groß.

00:10:42: Und dann würde es im Endeffekt möglicherweise darauf hinauslaufen, dass Amazon Ein Anbieter auf dem Google Marketplace ist und nicht mehr oder auf sowas wie dem Google Marketplace ist und nicht mehr Amazon mit seinem Marketplace, die große Plattform ist, wo eben andere dann auch noch ihre Sachen verkaufen.

00:10:59: Kann man sich das so vorstellen?

00:11:01: Das ist die große Frage, ob es dazu kommt, macht Amazon damit oder sagen sie, okay, da machen wir nicht mit, sondern wir... Bauen sowas ähnliches, da sind die ja auch dran, das haben die ja auch mitbekommen.

00:11:12: Bauen sowas ähnliches für uns, damit wir die erste Anlaufstelle bleiben für den Onlinehandel.

00:11:17: Google hat natürlich den großen Vorteil, dass ganz viele Menschen dort weiterhin ihre Suche nach Informationen starten und mittlerweile man sich ganz gut daran gewöhnt hat, dass nicht mehr Links als Antwort rauskommen, sondern eben KI antworten.

00:11:30: und das gleiche gilt für Shopping natürlich im besonderen Maße.

00:11:35: Da wird ja viel Geld verdient.

00:11:37: Da schreckt ja für Google natürlich einen riesen Geschäft dahinter.

00:11:41: Sie sagen, okay, du hast von uns, von unserer KI Antwort, hast du den Käufer bekommen.

00:11:46: Und das wird dann alles auf Google abgewickelt.

00:11:48: Ich muss ja Google gar nicht mehr verlassen dafür.

00:11:50: Ich kann das Produkt aussuchen.

00:11:52: Ich kann die Spezifikationen aussuchen.

00:11:55: Ich kann das Produkt bezahlen und die Lieferung festlegen.

00:11:58: Das läuft alles auf Google ab.

00:11:59: Ich sehe die Website des Händlers gar nicht mehr in so einem Szenario.

00:12:03: Was natürlich für die Händler durchaus auch mit Gefahren verbunden ist, weil sie bekommen zwar die Kundendaten, also sie bleiben der Verkäufer, aber der Kunde sieht ihre Website gar nicht mehr.

00:12:12: Und das kann natürlich auch sein, dass man da so ein bisschen im Dunst der KI verschwindet, weil im Endeffekt will ich ja, ist mir vielleicht der Händler gar nicht so wichtig, ich kaufe es bei Google.

00:12:22: Das ist bei Amazon genauso.

00:12:23: Ich kaufe es bei Amazon.

00:12:24: Hinter uns stehen ja Millionen von Händlern, die mir das liefern, die ich im Zweifelsfall gar nicht kenne oder sehe.

00:12:29: Und das könnte hier bei Google genauso passieren, dass sozusagen Google die für Shopping wieder wird und dahinter die Händler ein bisschen im Enable verschwinden.

00:12:38: Wie ein großes Einkaufszentrum eben, aber online.

00:12:40: Und wo ich auch im Einkaufszentrum nicht ins Regal gucke, was ich jetzt immer genau rausziehe.

00:12:44: Wenn ich denke, ich brauche jetzt mal die Chips oder die, was weiß ich.

00:12:47: Und dann habe ich das im Geschäftsmodell.

00:12:49: Hast du schon angesprochen?

00:12:50: Das wäre nämlich ansonsten meine nächste Frage gewesen.

00:12:52: Wie verdient Google daran dann echt Geld?

00:12:55: Die haben ja keine Lagerhäuser, die werden auch keine Pakete ausliefern.

00:12:58: Selbst als Google mit Google Autos oder sowas.

00:13:01: Aber welcher Stelle genau verdient die damit Geld?

00:13:04: Ist es dann wieder mit Werbung über die Leute, die eben darauf kommen oder gibt es andere Mechanismen?

00:13:09: Ja, an der Stelle nehmen Sie wahrscheinlich einfach eine Transaktionsgebühr, dass Sie sagen, okay, ich kriege jetzt fünf Prozent oder wie viel auch immer, bekomme ich für sozusagen das Anleiern dieser Transaktion.

00:13:24: Das macht Amazon ja auch auf seinem Marktplatz.

00:13:27: Die holen ja auch Transaktionsgebühren und dann kann man sich, dann ist der Fantasie, sag ich mal, freien Lauf gelassen, dann kann man natürlich Werbung da rein platzieren.

00:13:36: Das ist ja das, was sozusagen Google das Kerngeschäft ist.

00:13:39: Und da ist, glaube ich ... Da fällt Google was ein.

00:13:44: Das war ja auch so... Das war ja auch so das überraschende, aber am Anfang dachte man, na ja, wenn die KI die Antworten gibt, dann klickt niemand mehr auf links und damit ist das Geschäftsmodell, das klassische Geschäftsmodell von Google kaputt.

00:13:57: Das haben sie ja auch sehr elegant gelöst, indem sie die Leute sind länger da geblieben.

00:14:02: Die Leute waren intensiver, sich mit Google auseinandergesetzt, weil sie Nachfragen hatten.

00:14:07: Man sieht das schon, dass die Leute sozusagen immer länger auf Google bleiben und damit sind die Werberlöse tatsächlich von Google gestiegen und nicht gefallen.

00:14:14: Und das war der große Lackmustest für Google.

00:14:18: Auch schaffen wir es in dieser KI-Welt, unser Geschäftsmodell, der Werbung zu erhalten.

00:14:24: Alle haben damit gerechnet, dass Google das nicht schafft und das haben sie geschafft.

00:14:27: Und das ist sicherlich auch mit ein Grund für diesen Kursanschlag, weil man gesagt hat, Google schickt im Innovators Dilemma, sie kommen aus dieser Nummer nicht raus, haben sie geschafft.

00:14:37: und das hat sicherlich die erste Hälfte des Börsenkursanschlägs, den du eben beschrieben hast, mit ausgelöst, dass sie da ein Geschäftsmodell für die KI-Welt für sich entdeckt haben, das sogar noch besser funktioniert als das alte.

00:14:51: Ja, genau, Kurs hast du noch mal erwähnt.

00:14:53: Hundertzwanzig Prozent ist ja ganz ordentlich.

00:14:55: Jetzt kann man ja sagen, bei guten Nachrichten steigt ja ein bisschen.

00:14:57: Aber das ist ja in der gar nicht so langen Zeit wirklich mehr als eine Verdoppelung.

00:15:01: Ich stelle mal gleich zwei Fragen.

00:15:04: Ist die in der Höhe gerechtfertigt?

00:15:05: Und du hast jetzt gesagt, die erste Hälfte ist damit erklärt.

00:15:08: Was ist die zweite Hälfte?

00:15:10: Die zweite Hälfte ist in der Tat die Dinge, die wir eben gesprochen haben, also dass die Leute das Gefühl haben.

00:15:15: Google ist in allen wesentlichen Teilmärkten der KI komplett vertreten und damit sind sie wirklich die einzigen.

00:15:23: Es gibt sonst keinen, der eigene Chips hat, eigene KI-Modelle und eine eigene Vertriebskanäle sozusagen auf Weltklasse-Niveau.

00:15:31: Da sind sie die einzigen und insofern ist das sozusagen das Komplettpaket, was die Anleger kaufen, die sagen, ja KI wird... Oder ist eine Basissechnologie, wird die Welt verändern.

00:15:45: und der Anbieter, der wirklich in allen relevanten Aspekten im Moment gut dabei ist und eine führende Position hat, das ist eben Google.

00:15:54: Und wenn man eben im Moment sagt, ich kaufe eine zukunftssichere KI-Aktie, dann greifen die Leute eben zur Google-Aktie.

00:16:02: Das ist im Moment die Überlegung.

00:16:04: Die Chips sind noch ein gutes Stichwort, über die wir jetzt auch noch mal im Moment sprechen wollen, weil das tatsächlich noch was das ganz andere ist.

00:16:11: Das andere ist eben Software gewesen.

00:16:13: und wie gut sind die Modelle, die man da baut und wo kann man die integrieren und so.

00:16:16: Und dann, die Chips ist dann wirklich das echt, was man in der Hand hat, was auch die auch der Grund dafür sind, dass ein Video eben... Das einzige noch wertvollere Unternehmen ist das Google, weil alle wollen den Video Chips, weil das die schnellsten Leistungsfähigsten und so weiter sind und weil die auch die größte Expertise haben.

00:16:30: Was für Chips genau baut Google im Vergleich zu dem, was da ein Video anbietet?

00:16:34: oder wie weit sind die von Video weg?

00:16:39: Google hat nicht die gleichen, aber ähnliche Chips in Eigenproduktion hergestellt und da sind die auch schon seit zehn Jahren dran.

00:16:44: Also das ist jetzt nichts, was sie.

00:16:46: Was sie mal eben übers Wochenende gebaut haben, das waren die schon lange mit beschäftigt.

00:16:51: Und die Chips von Google, das neue Modell wurde wesentlich auf diesen eigenen Chips trainiert.

00:16:55: Das ist der große Vorteil.

00:16:57: Dies hilft halt.

00:16:57: und jetzt kommt die Ökonomien-Spiel viel, viel günstiger als das, was Invidia-Chips kosten.

00:17:03: Die sind natürlich aufgrund der riesigen Nachfrage extrem teuer.

00:17:08: Da kostet ja so ein Chip und dreißigtausend Dollar und mehr.

00:17:11: Und das macht Google quasi in der eigenen Regie halt viel günstiger.

00:17:14: Das heißt, sie können Modelle trainieren, wie sie wollen, mit so deutlich geringeren Kosten und haben sich damit einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Modellentwicklern eingekauft, die erst mal im Moment richtig Geld dafür ausgeben müssen, dass sie überhaupt ihre Modelle betreiben können.

00:17:28: Das sieht man ja bei OpenAI, die richtig viel Geld ausgeben müssen oder auch Meta, die permanent sehr viel Geld in Infrastruktur, also Rechenzentren investieren müssen.

00:17:39: Und da sieht man schon, dass sich dort ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für Google ergeben hat.

00:17:45: Verkaufen die die auch?

00:17:46: Das ist im Moment gibt es Gespräche, dass, glaube ich, Amazon auch gesagt hat, die wollen wir auch haben.

00:17:52: Ja klar.

00:17:53: Die

00:17:54: günstiger sind denken,

00:17:55: ja.

00:17:55: A, günstiger B, die Abhängigkeit von den Video reduzieren.

00:17:57: Das wollen irgendwie alle.

00:17:59: Das liegt ja auf der Hand.

00:18:01: Ich kann mir vorstellen, dass Google natürlich dann Geschäft sieht.

00:18:04: Andererseits ist natürlich die Frage, macht man damit Wettbewerber?

00:18:07: ... schlau oder gibt man damit Wettbewerbern einen Teil seines Wettbewerbsvorteils ab.

00:18:12: Also auch das ist sicherlich eine sehr komplexe strategische Entscheidung, die da getroffen werden muss.

00:18:17: Aber ja, ich kann mir doch durchaus vorstellen, dass Google sagt, warum nicht?

00:18:22: Damit lässt sich im Moment richtig gut Geld verdienen.

00:18:25: Dann machen wir das Geschäft mit.

00:18:26: Aber da gibt es im Moment, glaube ich, noch keine ... keine genaue Richtung, in die Google da marschiert, ist auch ja nicht ihr Kerngeschäft.

00:18:34: Das ist ja nur so ein Zusatzding, was sie machen.

00:18:36: Das Kerngeschäft der Werbung läuft ja weiterhin sehr gut.

00:18:40: Also man sieht zunächst, dass eben als Google ist nicht von Nvidia so abhängig.

00:18:43: Ich muss nicht, dass viele Geld ausgeben für Nvidia Chips.

00:18:46: Und man sieht es dann also wirklich... vermuten auch nicht am Video Kurs, das jetzt sollte sagen, oh, wir sind jetzt vorsichtiger, weil jetzt ist ein neuer Konkurrent da und vielleicht ist ein Video gar nicht so unangefochten wie überdachten oder kann man da was sehen.

00:19:00: Als die Nachricht hochkam, dass Google die eventuell an Amazon verkauft, da ist der Nvidia-Kurs mal ein bisschen runter.

00:19:07: Also genau das vermutet haben, dass es dort mittlerweile eine große Konkurrenz gibt.

00:19:13: Tatsächlich ist die Nachfrage aber aus allen Teilen der Welt nach Nvidia chips ja weiterhin gigantisch hoch.

00:19:20: Es liefern sie auch wieder was nach China, das war ja politisch nicht erwünscht, aber es ist jetzt wieder Wieder möglich.

00:19:25: Und TSMC hat ja gerade diese Woche erst gesagt, wir sehen weiterhin enorm hohe Nachfrage nach eben diesen Chips.

00:19:32: Nvidia ist ja der Auftragsfertiger für, Entschuldigung, TSMC, der Auftragsfertiger für Nvidia.

00:19:37: Die bauen die Teile ja und die sehen da kein Ende.

00:19:40: Insofern ist an der Stelle, selbst wenn jetzt da von Google weniger oder von Amazon weniger Nachfrage käme, es sind ja immer noch genügend Leute da, die alles aus der Hand reißen, was sie produzieren können.

00:19:50: Insofern ist das, glaube ich, die Nachfrage weiterhin noch hoch genug, um Invidia an Nummer eins da oben zu lassen.

00:20:00: Also ein Einbruch des Aktienkurses hat es nicht gegeben, wie gesagt.

00:20:02: Eine kleine Delle, aber lieber nur temporär.

00:20:05: Also Invidias-Geschäft ist intakt.

00:20:06: Google hat sich aufgrund dessen, was wir diskutiert haben, gerade deutlich verbessert auf verschiedensten Märkten und vor allem auf dem, wenn man KI als Gesamtmarkt denkt, in der Gesamtposition.

00:20:17: Was bedeutet das denn für die anderen?

00:20:20: und wenn wir vielleicht da jetzt im Moment mal wirklich über Open AI auch nur mal sprechen, die jetzt zuerst vorne dran waren, die aber, weil sie auch die besseren Modelle hatten, auch ein bisschen mutiger waren und so weiter, die aber immer diesen latenten Nachteil haben, dass die sind halt kein riesiger Tech-Konzern, der einfach aus seinem ganz normalen operativen Geschäft Milliarden verdient, sondern die müssen immer Finanzierungsrunden machen, die müssen immer das Geld Beschaffen muss man sich um die größere Sorgen machen?

00:20:47: Oder sind die nach wie vor stark dabei?

00:20:52: Ja, gute Frage.

00:20:54: Es gab diesen ... berühmten Code Red, ich glaube kurz vor Weihnachten, dass Sam Altman gesagt hat Code Red.

00:21:01: Leute, wir müssen hier mal die Ressourcen neusortieren, wir müssen uns sammeln und müssen wieder Gas geben.

00:21:08: Also was sie übrigens häufiger tun, ich finde das auch gar nicht schlimm.

00:21:11: In so einer volatilen Welt muss man auch manchmal die Prioritäten neusortieren.

00:21:15: Tatsächlich ist es so, dass Open AI klar am Anfang unangefochten das beste Modell hatte.

00:21:20: Das ist nicht mehr so, sowohl Gemini als auch das muss man immer wieder betonen.

00:21:25: Was Anthropic mit Clote gebaut hat, ist bei allen Softwareentwicklern im Moment klar die Nummer eins.

00:21:33: Also es ist ein Supermodell.

00:21:36: Es kann sehr viel, es wird vielleicht noch einen größeren Einfluss aufs Geschäft lesen, vor allem auf die Softwarewelt als das, was wir bei Gemini und bei Operei sehen.

00:21:45: Insofern die Konkurrenz ist massiv besser geworden.

00:21:48: Wir haben die Psyk aus China, auch das ist so ein Ding, was man in Europa gerne vergisst, aber die Psyk erobert gerade die Welt.

00:21:56: Südostasien, Afrika, überall ist die Psyk klar, das Nummer eins Modell.

00:22:00: Stichwort

00:22:01: Open Source.

00:22:02: Open

00:22:02: Source kostet nicht viel.

00:22:03: Es ist halt billiger und die Chinesen erobern quasi um Nordamerika und Europa, warum gerade alle Märkte mit diesem Modell.

00:22:12: Das funktioniert strategisch sehr clever.

00:22:15: Das machen sie ja mit den Autos, mit anderen Produkten genauso, dass sie sagen, der Rest der Welt ist auch noch da.

00:22:23: Und da fluten wir die alle und da obern diese Märkte.

00:22:26: Und insofern, ja, der Wettbewerb ist massiv geworden und Open AI ist in der Tat im Moment ein bisschen in der Defensive.

00:22:32: würde ihr auf keinen Fall abschreiben, weil wir sehen immer, dass es im Moment Aufnahmen sind und das kann sich in drei Monaten auch schon wieder gedreht haben, wenn die mit einem neuen Modell kommen.

00:22:41: Insofern ist an der Stelle extrem schwer zu sagen, die sind jetzt weg vom Fenster, aber ja, sie müssen was tun.

00:22:47: Tun sie ja auch und es wird sicherlich auch viel darauf ankommen, wie das in Anwendungen umgemünzt wird.

00:22:54: Es geht ja weniger jetzt um die reine Rechenpower und wie viel Billionen Parameter hat ein Modell, sondern was mache ich damit?

00:23:02: Und das ist im Moment, glaube ich, eher der Fokus.

00:23:05: Wir sitzen ja alle im Ferrari und fahren ja noch im ersten Gang, wenn man das mal so ...

00:23:10: Ja, sehr gutes Bild.

00:23:10: ... im

00:23:12: Bild nicht sagen will.

00:23:14: Wir Menschen und die Unternehmen müssen erst mal lernen, in den zweiten und dritten Gang zu kommen, bevor der Ferrari mehr PS unter die Haube bekommt.

00:23:21: Insofern, glaube ich, ist es eher so ein Anwendungsthema, dass wir das nutzen und Applikationen bauen.

00:23:27: Und ich glaube, da wird der Schwerpunkt auch in den nächsten Jahren liegen.

00:23:31: Wer baut die besten Anwendungen für ... der Privatnutzer und das ist ja der Fokus von OpenAI und auch für Unternehmen.

00:23:39: Und da, glaube ich, liegt der Punkt, dass ja OpenAI ja auch so was wie neues Gerät bauen.

00:23:44: Also im Moment gibt es ja die Diskussion, dass sie mit Johnny Ivy, dem Apple-Designer so eine Art Stift bauen und der Stift soll dann das Gerät werden, dass möglicherweise sogar das Bildschirm, also das Smartphone ablöst, dass man eben nicht mehr den ganzen Tag aufs Gerät startet, sondern halt, da steckt die Und ich spreche mit dem Gerät und schreibe mit dem Gerät und starre nicht mehr auf dem Bildschirm.

00:24:08: Also das ist sozusagen deren Masterplan, um die Konsumentenwelt zu erobern, weil sie es natürlich nicht schaffen, ein Smartphone gegen Apple und Google zu positionieren.

00:24:19: Aber ein neues Gerät, das soll dann den Durchbruch bringen.

00:24:22: Keine Ahnung, ob das funktioniert, aber das ist der große Plan, den OpenAI hat.

00:24:26: Insofern ist es viel zu früh, die irgendwie abzuschreiben.

00:24:29: Es ist einfach eine super spannende Phase.

00:24:32: Ich freue mich sehr darüber, dass es so spannend ist, weil die natürlich alle zum technischen Fortschritt gezwungen sind.

00:24:36: Die sind alle unter Druck, was Neues zu bringen und wir Verbraucher profitieren in der Regel davon, weil einfach die Modelle sehr schnell sehr viel besser werden.

00:24:45: Ja, Wettbewerb ist auch da einfach gut für den Kunden.

00:24:47: Ist es gut für die, die im Wettbewerb stehen, ist es nicht so angenehm wie die, aber die nehmen es ja auch oft sportlich und machen da.

00:24:55: Dann weiter kannst du noch ein, zwei Updates geben, was die Produktzeit ist.

00:24:58: Also jetzt hast du jetzt genau die Arbeiten an einem Stift.

00:25:01: Die haben ja auch am Anfang, wann die sehr stark auf Microsoft fokussiert, beziehungsweise Microsoft hat sehr stark auf OpenAI gesetzt.

00:25:07: Jetzt Oracle und OpenAI haben eine gewisse Zusammenarbeit.

00:25:11: Kannst du da so ein bisschen mal sagen, gerade mit wem die versuchen, was zu stemmen?

00:25:17: Das ändert sich auch gefühlt jede Woche.

00:25:21: Gestern einen großen Deal gemacht mit Serabras.

00:25:23: Das ist auch ein Chip Designer.

00:25:25: Haben sich da Kapazitäten eingekauft.

00:25:27: Ich glaube, das ist etwas, was permanent im Fluss ist.

00:25:31: Man versucht alle Kapazitäten abzuschöpfen, die man bekommen kann.

00:25:35: Das Geld ist da.

00:25:36: Vieles wird ja von Softbank, dem japanischen Investitions-Wegel, reingestopft.

00:25:44: Die Saudi stecken da Geld rein.

00:25:45: Also Geld hat Sam Altman, glaube ich, genügen.

00:25:48: Das ist nicht sein Problem.

00:25:50: Es ist im Endeffekt, baut er die große Infrastruktur dafür.

00:25:55: Überall werden die Rechenzentren gebaut und Chips besorgt.

00:25:58: Also es ist im Moment eine sehr wilde Zeit, der, glaube ich, jeder mit jedem dient.

00:26:04: Insofern, diese alte oder ursprüngliche Allianz Microsoft und diese enge Allianz zwischen Microsoft und OpenAir.

00:26:11: Ja, die gibt es noch, aber das sind natürlich, jeder hat sich Optionen geschaffen.

00:26:14: ... in alle Richtungen.

00:26:16: Also beide Partner insofern ... ... ist sie sicherlich nicht mehr so eng ... ... und tatsächlich ist Microsoft natürlich auch ... ... ja, sie haben sich, glaube ich, ein bisschen darauf verlassen, ... ... dass sie früh bei OpenAI mit dabei waren ... ... und haben selbst zu wenig meiner Ansicht nach gemacht.

00:26:31: Und das ändert sich so ein bisschen.

00:26:33: Man hat so das Gefühl, jetzt sind sie ... ... haben sie festgestellt, dass es nicht reicht, ... ... ein Deal mit OpenAI zu haben, ... ... um in der KI-Welt gut aufgestellt zu sein, ... ... sondern machen viele Dinge selber.

00:26:42: Da bin ich mal gespannt, da hat man ... bisher eher wenig gehört über diesen Deal hinaus.

00:26:47: Das wollte ich gerade sagen.

00:26:49: Da ist Microsoft ein Beispiel, die selbst wenig.

00:26:51: Und wo man es ja noch offensichtlicher sieht, ist es im Meta-Konzern, die ja ihre KI-Strukturen und Leute offenbar sehr dramatisch neu sortiert und umgebaut haben.

00:27:03: Und dann gab es ja am Anfang eine Welle mit, dass es dann, man hieß es sind sogar die fast dreistellige Millionen Gehälter würden gezahlt, um Top-Leute anzuwerben von Mark Zuckerberg, weil er ein Superintelligenz-Team und ganz hoch hinausfiel.

00:27:14: Aber das ist ja alles erst mal Ausdruck, dass offenbar die Leute, die da sind, es nicht können oder das zumindest so, man weit hinter dem zurück steckt, was man sich eigentlich erhofft hatte.

00:27:24: Ja, sie waren ja mit ihrem Lama-Modell und einem Open Source Ansatz, am Anfang auch gut dabei, aber es hat nicht so wirklich gezündet.

00:27:31: Also das Lama-Modell ist nicht so beliebt, also sie wollten ja eigentlich diesen Deep Seek-Ansatz machen, dass sie sagen, okay, das ist halt Open Source und es verteilt sich um die Welt, dass es nicht passiert.

00:27:44: Und der damalige Chef Jannis June, das ist eine Franzose, hat das Unternehmen auch inzwischen verlassen.

00:27:50: Da gab es, glaube ich, ein bisschen Stress hinter den Kulissen.

00:27:53: Und insofern ist es jetzt ein neuer Ansatz, nicht mehr mit Open Source, sondern mit proprietaryem Modell, wie die anderen auch.

00:28:03: Max Zuckerberg läuft da im Moment in der Tat ein bisschen hinterher, gibt sehr, sehr viel Geld ausholt, gute Leute.

00:28:09: Bin sehr gespannt, ob er das schafft, weil der Wettbewerb natürlich an der Stelle auch genauso viel Geld ausgibt und genauso gute Leute hat.

00:28:17: Also da ist im Moment ein Königreich für einen guten KI-Entwickler, der

00:28:22: im

00:28:22: Moment richtig, richtig reich werden kann.

00:28:24: Aber das Geld geht ihm natürlich auch nicht aus, weil das Kerngeschäft vom Meter auch ziemlich ordentlich funktioniert.

00:28:29: Das Kleingeschäft funktioniert bisher sehr gut, wird sich aber auch natürlich verändern, weil die Leute... Sie ziehen sich schon so ein bisschen von den Social-Plattformen zurück.

00:28:40: Es geht eher ein bisschen zurück ins private hinein.

00:28:44: Und insofern muss er sich auch langfristig was Neues überlegen oder was Besseres überlegen.

00:28:48: Und da ist, wie kriegt man, kann man das auch mit K.I.F.

00:28:53: verbinden.

00:28:54: Da sehe ich noch nicht so wirklich, welche Strategie er hat.

00:28:56: Er hat ja mit dieses ganze Thema der virtuellen Welten, das Metaverse ist ja mehr oder weniger... gescheitert.

00:29:04: Da ist wahnsinnig viel Geld reingepumpt und das ist gescheitert.

00:29:09: Er versucht jetzt mit den Brillen neu anzugreifen, also die sozusagen die schlauen Brillen.

00:29:16: Da ist er auch mit dabei, um eben diese Gerätegeneration nach dem Smartphone mitzubestimmen.

00:29:22: Also es gibt nicht nur Stifte von Open AI, sondern auch Brillen von Meta.

00:29:26: Das ist der Wettbewerb ist offen.

00:29:27: Es kommt auf an, was die Menschen so wollen.

00:29:30: Und ich glaube, so ein ... Also, intuitiv würde ich sagen, so ein Stift ist mir irgendwie sympathischer als eine Brille.

00:29:35: Weil so eine fette Brille, dass alle mit diesen fetten Brille-Gestellen rumlaufen, sehe ich im Moment noch nicht.

00:29:42: Nee, genau, es müssten so Brille sein, wie wir beide sie zum Beispiel auf der Nase haben.

00:29:46: Wenn das da reinpasst, dann würde man sagen, gut, tag ich auch mit mir rum.

00:29:49: Ich glaube auch, eine fette Brille oder eine Helm oder so, was damit wird man nicht auf die Straße in der Breite gehen.

00:29:54: Aber denkst du denn, bei die Diskussion gibt es natürlich schon eine Weile, und sie ist natürlich auch eine dramatisch ... brutale.

00:30:01: Was kommt eigentlich nach dem Smartphone?

00:30:03: Denn man ist sicher auch ... Das muss nicht immer eine große Rolle spielen, weil Menschen sich auch gegen ihre Natur ganz gut verhalten können, eine Weile und verbiegen können.

00:30:12: Aber dass wir biologisch jetzt nicht unbedingt dafür gemacht sind auf so Mini-Bildschirme mit auch noch gesenktem Kopf, wo man irgendwann ein kaputtes Genick kriegt oder so was den ganzen Tag guckt, sodass es vielleicht Attraktives gibt.

00:30:23: Es ist ja irgendwie naheliegend.

00:30:25: Andererseits ist das Smartphone halt relativ praktisch.

00:30:27: Man kann da halt viel.

00:30:27: Es ist halt auch der Bildschirm nicht so klein.

00:30:29: Man sieht genug hat viele Funktionen.

00:30:34: Also hast du das Gefühl, jetzt ist wirklich mal die Zeit, dass das ernsthaft mal jetzt Geräte kommen, bei denen man sagen kann, hey, das ist dann jetzt schon, das ist jetzt das nächste.

00:30:44: Ich weiß ein bisschen philosophisch auch, aber um das nochmal dazu zu tun, weil wir halt durch KI es auch zum ersten Mal möglich gemacht bekommen haben, dass wir die halt auch anders nutzen können, weil bisher, wenn du mit den Geräten nicht sprechen kannst oder wenn das so schlecht ist, dass sie es halt trotzdem nicht kapieren.

00:31:02: Dann brauchst du halt doch wieder Tasten und dann musst du halt doch wieder mit Fingern irgendwo drauf rumdrücken oder mit einem Maus klicken oder mit einem Cursor.

00:31:08: Aber jetzt haben wir ja einen anderen Kanal, der auch von Maschinen verstanden werden kann und wo man zumindest realistischer denken kann, hey, dann geht's halt vielleicht ohne so Taster tun und sowas.

00:31:20: Aber ist es wirklich, ja.

00:31:21: Ja, Sprachsteuerung ist ein Thema.

00:31:24: dass wir auch schon ganz lange haben.

00:31:26: Eigentlich ist es ja intuitiv sinnvoller, weil es einfach viel schneller geht.

00:31:30: Jetzt ist die KI dahinter und die versteht ziemlich gut, was wir sagen und kann das auch entsprechend umwandeln.

00:31:36: Insofern glaube ich, ja, das ist das Potenzial, dass die Sprache, dass das Tippen auf Bildschärmen.

00:31:43: zumindest im täglichen Doing, was wir sonst auf dem Smartphone tun, für viele Anwendungen ablösen kann.

00:31:49: Ja, das sehe ich auch.

00:31:51: Das Potenzial ist da.

00:31:52: Und ich glaube, es gibt auch genügend Menschen, die das sofort nutzen würden, weil sie sagen, dieses blöde Ding immer da drauf zu gucken.

00:31:58: Das ist irgendwie auch nicht der Weisheit.

00:32:02: letzter Schluss.

00:32:03: Da muss die Menschheit schon nochmal ein Schritt weiter kommen, als jetzt fünfzig Jahre aufs iPhone zu gucken oder aufs Gerät zu gucken.

00:32:09: Insofern, ja, das ist da die ersten Versuche.

00:32:10: Es gab ja letztes ja schon von Humane, den AI Pin.

00:32:14: Das war so was Ähnliches, so ein Gerät, das man sozusagen an sich ans Revé erheftete.

00:32:20: Versuchen sollte Anweisungen zu verstehen, das ist komplett gescheitert, weil es nicht schlau genug war, weil es einfach die Anweisungen nicht verstanden hat, ganz schnell in der Versenkung verschwunden.

00:32:31: Die Idee geht, glaube ich, schon in diese Richtung eben sowas kleines, unauffälliges zu haben und mit dem zu reden, ob das iPhone jetzt, oder das Smartphone jetzt in der nächsten Zeit komplett ersetzen wird, das glaube ich ja nicht, weil bei vielen Anwendungen die will ich dann doch sehen.

00:32:46: Dafür brauche ich den Bildschirm.

00:32:48: Insofern wird das keine Übernachtgeschichte sein.

00:32:51: Aber ich würde mich freuen, ein Gerät zu haben, mit dem ich reden kann, ohne jetzt permanent den Blick darauf warten zu müssen und die Bedienung mit den Fingern.

00:32:59: Wir wissen, wie oft man sich vertippt auf dem kleinen Gerät.

00:33:02: Es ist auch nicht, was natürlich ist.

00:33:03: Deswegen ist ja vielleicht eine Brille sogar einigermaßen charmant, wo man, die dann vielleicht manchmal versteht, was ich sage und wo ich mir dann aber doch auch was einblenden kann, wenn ich möchte, weil ich will eben auch mal was sehen.

00:33:14: Aber natürlich ist die Brille natürlich auch, hat einen begrenzten Platz, um das alles auch hardwareseitig einzubauen.

00:33:21: Ja, Meta hat ja gerade gesagt, wir können die Brille im Moment noch nicht nach Europa liefern, weil die Nachfrage hier in den USA so hoch ist, dass wir erstmal hier produzieren müssen.

00:33:31: Also scheint Nachfrage dafür zu geben, die sehen ja auch... Ganz schick aus, mit Ray-Bans zusammengebaut.

00:33:39: Also das sind dann schon ganz vernünftig aussehende Teile.

00:33:43: Trotzdem ist es noch etwas, was man den ganzen Tag im Gesicht trägt.

00:33:46: Das weiß ich auch nicht, ob man das haben will.

00:33:49: Ich hatte mal die Google-Glas auf, als es vor vielen Jahren sie gab und irgendwie nach drei Minuten auf der Nase war mir klar, dass das Ding floppen wird, weil es einfach viel zu schwer und zu klobig und unbequem war.

00:33:59: Das wollte niemand den Tag überhaupt auf den Kopf haben.

00:34:03: Und das muss halt wirklich extrem gut sozusagen zum malen Leben passen.

00:34:10: Und da ist so ein Stift oder sowas fände ich dann immer noch das, was am wenigsten eingreift.

00:34:18: Ich fände es spannend.

00:34:20: Aber am Ende muss es halt wirklich perfekt funktionieren.

00:34:22: Das muss meine Sprache sofort verstehen.

00:34:24: Das muss die Dinge tun, die ich tun, die ich tun soll.

00:34:27: Dann hat es eine Chance, das werden wir sehen.

00:34:29: Ich glaube, das soll ja in den nächsten ein, zwei Jahren auf den Markt kommen.

00:34:32: Dann wird das Spiel nochmal neu eröffnet.

00:34:35: Zum Schluss würde ich gerne wieder an den Anfang zurückgehen.

00:34:38: Zum Börsenkursanstieg von Alphabet, hundertzwanzig Prozent seit April des vergangenen Jahres überhaupt.

00:34:45: ... fließt da sehr viel Geld rein, sind manche Bewertungen sehr, sehr hoch.

00:34:50: Was glaubst du, wie hoch ist die Gefahr, dass dabei wirklich eine Plase, sind wir in so einem Stadium, das wird nämlich an den Märkten, der auch diskutiert, immer wieder seit einer Weile, sind wir jetzt in so einem Plasenszenario inzwischen, wo man nicht sagen will, das geht natürlich nicht.

00:35:06: nicht weg und es wird nicht plötzlich sagen, okay, war doch nur ein Irrtum, das ist natürlich völliger Quatsch.

00:35:10: Aber wo man mal sagt, hier ist die Börse soweit, der Realität davon gerannt, dass das eigentlich, dass man eher früher oder später, dass es da mal knallt.

00:35:19: Wie schätzt du das ein?

00:35:20: Ja, spannende Frage.

00:35:22: Ich hab mich da auch im Briefing klar positioniert, auch schon im vergangenen Herbst und hab gesagt, nein, es ist keine Blase.

00:35:29: Es ist eine Basissechnologie.

00:35:31: bei Basizechnologien war es immer so, dass es erstens am Anfang Investitionen gebraucht hat, um sie aufzusetzen und B, wir in der Übergangs- oder in der Anfangsphase natürlich auch Verlust in Kauf genommen haben, weil wir ganz oft ja eine doppelte Infrastruktur hatten.

00:35:46: Wir hatten ja das Alter gehabt und mussten das Neue bauen.

00:35:48: Das heißt, es ist erst mal teurer geworden, sodass die positiven Effekte, wie bei so einer J-Kurve, erst sozusagen mit Verzögerung gekommen sind.

00:35:57: Und das ist eigentlich der typische Verlauf beim Beginn einer Basissechnologie.

00:36:01: Und wenn das eine Basissechnologie ist und viele Ökonomen sind der Meinung, dann müssen wir eben sozusagen durch diese Phase durch und dann geht es nach oben.

00:36:11: Und wir haben in dem USA im vierten Quartal schon einen deutlichen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktivität gesehen, die nicht unwesentlich auf künstliche Intelligenz zurückzuführen ist.

00:36:21: Das heißt, meine Ansicht ist, nein, es ist keine Blase, es ist eine Basissechnologie, die sozusagen unsere Wirtschaft nach oben zieht.

00:36:31: Ob es in Deutschland so ist, weiß ich nicht.

00:36:32: Aber bei den führenden Nationen ist es so, denn Unternehmen helfen wird.

00:36:36: Insofern gibt es sicherlich Übertreibungen.

00:36:39: Es gibt sicherlich einige, die sozusagen als Rippetfahrer mit hochgeschwommen sind.

00:36:42: Aber generell ist meine Ansicht, dass wir an der Stelle nicht in irgendeiner Chimera hinterherlaufen, sondern wirklich sozusagen massiv in die richtige Technologie investieren.

00:36:53: Das kostet Geld, das kostet Zeit, aber langfristig würde ich dabei bleiben.

00:36:59: Meine.

00:36:59: meiner Anschätzung.

00:37:01: Sagt Holger Schmidt, der das FAZ Digitalwirtschaft Briefing herausbringt.

00:37:07: Jede Woche, wenn Sie es noch nicht abonniert haben und sich für diese Themen interessieren, dann sind Sie natürlich eingeladen, das zu tun.

00:37:17: Pause zur FAZ, jetzt schon wieder auch eine Weide zurückkehlt, ist davor, aber schon mal bei der FAZ war und auch diese Branche Technologien gekovert hat und schon seit mehreren Jahrzehnten die Digitalisierung verfolgt, auch die Dotcom-Place erlebt hat, also über sehr viel Erfahrung und Historie da verfügt.

00:37:34: Lieber Holger, vielen Dank für das Gespräch.

00:37:37: Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank, dass Sie einmal mehr eingeschaltet haben.

00:37:40: Bleiben Sie gesund und uns gewogen und bis in der kommenden Woche.

00:37:44: Ciao!

Über diesen Podcast

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

Zur App für iOS und Android: https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985
Mehr erfahren: https://fazdigitec.de

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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